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China-Aktien an US-Börsen auf Talfahrt




25.05.22 10:39
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Die an US-Börsen gelisteten China-Aktien Alibaba (ISIN: US01609W1027, WKN: A117ME, Ticker-Symbol: AHLA, NYSE-Symbol: BABA), BAIDU (ISIN: US0567521085, WKN: A0F5DE, Ticker-Symbol: B1C, NASDAQ-Symbol: BIDU), JD.com (ISIN: US47215P1066, WKN: A112ST, Ticker-Symbol: 013A, NASDAQ-Symbol: JD), Pinduoduo (ISIN: US7223041028, WKN: A2JRK6, Ticker-Symbol: 9PDA, NASDAQ-Symbol: PDD) oder Weibo (ISIN: US9485961018, WKN: A110V7, Ticker-Symbol: 2WBA, NASDAQ-Symbol: WB) haben am Dienstagabend allesamt ordentlich im Minus geschlossen, so Benedikt Kaufmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Ein Grund dürfte dabei sicherlich die nach der Snap (ISIN: US83304A1060, WKN: A2DLMS, Ticker-Symbol Deutschland: 1SI, NYSE-Symbol: SNAP)-Warnung grassierenden Konjunktursorgen sein. Viel entscheidender sei aber, dass die US-Börsenaufsicht weiterhin Probleme bei der Prüfung der Geschäftsabschlüsse sehe.

In einem Statement auf der Seite der US-Börsenaufsicht habe die SEC-Direktorin für Internationale Angelegenheiten, YJ Fischer, erklärt, dass es weiterhin Schwierigkeiten bei der Prüfung der Geschäftsabschlüsse chinesischer Unternehmen gebe. Noch immer habe das Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB), welches die Auditoren im öffentlichen Auftrag überwache, keinen vollständigen Zugang zu den Abschlussprüfungen, so Fischer.

Zwar gebe es laut der SEC-Direktorin produktive Gespräche mit den chinesischen Verantwortlichen, die Zeit laufe jedoch ab. Denn die an US-Börsen gelisteten chinesischen Wertpapiere könnten bereits Anfang 2023 Handelsverboten unterliegen. Selbst wenn es zu einer Einigung käme, wäre dies nur der erste Schritt, damit die PCAOB auch rechtzeitig ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen könnte, so Fischer.

Aktuell dürften chinesische Unternehmen aus Gründen der nationalen Sicherheit keine als vertraulich eingestuften Finanzdokumente mit ausländischen Behörden teilen. Chinas Börsenaufsicht habe Anfang April allerdings mitgeteilt, dass dies nicht mehr zeitgemäß sei und man plane, die jeweiligen Vorschriften anzupassen.

Das Statement der SEC-Direktorin mit der Warnung, dass die Zeit bald ablaufe, habe die Aktien von Alibaba (-4,8%), BAIDU (-6,7%), JD.com (-7,0%), Pinduoduo (-8,6%) und Weibo (-4,6%) am Dienstag zusätzlich unter Druck gesetzt. Die Papiere der an US-Börsen gelisteten chinesischen Firmen würden damit sehr volatil bleiben. Zudem könne das Risiko eines Handelsverbotes nur schwer abgeschätzt werden. Anleger sollten daher auf ein Investment verzichten.

Hinweis:

Der Handel mit Anteilen chinesischer Unternehmen ist mit erheblichen politischen und rechtlichen Unsicherheiten verbunden. Für Anleger besteht ein erhöhtes Totalverlustrisiko. (25.05.2022/ac/a/m)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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