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Commerzbank: Ausblick bestätigt - trotz herausforderndem Umfeld - Aktienanalyse




12.05.22 16:03
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Commerzbank-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt die Aktie der Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, NASDAQ OTC-Symbol: CRZBF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die Erträge hätten im ersten Quartal 2022 über alle operativen Bereiche hinweg zugelegt und auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 12% auf EUR 2,80 Mrd. verzeichnet. Profitiert habe das Institut unter anderem von den Leitzinsanhebungen in Polen. Die Nettozinserträge seien um satte 12% auf EUR 1,40 Mrd. geklettert. Die Provisionserträge hätten um 2% auf EUR 972 Mio. zugelegt. Die Kosten hätten dagegen um 2% auf EUR 1,44 Mrd. gesenkt werden können. Das Verhältnis von Aufwänden zu Erträgen habe sich im Jahresvergleich dadurch von 72,5% auf 63,9% verbessert. Damit schließe Commerzbank allmählich zu den Mitbewerbern auf, die hier meist Quoten von 50% bis 60% ausweisen würden. Mittelfristig peile Commerzbank eine Aufwands/Ertrags-Quote von 60% an. Für das Geschäftsjahr 2022 rechne Commerzbank mit höheren Zins- und Provisionserträgen bei in etwa gleich bleibenden Kosten in Höhe von EUR 6,3 Mrd.

Unter dem Strich habe Commerzbank im ersten Quartal 2022 ein Konzernergebnis von EUR 298 Mio. nach EUR 133 Mio. im Vergleichsquartal des Vorjahres eingefahren, womit die Markterwartungen von im Schnitt EUR 166 Mio. klar übertroffen worden seien. Für das Gesamtjahr 2022 peile man ein Konzernergebnis von mehr als EUR 1 Mrd. an.

Das Risikoergebnis habe im Berichtsquartal wegen höherer Vorsorgen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine mit EUR 464 Mio. negativ zu Buche geschlagen (Q1 2021: minus EUR 149 Mio.). Im Zusammenhang mit Russland habe Commerzbank eine Vorsorge in Höhe von EUR 0,5 Mrd. gebildet. Damit reflektiere das Institut die zu erwartenden Bonitätsverschlechterungen bzw. Ausfälle, welche sich im Zuge der konjunkturellen Verschlechterung ergeben könnten. Nach EUR 570 Mio. im Vorjahr rechne Commerzbank für 2022 mit Risikokosten von insgesamt EUR 700 Mio.

Die Kernkapitalquote (CET1) habe sich im Jahresvergleich von 13,4% auf formidable 13,5% verbessert und liege damit klar über der MDA-Schwelle von aktuell 9,4%, ab der die Vornahme von Gewinnausschüttungen erlaubt sei. Im Jahr 2022 solle die CET1-Quote bei zumindest 13,0% gehalten werden. Commerzbank plane für das Geschäftsjahr 2022 die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen mit einer Ausschüttungsquote von 30%.

Nachdem das Risiko in Russland in der Vergangenheit schon deutlich reduziert worden sei, sei dieses mit einem Netto-Exposure von EUR 1,3 Mrd. bzw. 0,4% des Gesamtexposures überschaubar. Zusätzlich habe Commerzbank ein Exposure von EUR 0,6 Mrd., welches sich aus Vorfinanzierungen für Rohstoffexporte ergebe. Das Exposure in der Ukraine liege bei unter EUR 0,1 Mrd. In Russland beschäftige das Institut 135 Mitarbeiter und begleite deutsche mittelständische sowie internationale Unternehmen in ihren Geschäftsbeziehungen. Mit Blick auf die Sanktionen beabsichtige Commerzbank kein Neugeschäft mehr in Russland zu tätigen, sondern nur noch bestehende Transaktionen abzuwickeln. Aufgrund der volatilen Situation habe man noch keine Auswirkungen in der Finanzplanung einkalkuliert.

