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Kolumnist: Sven Weisenhaus

DAX & Co. - Trendwende durch US-Daten?




07.05.12 07:24
Sven Weisenhaus

Es ist schon faszinierend, dem aktuellen Treiben zuzusehen. Zum Verlauf am Dienstag schrieb ich im kostenlosen B\xF6rsennewsletter WAVE DAILY “US-Daten hieven Dow Jones auf Viereinhalb-Jahres-Hoch“, zum Mittwoch dann “US-Daten schicken B\xF6rsen auf Talfahrt“. F\xFCr den Verlauf im Dow Jones am Donnerstag k\xF6nnte ich nun schreiben, dass die US-Daten den Index erst nach oben und dann nach unten schickten.


US-Daten l\xF6sen Kursturbulenzen aus


Es sind eindeutig die US-Daten, die derzeit die Aktienm\xE4rkte beeinflussen. Am Donnerstag sorgten zun\xE4chst die w\xF6chentlichen US-Erstantr\xE4ge auf Arbeitslosenhilfe um 14:30 Uhr f\xFCr Kursturbulenzen, um 16:00 Uhr holte dann der ISM Dienstleistungsindex die dicke Keule raus und schickte den Dow Jones endg\xFCltig Richtung S\xFCden.


Die offiziellen Arbeitsmarktdaten taten dann am Freitag um 14:30 Uhr ihr \xFCbriges dazu.


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(Quelle: CFX-Broker) Dow Jones, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen


US-Daten pr\xFCgeln auch den DAX nach unten


Nat\xFCrlich wurde auch der DAX entsprechend durchger\xFCttelt, rutschte jedoch erneut deutlich st\xE4rker ab als die US-Indizes. Im folgenden DAX-Chart sehen Sie die Auswirkungen der US-Daten von Mittwoch bis Freitag.


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(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen


Mit Blick auf die beiden Charts d\xFCrfte unstreitig sein, dass gerade die US-Daten die Indizes, und hier insbesondere den DAX, immer wieder/weiter nach unten pr\xFCgeln.


Kurse tragen der fundamentalen Entwicklung Rechnung


Interessant ist dabei, dass es der Dow Jones am Dienstag noch auf ein 4,5-Jahres-Hoch brachte. F\xFCr mich ist es sehr \xFCberraschend, dass sich der Dow Jones angesichts der immer l\xE4nger werdenden Reihe entt\xE4uschender US-Daten auf ein solches Niveau hieven konnte. Doch irgendwann mussten die Kurse der fundamentalen Entwicklung Rechnung tragen.


DAX hinkt US-B\xF6rsen hinterher


Der DAX ist dagegen von so einem Hoch noch immer weit entfernt. Eine deutliche Underperformance gegen\xFCber dem Dow Jones ist festzustellen. Knapp 6% liegt der DAX gegen\xFCber dem Dow Jones in den letzten 1,5 Monaten zur\xFCck. Und das, obwohl die Daten in Deutschland doch gerade in diesem Zeitraum viel besser ausfielen als in den USA.


Schere durch Schuldenkrise ge\xF6ffnet?


Den Grund daf\xFCr k\xF6nnen wir wohl in der Euro-Krise finden. Denn wir befinden uns inmitten von krisengeplagten Euro-L\xE4ndern, w\xE4hrend sich die M\xE4rkte in \xDCbersee gegen\xFCber Schuldenproblemen quasi immun zeigen - trotz ebenfalls geh\xF6riger Haushaltsdefizite. Und so sieht man auch im folgenden Chart, dass gerade rund um die (beinahe) Griechenland-Pleite sich die Schere zwischen den beiden Indizes ausweitete.


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(Quelle: Ariva.de) Index-Vergleich DAX vs. Dow Jones von 2008 bis heute


Am Scheideweg


Beim Blick auf die US-Daten befinden wir uns derzeit auf dem Scheideweg zu stockendem Aufschwung oder erneutem R\xFCcksetzer zum rezessiven Abschwung. Eine gef\xE4hrliche Situation, denn es ist derzeit kaum zu erkennen, ob sich der Aufw\xE4rtstrend in den Indizes fortsetzen kann oder ob die Charts den Konjunkturdaten bald nach unten folgen.


Ausbruch im Dow Jones gescheitert oder verschoben?


Mit Blick auf den folgenden Chart des Dow Jones, den Sie vielleicht aus meinem letzten Beitrag hier auf Stock-World vom 20. April kennen, ist eigentlich noch nicht viel passiert. Der Ausbruch aus einer Keilformation hat bislang nicht, wie sonst \xFCblich, zu stark fallenden Kursen gef\xFChrt – ein sehr bullisches Zeichen. Stattdessen befindet sich der Index mit knapp 13.000 Punkten noch auf einem sehr ansehnlichem Niveau.


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(Quelle: CFX-Broker) Dow Jones, Candlestick-Chart, Tageskerzen


Richtig ernst wird die Lage erst, wenn der Dow Jones unter das Tief vom 10. April f\xE4llt (mit der Welle 4 markiert). Denn dann w\xFCrde alles sehr stark nach einem Doppeltopp und damit tats\xE4chlich nach einer Trendwende aussehen, die dann letztlich nur der Trendwende in den US-Konjunkturdaten folgt.


Platz hat der Dow Jones also locker noch bis auf 12.700 Punkte, ohne dass das bullische Bild eingetr\xFCbt wird.



Ich w\xFCnsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche
Sven Weisenhaus


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