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Kolumnist: GOLDINVEST.de

Conico findet kilometerlange Fortsetzung des Zinkaderystems der historischen Blyklippen Mine




19.09.22 13:38
GOLDINVEST.de

Mit einer Reihe von erfolgreichen Step-Out-Bohrungen entlang des vermuteten Zinkadersystems nahe der historischen Blyklippen Mine auf seinem Mestersvig Projekt in Ostgrönland hat Conico Ltd (ASX: CNJ; FRA: BDD) bestätigt, dass sich die Zn-Pb-Cu-Ag-Gänge der historischen Mine mit hoher Wahrscheinlichkeit über Kilometer fortsetzen.

Acht von zehn Bohrungen entlang des vermuteten Streichens der Zinkader durchteuften stark disseminierte und/oder Matrixsulfide. Die am weitesten entfernten Bohrungen BKDD003 (3,3 Meter mit vereinzelten Sulfiden auf 205,0 Metern) und SBDD005 (1,4 Meter stark disseminierte Sulfide aus 120,5 Metern) liegen knapp 9 Kilometer auseinander (siehe Abbildung 1). Die Stecke dazwischen gilt als aussichtsreiches Ziel, ebenso weitere 14 Kilometer an ungetesteten mineralisierten quarzaderhaltigen Verwerfungen im gesamten Projektgebiet.

Bisher liegen nur die geologischen Rohdaten der Bohrungen vor. Zn-, Pb- und Cu-Sulfide im Bohrkern wurden protokolliert Die Ergebnisse der Laborauswertung wird in den kommenden sechs bis acht Wochen erwartet. Die Exploration vor Ort wurde am 14. September für diese Saison abgeschlossen.


Abbildung 1: Die Karte zeigt den großen Abstand zwischen den Step-Out-Bohrungen entlang der Blyklippen Zinkader. Die am weitesten entfernten Bohrungen liegen fast 9 Kilometer auseinander.

Conicos geschäftsführender Direktor, Guy le Page, kommentierte: „Die Mineralisierung bei Mestersvig ist durch visuelle Untersuchungen leicht zu erkennen, wobei die meisten Bohrungen das erwartete Adersystem durchdringen, das bekanntermaßen Zink-, Blei-, Kupfer- und Silbermineralisierungen enthält. Es ist erfreulich zu sehen, dass sich die mineralisierte Ader entlang des Streichens fortsetzt, was beweist, dass unsere Modellierung korrekt ist, und wir sehen den Untersuchungsergebnissen mit Spannung entgegen.“

Rund fünf Kilometer östlich der Blyklippenader wurde bei Erkundungen am Standort Nuldal hochgradige Adern mit Bleimineralisierung an der Oberfläche gefunden, mit einem massiven Bleiglanzausbruch mit vereinzeltem Chalkopyrit von bis zu 1 m Dicke. (siehe Abbildung 2). Die mineralisierte Ader verläuft ungefähr parallel zu Blyklippen in N-S-Richtung. Sie enthält mehrere Galena-führende Aufschlüsse und weist auch eine Silbermineralisierung auf. Bereits im Jahr 2020 wurden hier zwei Gesteinssplitterproben entnommen, die einen Gehalt von 60,66 % Blei, 0,91 % Kupfer und 236 g/t Silber sowie 69,47 % Blei, 0,77 % Kupfer und 282 g/t Silber aufwiesen (Conico ASX-Meldung vom 8. Dezember 2020).

Die Bohrungen wurden mit zwei Diamantbohrgeräten durchgeführt, die sich im Besitz von Conico befinden und von Cartwright Drilling Inc. betrieben werden; die Unterbringung erfolgte in einem Explorationslager vor Ort. Die Bohrgeräte und die dazugehörige Ausrüstung werden bis zum Beginn der geplanten Feldsaison 2023 vor Ort bleiben.


Abbildung 2: Aufschluss von massivem Bleiglanz auf dem Nuldal-Prospekt (die weiße Markierung ist 12,0 cm lang).

Der Mestersvig-Graben ist das auffälligste Merkmal des Projektgebiets, das in einer 15-20 km langen antiklinalen Faltenstruktur inmitten weit verbreiteter Verwerfungen liegt. Der Graben ist 4 km breit und 12 km lang, wobei die westliche Grabenverwerfung die Blyklippen-Mine beherbergt, die zwischen 1956 und 1962 545.000 Tonnen Erz mit 9,3 % Blei und 9,9 % Zink produzierte.

Die Mineralisierung tritt in Form von verwerfungsgesteuerten epithermalen Blei-Zink-Adern mit Silber- und Kupferanteilen auf. Die Mineralisierung befindet sich in Quarzadern, die von der Oberfläche bis in unbekannte Tiefe eine Mächtigkeit von 2-50 m aufweisen. Die Adern stehen größtenteils in Zusammenhang mit den Randverwerfungen des Mestersvig-Grabens, treten aber auch in distaler Richtung auf und sind im gesamten Projektgebiet weit verbreitet. Bei den Erzmineralien handelt es sich in der Regel um massives Sphalerit und Bleiglanz mit geringem Chalkopyrit und Baryt.

Fazit: Wie schon auf seinem Ryberg Projekt ist Conico in der Explorationssaison 2022 auch auf seinem zweiten Projekt in Ostgrönland, Mestersvig, hinter den selbst gesteckten Zielen zurückgeblieben. Der Grund ist für beide Projekte derselbe: Conico hatte, wie vom Unternehmen zwischenzeitlich signalisiert, keine zuverlässige Bohrcrew vor Ort. Deshalb wurden auf Mestersvig insgesamt nur zehn Bohrungen niedergebracht, rund ein Drittel dessen, was sich die Geologen vorgenommen hatten. Das ist einerseits jammerschade und eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen, andererseits bestätigen die erfolgreichen Bohrungen immerhin die Hypothese, dass sich das Blyklippen-Adersystem über Kilometer erstreckt. Die parallele Nuldal-Struktur zeigt zusätzlich, wie prospektiv das Mestersvig Projekt ist. Trotz der missratenen Explorationssaison zeichnet sich ab, dass Mestersvig locker das Zeug für ein Stand-Alone-Projekt für Zn-Pb-Cu-Ag besitzt. Die unternehmerische Frage dürfte sein, wie man die Exploration künftig organisiert und wie man sie am besten finanziert.

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