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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX: Eine Hausse mit Fragezeichen




21.01.19 16:11
Cornelia Frey

Euwax                                     
Nach einer fulminanten Handelswoche, gönnt sich der DAX heute eine kleine Verschnaufpause. Die technische Großwetterlage hat sich zuletzt deutlich aufgehellt, doch einige Fragezeichen bleiben.

Der DAX ist mit kleineren Abschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Nachdem der DAX alleine am vergangenen Freitag rund 300 Punkte zulegen konnte, lässt er es zu Wochenbeginn etwas ruhiger angehen. Und das ist, aus Sicht von Händlern, sogar gut so. Impulse aus den USA sind heute keine zu erwarten. Aufgrund eines Feiertages bleiben die US-Börsen heute geschlossen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die kleine Rally der vergangenen Tage das übergeordnete Chartbild deutlich aufgehellt hat. So konnte der deutsche Leitindex eine ganze Reihe von Widerständen überwinden und sogar die 90-Tage-Linie rückt bereits wieder in greifbare Nähe. Wer hätte das zu Jahresbeginn gedacht? Die entscheidende Frage ist also, was aktuell die Kurse so massiv antreibt? Aus fundamentaler Sicht, führen einige Experten positive Entwicklung im Handelsstreit zwischen China und den USA ins Feld. Zudem wurde bereits Ende des vergangenen Jahres viel an den Märkte eingepreist. Vor allem institutionelle Anleger greifen offenbar zu Jahresbeginn wieder beherzt zu. Vielleicht gibt es jedoch auch einen sehr profanen Grund für die jüngsten Kursgewinne, der insbesondere am Freitag zum Tragen kam: So wird spekuliert, dass es am vergangenen Freitag zu einem „Short-Squeeze“ gekommen ist. So kam es am kleinen Verfallstag zu größeren Aktienkäufen – vor allem unter institutionellen Investoren. Offenbar mussten sich eine Reihe von Marktteilnehmern noch „eindecken“, nachdem sie auf fallende Kurse gesetzt hatten. Das würde jedoch bedeuten, dass die aktuelle Hausse auf eher wackeligen Beinen steht und nicht unbedingt fundamental unterfüttert ist.

Eher durchwachsene Nachrichten kommen heute zudem aus China. Wie heute bekannt wurde, ist die chinesische Wirtschaft im vergangenen Jahr so langsam gewachsen wie seit rund 30 Jahren nicht mehr. Insgesamt konnte das Bruttoinlandsprodukt 2018 um 6,6 Prozent gesteigert werden, was immerhin noch knapp über dem anvisierten Wachstumsziel von 6,5 Prozent liegt. An den Finanzmärkten wurde die Nachricht halbwegs gelassen aufgenommen. Quasi niemand hatte mit einer positiven Überraschung gerechnet, was nicht zuletzt auf die gedrückte Stimmung durch den weiter schwelenden Handelsstreit mit den USA zurückzuführen ist.

Weniger gelassen wurden heute die vorläufigen Zahlen von Henkel aufgenommen. Der Umsatz bewegte sich 2018 zwar in etwa auf Vorjahresniveau, das Ebit konnte sogar leicht gesteigert werden, doch vor allem der Ausblick scheint Anlegern nicht zu schmecken. Da insbesondere das operative Margenziel verpasst wurde, will Henkel im laufenden Jahr gegensteuern. So plant der DAX-Konzern für das laufende Jahr Mehraufwände in Höhe von 300 Millionen. Mit dem zusätzlichen Geld will der Konzern vor allem in Wachstum investieren und „attraktive Erträge erzielen“. Das Problem dabei: Das Wachstum dürfte die Marge nachhaltig belasten und das scheint den Aktionären heute überhaupt nicht zu gefallen. Doch was macht man als Konzern in einer solchen Situation? Man stellt eine Dividendenerhöhung für das laufende Jahr in Aussicht. Geholfen hat es bis dato allerdings wenig: Die Henkel-Aktie notiert aktuell in Stuttgart mit fast neun Prozent im Minus.

Im Fokus vieler Anleger steht auch heute die Aktie von Scout24. Die Meldung wonach das Unternehmen schon wieder zum Verkauf steht, trieb die Aktie zuletzt deutlich nach oben. Bereits am Freitag machte das Unternehmen ein Angebot der Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone öffentlich. Auf dem Tisch liegt offenbar eine Offerte in Höhe von 43,50 pro Anteilsschein. Aus Sicht von Scout24 ist das jedoch deutlich zu wenig. So sehen das offenbar auch die Aktionäre und erhoffen sich ein deutlich verbessertes Angebot. Bereits am Freitag notierte die Aktie von Scout24 in der Spitze bei rund 44 Euro.

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