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Kolumnist: Sven Weisenhaus

Chart-Check: DAX, Dow Jones, FMC, Credit Suisse und Microsoft




09.04.14 15:04
Sven Weisenhaus

Der Chefredakteur des kostenlosen Börsennewsletters „Geldanlage-Brief“, Sven Weisenhaus, hat in der vergangenen Woche ein Interview für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF gegeben. In der Sendung „Börse Live“ ging es am Donnerstag unter anderem um eine Bewertung der charttechnischen Lage der Indizes DAX und Dow Jones.


Charttechnisch interessante Konstellationen, spannende Entwicklungen und günstige Bewertungen

Daneben wurde über Aktien gesprochen, bei denen es charttechnisch interessante Konstellationen, zum Teil auch fundamental spannende Entwicklungen oder günstige Bewertungen gibt.


Günstig bewertet erscheint uns zum Beispiel Fresenius Medical Care (FMC), bei Microsoft gibt es im Bereich mobile Betriebssysteme eine spannende Entwicklung und bei Credit Suisse haben wir es mit einem engen Kurskorridor zu tun, der bald zu einer dynamischen Entwicklung führen kann.


Wir haben daher die Aussagen aus dem Interview für Sie niedergeschrieben und geben Ihnen diese inklusive der dazu passenden Charts nachfolgend wider.


Frage 1: EZB
Der denkwürdige Donnerstag mit der EZB-Entscheidung von Mario Draghi heute um 13:45 Uhr. Was erwarten Sie denn?

Ich glaube nicht, dass es eine Zinssenkung geben wird. Die EZB wird ihre abwartende Haltung beibehalten.


Frage 2: DAX
Wir schauen jetzt erst mal auf den DAX, wie er vielleicht reagieren könnte. Wobei die Charttechnik wahrscheinlich da nicht wirklich drauf schaut?

Charttechnisch haben wir es im DAX derzeit mit zwei relevanten Entwicklungen im DAX zu tun. Da wären einerseits Seitwärtskonsolidierungen (gelbe Rechtecke im folgenden Chart), die im Rahmen der jüngsten Aufwärtsbewegung stattgefunden haben, hier im Chart mit gelben Rechtecken markiert. Und diese Konsolidierungen sprechen anschließend für weiter steigende Kurse. Demnach hätten wir also weiteres Kurspotential nach oben.


DAX -
        Target-Trend-Chart


Aber wir sehen auch, dass wir es mit einer größeren bzw. längerfristigen Flaggenformation zu tun haben. Und im Rahmen dieser Formation haben wir es mit fallenden Kursen zu tun.


Insofern haben wir hier eine Patt-Situation aus charttechnischer Sicht, so dass letztendlich die EZB heute den Ausschlag geben könnte.


Frage 3: DAX
Was oder welches Szenario ist denn für Sie wahrscheinlicher? Kann das die Charttechnik in irgendeiner Form voraussagen?

Aufgrund der Patt-Situation gibt es hier überhaupt keinen Hinweis darauf, in welche Richtung es weitergehen könnte. Wir haben natürlich Chartmarken, an denen man sich orientieren kann. Also wenn beispielsweise die 9.633 Punkte heute nachhaltig nach oben hin überwunden werden können, dann ist dies ein klares Anzeichen dafür, dass wir zunächst noch weiter Luft nach oben haben. Sollte es unter 9.575 Punkte gehen, dann spricht das eher dafür, dass wir es mit weiter fallenden Kursen zu tun haben werden.


Frage 4: Dow Jones
Dann wollen wir auf den amerikanischen Markt schauen und auf den Dow Jones. Der hat ja so kurz vor seinem Allzeithoch dann geschlossen. 16.588 das Allzeithoch, wird er das knacken können heute vielleicht?

Auch hier sieht man im Bereich von unter 16.505 Punkten, dass es zunächst zu einer Korrektur gekommen ist, die jetzt nach oben hin aufgelöst wurde. Also der Sprung auf über 16.505 Punkte spricht hier eher für weiter steigende Kurse.


Dow Jones
        - Chartanalyse


Das heißt, das Allzeithoch wäre jetzt noch zu knacken. Wenn dies gelingt, dann haben wir es hier mit längerfristigen Aufwärtstrendkanälen zu tun und einem Kurspotential bis auf über 17.000 Punkte.


Ich weiß nicht, wie stark sich die amerikanischen Märkte noch an europäischen Ereignissen orientieren - das tun sie ja in der Regel selten - von daher haben wir es hier eher mit einem bullishen Szenario zu tun.


Frage 5: Dow Jones
Ich habe im Chart kein Abwärtspotential gesehen. Also das ist kein Szenario?

Doch, durchaus! Wenn wir es jetzt mit einem Rückfall unter 16.505 Punkten zu tun bekommen, dann hätten wir es mit einem Fehlausbruch zu tun, und das würde Abwärtspotential bis auf 15.900 Punkte bringen - da verläuft derzeit ein etwas kurzfristigerer Aufwärtstrendkanal, hier im Chart gelb eingezeichnet. Und darunter sieht man, dass weiteres Abwärtspotential vorhanden wäre, weil wir es dann mit zwei weiteren, etwas längerfristigen Aufwärtstrends zu tun hätten.


