Weitere Suchergebnisse zu "Citigroup":
 Aktien      Fonds      Futures    


Kolumnist: Miningscout.de

Citigroup: Rohstoffe kosten dieses Jahr 5,2 Billionen USD mehr




23.06.22 10:20
Miningscout.de

Die globale Rohstoffkrise hat das Zeug, das Niveau der 70er Jahre zu erreichen. Davon ist die Citigroup überzeugt. Wie die Bank laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in einem aktuellen Bericht mitteilt, werden die Rohstoffkonsumenten weltweit an Produzenten von Rohstoffen in diesem Jahr 5,2 Billionen USD mehr zahlen als noch im Jahr 2019. Grund dafür sind die stark angestiegenen Rohstoffpreise.


Globale Rohstoffrechnung steigt um 5,2  Billionen USD

Der Anstieg der Ausgaben für Rohstoffe entspricht demnach 5 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Dabei muss dies noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange bedeuten.


Wie die Citigroup weiter nachgerechnet hat, könnte der Preisaufschlag sich global auf 6,3 Billionen USD summieren, was 6,2 % des globalen BIP entspräche. Dazu kommt es laut der Szenariorechnung des Hauses, falls  sich an den derzeit am Terminmarkt gehandelten Preisen in der zweiten Jahreshälfte nichts ändert.


Ob nun 5,2 oder 6,3 Billionen USD: In jedem Fall handelt es sich der Citigroup zufolge um einen Schock, der mit der Ölkrise Anfang der 70er Jahre vergleichbar ist. Die Analysten warnen: Je länger die Phase der hohen Preise andauere, desto größer seien die negativen Auswirkungen auf die Verbraucher, das weltweite Wirtschaftswachstum und die Aktienmärkte.


Europa und Emerging Markets besonders anfällig

Die Auswirkungen der hohen Rohstoffpreise treffen nicht alle Wirtschaftsräume gleich. Als besonders anfällig betrachtet die Citigroup Europa und einige Schwellenländer. Diese Länder könnten besonders stark unter Wachstumseinbrüchen leiden, sollte das Preisniveau anhalten. Einige südamerikanische Währungen könnten dagegen sogar profitieren.


Europa werde in einem Szenario langfristig hoher Rohstoffpreise mit einer besonders hohen Wahrscheinlichkeit in die Rezession schlittern. Auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produktion würde den Analysten zufolge stark beeinträchtigt. Die Inflation reduziere das verfügbare Realeinkommen der europäischen Haushalte aktuell bereits um 2 % pro Jahr.


Citi weist ausdrücklich darauf hin, dass es bei jedem Rohstoffboom Gewinner und Verlierer gebe. Die Gesamtauswirkungen für den Konsum und das globale Wachstum seien jedoch insgesamt negativ.


Steigende Zinsen als zusätzliche Belastung

Dass Europa stark von der Rohstoffkrise betroffen ist, liegt an den hohen Importen bei gleichzeitig geringen eigenen Vorkommen. Länder mit eigenen Aktivitäten im Rohstoffbereich können die steigenden Preise gesamtwirtschaftlich zum Teil ausgleichen.


Wie deutlich sich dies bemerkbar macht, zeigt ein Blick auf die Entwicklung des DAX im Vergleich zum britischen Leitindex FTSE100. Während letzterer seit Jahresbeginn lediglich um 4,7 % zurückgegangen ist, verlor der deutsche Leitindex mehr als 17 %. Im britischen Index sind viele Rohstoffunternehmen enthalten.


Europa könnte – ebenso wie viele Schwellenländer – auch unter der Zinswende leiden. Insbesondere wird bei einem steigenden Zinsniveau ein Anstieg der Risikoprämie für Staatsanleihen bestimmter Länder befürchtet. Schwellenländer leiden bei einem Zinsanstieg im US-Dollar häufig unter einer Abwertung ihrer Währung und steigenden Ausgaben für den Schuldendienst.


