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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX: Der Druck nimmt zu




21.06.18 15:31
Cornelia Frey

Euwax

Daimler revidiert Jahresprognose                             
   
Und schon steigt wieder der Druck auf den deutschen Leitindex. Heute Morgen noch nahezu unverändert in den Tag gestartet, gerät der DAX bereits am Vormittag empfindlich unter Abgabedruck. Doch damit ist er nicht allein. Egal ob Gold und Silber, Öl oder Platin, MDAX oder EuroStoxx – fast überall stehen heute tiefrote Vorzeichen.

Der größte Verlierer des Handelstages ist bislang die Daimler-Aktie. Wie gestern Abend nach Börsenschluss bekannt wurde, senkt der Stuttgarter Autobauer seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Wie der Autobauer vermeldet, wird das EBIT auf Konzernebene leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Bislang peilte Daimler ein EBIT leicht über dem Vorjahresniveau an. De facto wären das knapp 15 Milliarden Euro gewesen.


Die nun revidierte Prognose begründet man in Stuttgart-Untertürkheim mit den geplanten Einfuhrzöllen auf US-Fahrzeuge. Es klingt absurd, aber der Handelsstreit zwischen den USA und China hat mittlerweile durchaus Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. In diesem Fall eben Daimler. Warum? Nun, Daimler produziert einen Großteil seiner SUVs in den USA. Für den chinesischen Schutzzoll ist es unabhängig, ob es sich bei Daimler um einen europäischen Autobauer handelt. Der Schutzzoll betrifft alle in den USA hergestellten Fahrzeuge, gänzlich unabhängig davon, wo das Unternehmen ihren Hauptsitz hat. Neben dem weiter eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und China, macht der sich abzeichnende Dieselskandal Daimler zunehmend zu schaffen. Europaweit muss Daimler aufgrund einer unzulässigen Abgastechnik 774.000 Fahrzeuge zurückrufen. Die Kosten für die Rückrufaktion trägt natürlich der Autokonzern. Ein wenig verschreckt von den schlechten Nachrichten aus Stuttgart, zeigen sich die Aktionäre von BMW und Volkswagen. Produzieren nicht auch sie in den USA? Da verwundert es kaum, dass die Papiere der beiden Autohersteller ebenfalls auf Talfahrt sind und entsprechend abgestraft werden.


Auch ein anderes Sorgenkind macht heute wieder von sich reden. Heute Abend, nach Börsenschluss, sollen die Ergebnisse eines jüngst durchgeführten Bankenstresstests in den USA bekannt gegeben werden. Bei der Deutschen Bank macht sich ob des Ergebnisses offenbar zunehmend Sorgen. Und das offenbar nicht ganz zu Unrecht: Bereits heute steht das US-Geschäft der Deutschen Bank auf der Liste der Problemfälle der US-Notenbank. Eine US-Tochter der Frankfurter wird auf einem internen Bewertungssystem der Fed bereits als „in troubled condition“ geführt. Als hätte die Deutsche Bank im Augenblick nicht schon Probleme genug, senkte jüngst nun auch noch die Ratingagentur Standard & Poor’s den Daumen, indem sie das langfristige Rating von „A-“ auf „BBB+“ absenkten. Beobachter halten es für durchaus möglich, dass die US-Tochter der Deutschen Bank den Stresstest nicht bestehen wird, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Deutsche Bank Trust Corp bereits 2016 schon einmal durchgefallen ist. Damals wurden dem Ableger des Finanzinstituts zahlreiche, teilweise gravierende, Mängel in Bezug auf die Aufsicht und des Risiko-Controllings attestiert. Ob man aus den Fehlern der Vergangenheit etwas gelernt hat, ist allerdings fraglich. Im internen Bewertungssystem der Fed, dass die Tochter der Deutschen Bank als „in troubled condition“ führt, wird vor allem das mangelnde Risikomanagement oder die teilweise sehr laxen internen Kontrollsysteme kritisiert. Im Sog der Deutschen Bank gibt auch die Aktie der Commerzbank nach und gehört ebenfalls zu den großen Verlierern im deutschen Leitindex.
   
               
               


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