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Commerzbank: Der Bund greift hart durch - Aktienanalyse




04.04.21 09:17
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Commerzbank-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) unter die Lupe.

Der Bund habe sich jahrelang nicht darum geschert, was bei der Commerzbank vor sich gegangen sei, obwohl man größter Aktionär gegangen sei. Nun greife er seit geraumer Zeit hart durch, aber habe damit bei einigen Kontrolleuren jegliches Vertrauen verspielt. Nachdem der Staat wohl auf den Rückzug von Andreas Schmitz, Ex-Chef der HSBC Trinkhaus und Burkhardt gedrungen habe, würden drei seiner Kollegen entnervt das Handtuch werfen. Wenigstens habe der Bund bereits Ersatz parat.

Es sei wohl ein einmaliger Vorgang: Die Hälfte der Aufsichtsratssitze der Kapitalseite solle neu besetzt werden. Zuerst lege Aufsichtsratschef Hans-Jörg-Vetter aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Dann sei wie erwähnt Schmitz gegangen, der als sein Nachfolger gehandelt worden sei, und nun würden ihm drei weitere Kontrolleure folgen. Nach "Handelsblatt"-Informationen würden Victoria Ossadnik, Rainer Hillebrand und Tobias Guldimann aufhören. Sie würden ihren Rückzug mit der dominaten Rolle des Bundes begründen. Sie sollten zudem für den Verbleib von Schmitz im Gremium votiert haben.

Für die demnächst abzuhaltende Hauptversammlung stünden die Nachfolger schon fest, wie aus einer Ad-hoc-Meldung der Commerzbank hervorgehe. Burkhard Keese, Frank Westhoff, Daniela Mattheus und Caroline Seifert sollten neu in das Kontrollgremium gewählt werden. Sie sollten der Hauptversammlung, die nun statt am 5. am 18. Mai stattfinden sollen, zur Wahl vorgeschlagen werden. Der prominenteste Neuzugang sei dabei Keese, der seit 2019 Finanzchef des Versicherungskonzerns Lloyd's of London sei und vorher das gleiche Amt bei Allianz Deutschland inne gehabt habe. Seifert habe viele Jahre für die Deutsche Telekom gearbeitet, Westhoff sei bis 2017 Vorstand der DZ BANK gewesen. Mattheus berate als Rechtsanwältin kapitalmarktorientierte Unternehmen und sitze im Aufsichtsrat der Autobahn GmbH des Bundes. Eine vierte Person sei noch nicht bekannt. Hans-Jörg Vetter solle wie berichtet durch Helmut Gottschalk an der Spitze ersetzt werden.

Ein nicht genannter Investor bemängele die Art und Weise der Rücktritte. Die Außenwirkung sei katastrophal. Ein anderer sage: "Die Bank ist zum Spielball der Politik geworden." Darauf deute auch die Auswahl der neuen Aufsichtsräte hin. Die Nähe zur Politik sei augenscheinlich. Wenigstens habe das Management um CEO Manfred Knof einen Meilenstein setzen können.

Die Bank habe sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf ein Freiwilligenprogramm für den geplanten Stellenabbau verständigt. Insgesamt rund 1.700 Vollzeitstellen im Inland sollten bis Ende 2021 über das Freiwilligenprogramm abgebaut werden. In einer Ad-hoc-Meldung schreibe die Commerzbank weiter: "Im ersten Quartal 2021 wird die Bank Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 470 Millionen Euro buchen. Ein Großteil resultiert aus dem Freiwilligenprogramm. Insgesamt hatte die Bank im Rahmen der Strategie 2024 angekündigt, rund 1,80 Milliarden Euro für die Restrukturierung aufzuwenden. Inklusive der Rückstellungen für das Freiwilligenprogramm sind damit rund 1,40 Milliarden Euro bereits gebucht."

Das Führungschaos der Commerzbank könnte schneller beendet sein als allgemein vermutet. Trotzdem sei es ein schlechter Stil wie hier agiert werde. Zumindest habe der CEO einen Teil der abzubauenden Stellen bereits mit der Gewerkschaft verhandelt, obwohl das Chaos regiere. Laufe alles wie geplant, wäre auch die Hälfte der zu buchenden Aufwendungen für die Restrukturierung bereits erledigt.

Investierte Anleger sollten dabeibleiben und darauf setzen, dass es nach der wohl demnächst geplanten Hauptversammlung klare Strukturen gebe. Alle anderen sollten abwarten, so Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 01.04.2021)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
5,237 EUR -0,06% (01.04.2021, 22:26)

Xetra-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
5,24 EUR +0,23% (01.04.2021, 17:35)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Eurex Optionskürzel Commerzbank-Aktienoption:
CBK

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) ist die führende Bank für den Mittelstand und starker Partner von rund 30.000 Firmenkundenverbünden sowie rund 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist im Firmenkundengeschäft international in knapp 40 Ländern vertreten. Die Bank konzentriert sich auf den deutschen Mittelstand, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden.

Im internationalen Geschäft begleitet die Commerzbank Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland und Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Privat- und Unternehmerkunden profitieren im Zuge der Integration der comdirect von den Leistungen einer der modernsten Onlinebanken Deutschlands in Verbindung mit persönlicher Beratung vor Ort. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 5,7 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2020 erwirtschaftete die Commerzbank mit knapp 48.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von rund 8,2 Milliarden Euro. (04.04.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
4,943 € 4,961 € -0,018 € -0,36% 14.04./09:13
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000CBK1001 CBK100 5,96 € 2,81 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Fabian Strebin
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
4,939 € -0,72%  09:26
Nasdaq OTC Other 6,50 $ +6,12%  05.04.21
Düsseldorf 4,972 € +0,21%  08:30
Hamburg 4,9895 € +0,21%  08:09
Berlin 4,98 € +0,11%  08:01
München 4,9705 € +0,02%  08:02
Hannover 5,00 € -0,18%  08:01
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