Commerzbank sei der Net-Zero Banking Alliance von UNEP FI, der Finanz-Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, beigetreten. Damit verpflichte sich Commerzbank, den CO2-Ausstoß bestmöglich zu reduzieren. Ziel sei eine auf netto null reduzierte CO2-Bilanz des gesamten Kredit- und Investmentportfolios der Bank bis spätestens 2050. Die CO2-Intensität des Energieerzeugungs-Kreditportfolio solle bereits bis 2030 um 75% und die des Automobilhersteller-Portfolios um mehr als 45% verringert werden. Das Volumen nachhaltiger Finanzprodukte solle von EUR 194 Mrd. im Vorjahr bis Ende 2022 auf EUR 207 Mrd. steigen. Bis spätestens 2025 solle das Volumen von nachhaltigen Finanzprodukten auf EUR 300 Mrd. anwachsen, was bei einer Bilanzsumme von zuletzt EUR 473 Mrd. durchaus beachtlich sei.

Commerzbank habe im Jahr 2021 wie seine Mitbewerber von der post-Covid-Konjunkturerholung sowie der durchaus freundlichen Finanzmarktentwicklung profitiert. Mit Blick auf die bevorstehende Zinswende in der Eurozone und der zu erwartenden Abkehr von negativen Einlagezinsen würden die Analysten der RBI die Ertragsaussichten für das zweitgrößte deutsche Geldhaus positiv stimmen.

Nachdem sich die EZB bislang sehr zurückhaltend und zögerlich in puncto Rückkehr zur geldpolitischen Normalität gegeben habe, scheine die mittlerweile galoppierende Inflation auch in den Augen der Währungshüter nicht mehr nur einen temporären Charakter zu haben. Der Kriegsausbruch in der Ukraine werde nicht nur den Inflationsdruck verstärken, sondern berge auch ein erhebliches Risiko für die konjunkturelle Entwicklung, insbesondere wenn sich die Sanktionsspirale noch weiterdrehe. Selbst im Falle eines Waffenstillstands würden die Analysten der RBI mit keiner raschen Rücknahme der gegen Russland erhobenen Sanktionen und daher einem länger andauernden konjunkturdämpfenden Effekt rechnen. Dieser treffe vor allem auch die deutsche Exportwirtschaft, wo die Commerzbank für viele Unternehmen ein wichtiger Partner sei.

Insofern bestätigt Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, trotz der verbesserten Ertragsaussichten im Lichte der Zinswende und der attraktiven Bewertung seine Empfehlung für die Commerzbank-Aktie mit "halten". Das Kursziel von EUR 6,60 (zuvor: EUR 7,14) basiere auf einem Dividend-Discount-Modell und die Zahlen auf Konsensschätzungen. (Analyse vom 12.05.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen
Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
6,18 EUR +0,16% (12.05.2022, 15:58)

XETRA-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
6,152 EUR -1,85% (12.05.2022, 15:47)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

NASDAQ OTC-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, NASDAQ OTC-Symbol: CRZBF) ist die führende Bank für den Mittelstand und starker Partner von rund 28.000 Firmenkundenverbünden sowie rund 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist im Firmenkundengeschäft international in knapp 40 Ländern vertreten. Die Bank konzentriert sich auf den deutschen Mittelstand, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden.

Im internationalen Geschäft begleitet die Commerzbank Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland und Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Privat- und Unternehmerkunden profitieren im Zuge der Integration der Comdirect von den Leistungen einer der modernsten Onlinebanken Deutschlands in Verbindung mit persönlicher Beratung vor Ort. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 5,5 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2021 erwirtschaftete die Commerzbank mit rund 46.500 Mitarbeitern Bruttoerträge von rund 8,5 Milliarden Euro. (12.05.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000CBK1001 CBK100 9,51 € 5,01 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Stuttgart 7,228 € +5,43%  21:30
Frankfurt 7,192 € +5,08%  21:20
Düsseldorf 7,19 € +3,75%  19:00
Hamburg 7,184 € +3,13%  15:31
Xetra 7,18 € +2,28%  17:29
München 7,13 € +2,27%  15:04
Hannover 7,00 € +1,45%  09:00
Berlin 7,046 € +1,15%  12:06
Nasdaq OTC Other 6,32 $ -2,77%  02.05.22
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