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China: Industrieproduktion wieder zurück auf Vor-Corona-Niveau




20.11.20 14:35
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Chinas Industrieproduktion hat den pandemiebedingten Einbruch komplett aufgeholt und auch der Dienstleistungsbereich ist nicht mehr sehr weit davon entfernt, so die Analysten der Raiffeisen Capital Management im aktuellen em-report.

Der fiskalische und geldpolitische Stimulus in China dürfte zwar seinen Zenit erreicht haben, doch das werde sich vermutlich erst im zweiten Halbjahr 2021 in der Wachstumsdynamik zeigen. Bis dahin dürften die Maßnahmen von Regierung und Notenbank der Volkswirtschaft noch kräftigen Rückenwind liefern. Das Kreditwachstum liege recht stabil bei knapp 14% und scheine zuletzt vor allem vom Unternehmenssektor getragen worden zu sein. Chinas Führung habe abermals Optimismus trotz aller gegenwärtigen Herausforderungen verbreitet und sehe das Land auf gutem Weg, bis 2035 das Pro-Kopf-Einkommen zu verdoppeln. Das würde rund 4,7% jährliches reales Wirtschaftswachstum für die kommenden 15 Jahre implizieren. Zugleich sei davon auszugehen, dass auch eine von den Demokraten geführte Administration in Washington die Politik von Trump gegenüber China im Grundsatz fortsetze, wenn auch vielleicht mit etwas anderen Maßnahmen und veränderter Rhetorik. Vor allem dürften die USA weitere Barrieren rund um Schlüsseltechnologien und strategisch wichtige Wirtschafts- und Technologiebereiche aufbauen bzw. vorhandene verstärken.

Starke Marktbewegungen habe es zuletzt vor allem bei den großen chinesischen Technologiewerten gegeben: Diese seien kräftig unter Druck geraten. Zum einen sei dies der bereits angesprochenen Sektorrotation im Zusammenhang mit den positiven Impfstoff-Nachrichten geschuldet gewesen. Zum anderen hätten die Aktien sehr negativ auf verstärkte Regulierungsmaßnahmen der Regierung reagiert. Diese könnten zumindest zeitweilig Wachstum und vor allem Profitabilität der großen chinesischen Internetfirmen belasten. Zugleich sei es aber nicht das Anliegen Pekings, diesen Sektor zu schwächen, sondern im Gegenteil, er spiele eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklungsstrategie. Es gehe der Führung Chinas wohl eher darum, etwaige Machtkonzentrationen und Stabilitätsrisiken einzudämmen und die Kontrolle über die Entwicklung zu behalten.

Die chinesischen Aktien hätten im Oktober gegen den Trend leicht zugelegt (H-Aktien in Hongkong +3,9%) bzw. sie sich (A-Aktien auf dem Festland) behauptet. Im Gegenzug seien sie in der ersten Novemberhälfte deutlich hinter der globalen Aktienrally zurückgeblieben, was vor allem den angesprochenen Kursverlusten bei den großen Internetwerten geschuldet gewesen sei. In diesem Zusammenhang sei festzuhalten, dass die bisherige Outperformance chinesischer Aktien in diesem Jahr ausschließlich auf die drei großen chinesischen Unternehmen der Branche (Alibaba, Tencent und Meituan) zurückzuführen sei. (em-report Ausgabe November 2020) (20.11.2020/ac/a/m)





 
 
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