Frage 6: Fresenius Medical Care (FMC)
Wir gucken noch auf eine Aktie, auf Fresenius Medical Care. Wie schaut es denn hier aus?

Da schwächelte zuletzt die Ergebnisentwicklung. Und diese fundamentale Entwicklung kann man auch im Chart ablesen. Wir haben hier einen sehr steilen Aufwärtstrend gehabt seit dem Ende der Finanzkrise 2009, der bis 2012 angehalten hat. Seitdem konsolidiert die Aktie etwas abwärts.


Fresenius
        Medical Care - Chartanalyse


Aber das könnte man auch als Flaggenformation bezeichnen, und diese wird langfristig nach oben aufgelöst. Das heißt, wir haben es hier mit einer Konsolidierung im Aufwärtstrend zu tun.


Ich hatte diese Aktie hier schon einmal analysiert und damals gesagt, bei 45 Euro würde ich hier zugreifen. Zwischenzeitig wurde das Kursziel fast erreicht. Wenn es noch mal ein Stück abwärts geht im Rahmen der Flagge, dann heißt es für mich „Kaufen!“.


Hier ist auch die fundamentale Bewertung noch vollkommen in Ordnung. Hier liegt noch Potential nach oben vor. Wir haben ein KUV von unter 1 und das KGV bei nur rund 11. Also hier kann man noch wirklich zugreifen.


Frage 7: Fresenius Medical Care (FMC)
Bis wohin geht das Potential nach oben?

Weit über 60. Wenn die Flagge nach oben hin aufgelöst wird, dann setzt sich der Aufwärtstrend, der vor der Flagge stattgefunden hat, fort – da lag das Hoch bei ziemlich genau 60 Euro – und wenn die Aktie wieder Schwung aufnimmt, dann sollte dieses Hoch locker überwunden werden.


Frage 8: Credit Suisse
Dann gucken wir noch auf die Bankenlandschaft. Commerzbank, Deutsche Bank – die waren gesucht hier in Deutschland. Ist die Credit Suisse auch ein Kauf?

Wo Sie die Deutsche Bank erwähnen, die läuft schon seit Ewigkeiten nur seitwärts. So eine Bewegung lässt sich in der Credit Suisse auch ablesen. Wir haben hier ein Seitwärtsgeschiebe, kurz zuvor hatten wir eine kleinere Aufwärtsbewegung, die recht dynamisch ablief. Hier könnte man also auch von einer Konsolidierung sprechen innerhalb des Aufwärtstrends bzw. innerhalb eines gerade begonnenen Aufwärtstrends, weil wir es hier mit einer Trendwende zu tun haben könnten, die im Sommer 2012 gestartet ist.


Credit
        Suisse - Chartanalyse


Wenn die Marke von 25 Euro, vielleicht ein Stückchen höher, gebrochen werden kann, dann besteht weiteres Potential nach oben. Allerdings haben wir hier auch eine klare Marke die gehalten werden muss bei 21,8 Euro. Wenn die gebrochen wird, dann könnte es noch mal dynamisch nach unten gehen, weil dann der Aufwärtstrend beendet worden wäre.


Wir haben es hier mit einem leicht steigenden Dreieck zu tun, was man auch als bearishe Formation werten könnte.


Frage 9:
Also ein enger Korridor, hier ist also Vorsicht geboten?!

Ja, hier sind klar sehr enge Chartmarken, die man im Auge behalten kann. Und wenn die gebrochen werden, egal ob nach oben oder nach unten, dann könnte eine neue dynamische Bewegung auf jeden Fall anstehen.


Frage 10: Microsoft
Dann wollen wir noch auf Microsoft schauen. Der Vorstandsvorsitzende baut ja kräftig um und das Unternehmen aus. Zeigt das denn auch Wirkung im Chart?

Ich will Microsoft mal als Sparkasse bezeichnen, denn hier ist lange Zeit nicht viel passiert. Microsoft hat einige Trends verschlafen und entsprechend hat sich auch die Aktie über Jahre in einem breiten Korridor nur seitwärts bewegt. Jetzt erkennt man einen Ausbruch auf über 25 Euro, der bereits auf 30 Euro geführt hat.


Microsoft
        - Chartanalyse


Daran kann man erkennen, die Anleger haben wieder Hoffnung, dass sich Microsoft so langsam bewegt. Im Tablet-Markt soll das Betriebssystem kostenlos, ähnlich wie Android, angeboten werden. Hier will Microsoft unbedingt Marktanteile hinzugewinnen – und das ist auch dringend nötig bei Marktanteilen von aktuell glaube ich nur 3% im mobilen Betriebssystemmarkt.


Allerdings keilt sich die Aufwärtsbewegung ein. Also rein aus charttechnischer Sicht sieht die Aufwärtsbewegung nicht richtig schön aus. Hier könnte es noch mal einen stärkeren Rücksetzer geben, der so bis auf 26 Euro zurückführen kann.


Aber grundsätzlich scheint die Bewegung derzeit aufwärtsgerichtet zu sein, so dass man bei 26/27 Euro durchaus wieder zuschlagen kann.


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Xetra 134,10 € +0,39%  17:35
Düsseldorf 134,14 € +0,34%  17:06
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München 134,24 € +0,34%  17:14
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