Argentinien erwartet Exportrekord – Währung wertet trotzdem ab

Die Auswirkungen der Rohstoffpreise auf Währungen richten Sie nach diversen Parametern – etwa den Konditionen laufender Verträge, der Auslandsverschuldung etc. Ein Beispiel für die Komplexität der Situation ist Argentinien.


Das südamerikanische Land erwartet in diesem Jahr einen Rekordexport in Höhe von 90 Milliarden USD. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies einem Anstieg um 38 %. Hohe Preise gibt es für verschiedene argentinische Exportgüter wie Soja, Weizen und Mais.


In Argentinien befinden sich zudem bedeutende Lithiumvorkommen, an deren Erschließung viele internationale Unternehmen arbeiten und die ebenfalls die Exporte mittelfristig ankurbeln könnten.


Allerdings herrscht in Argentinien eine chronische Devisenknappheit. Das Land benötigt dringend mehr Exporterlöse, um Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einzuhalten. Der argentinische Peso hat seit Jahresbeginn gegenüber dem Euro deutlich abgewertet. Wurden zum Jahreswechsel für einen Euro noch rund 117 Peso bezahlt, sind es aktuell 130.



Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte

Die hier angebotene Berichterstattung stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar und ist weder explizit noch implizit als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die hanseatic stock publishing UG und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Berichterstattung dient ausschließlich der Leserinformation und stellt zu keinem Zeitpunkt eine Handlungsaufforderung dar. Zwischen derhanseatic stock publishing UG und den Lesern der von ihr veröffentlichten Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich die Berichterstattung ausschliesslich lediglich auf die jeweils genannten Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung bezieht. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der hanseatic stock publishing UG Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Ferner kann zwischen den hier erwähnten Unternehmen und der hanseatic stock publishing UG ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen oder bestanden haben, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt besteht. Da wir zu keinem Zeitpunkt ausschliessen können, dass auch andere, Medien, Research- und Börseninformationsdienste die von uns erwähnten Werte im gleichen Zeitraum besprechen, kann es zu einer symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Mitarbeiter des Herausgebers halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Aktien oder Aktien-Optionen des besprochenen Wertpapieres. Eine Veränderung, Verwendung oder Reproduktion dieser Publikation ohne eine vorherige schriftliche Zustimmung von derhanseatic stock publishing UG (haftungsbeschränkt) ist untersagt. Bitte lesen Sie auch unseren Disclaimer: https://www.miningscout.de/disclaimer-agb/.


Laut §34b WpHG möchten wir darauf hinweisen, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter derhanseatic stock publishing UG Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner kann zwischen den hier erwähnten Unternehmen und der hanseatic stock publishing UG ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen oder bestanden haben, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt gegeben sein kann.



powered by stock-world.de




 

Finanztrends Video zu DAX


 
hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
51,66 $ 51,26 $ 0,40 $ +0,78% 05.08./22:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US1729674242 A1H92V 74,64 $ 43,44 $
Werte im Artikel
51,66 plus
+0,78%
-    plus
0,00%
-    plus
0,00%
13.574 minus
-0,65%
7,50 minus
-1,32%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
50,64 € +1,22%  05.08.22
Düsseldorf 50,68 € +1,36%  05.08.22
Xetra 50,76 € +0,89%  05.08.22
Hamburg 51,04 € +0,87%  05.08.22
AMEX 51,67 $ +0,83%  05.08.22
NYSE 51,66 $ +0,78%  05.08.22
Nasdaq 51,66 $ +0,78%  05.08.22
Frankfurt 50,67 € +0,34%  05.08.22
Hannover 50,01 € -1,17%  05.08.22
München 50,01 € -1,17%  05.08.22
Berlin 50,01 € -1,19%  05.08.22
Stuttgart 50,02 € -1,24%  05.08.22
  = Realtime
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
Antw. Thema Zeit
24172 Citigoup - wann einsteigen ? 15.07.22
3 Optionschein 25.04.21
10 Meinung US Bankaktien (Citigro. 25.04.21
172 DOW & NASDAQ Einzelwertet. 25.04.21
1 CIT GROUP......???? 25.08.14
RSS Feeds




Bitte warten...