Kolumnist: Sven Weisenhaus

C.A.T. Oil AG - Wettbewerbsvorteile spiegeln sich im Wachstum und im Aktienkurs wider




04.07.13 08:46
Sven Weisenhaus

Kurzportrait


 


C.A.T. oil ist nach eigenen Angaben eines der ersten und führenden Ölfeld-Service-Unternehmen in Russland und der GUS. Das Unternehmen hat sich auf Dienstleistungen spezialisiert, die sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Öl- und Gasformationen die Produktivität erheblich steigern. Der Konzern offeriert mit seinen rund 2.600 Mitarbeitern Dienstleistungen, mit denen die Lebensdauer von Öl- und Gasquellen verlängert und die Ausschöpfung optimiert werden kann.


 


Bereits Anfang der neunziger Jahre war die C.A.T. oil Gruppe eines der ersten westlichen Unternehmen, das die öl- und gasfördernde Industrie in Russland und den GUS-Staaten nach dem Ende der Sowjetunion mit spezialisierten Dienstleistungen unterstützt hat. Die daraus entstandenen, langjährig gewachsenen Kundenbeziehungen zu bedeutenden Öl- und Gasproduzenten in der Region begründen heute einen wichtigen Wettbewerbsvorteil des Unternehmens. Zu den Kunden zählt das Unternehmen unter anderen renommierte Gesellschaften wie LUKOIL, ROSNEFT, TNK-BP oder GAZPROM.


 


 


Geschäftsentwicklung


 


Im ersten Quartal 2013 konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte 31,3 Prozent von 75,3 auf 98,9 Mio. Euro gesteigert werden.


Das Bruttoergebnis vom Umsatz legte dabei sogar um 87,6 Prozent zu.


Das EBITDA legte von rund 14 auf glatt 24 Mio. Euro um 71,9 Prozent zu.


Noch stärker wuchs das Konzernergebnis, welches von 2,5 auf 7,2 Mio. Euro um ganze 187,5 Prozent anstieg.


Beim Ergebnis je Aktie bedeutet dies einen Anstieg von 0,051 auf 0,147 Euro (+188 Prozent).


 


 


Geschäftsplan


 


Die Bilanz der ersten drei Monate des Jahres zeichnet ein klares Bild: C.A.T. oil erzielte ein weiteres Rekordquartal und setzt den Trend, sowohl Ergebnis als auch Marktanteil deutlich zu steigern, konsequent fort.


 


2013 soll im Zeichen beschleunigten Wachstums stehen. Den Grundstein dafür wird ein Investitionsprogramm in Höhe von EUR 45 Millionen legen. Die Kapazitäten im Sidetracking und Fracturing sollen um rund 30 bzw. 10 Prozent ausgebaut werden.


 


Eine sehr gute Ausschreibungssaison 2013, das Rekordergebnis des ersten Quartals und eine hohe Nachfrage nach dem Leistungsangebot des Unternehmens bekräftigten einen sehr positiven Ausblick auf das Gesamtjahr 2013.


 


Der Auftragsbestand lag Ende Mai bei rund 400 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 38 Prozent gegenüber Ende Mai 2012. Im laufenden Geschäftsjahr sollen damit die Umsatzerlöse zwischen 405 und 425 Mio. Euro liegen (2012: 336,8 Mio. Euro). Dabei soll ein EBITDA von 95 bis 105 Mio. Euro erzielt werden (2012: 80 Mio. Euro).


 


 


Bewertung


 


Bei einer Aktienanzahl von 48,9 Mio. und einem aktuellen Aktienkurs von rund 12,1 Euro bringt das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 592 Mio. Euro auf die Waage.


 


Das Ergebnis pro Aktie (EPS) lag im ersten Quartal 2013 0,147 Euro. Damit scheint es sehr wahrscheinlich, dass der Jahreswert für das Geschäftsjahr 2012 von 0,431 Euro (2011: 0,138 Euro) erneut deutlich übertroffen wird. Ein Wert von 0,74 Euro pro Aktie wird erwartet im Gesamtjahr 2013. Daraus errechnet sich ein aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,4, was auf den ersten Blick nicht gerade günstig erscheint. Da das Gewinnwachstum jedoch sehr hoch ist, errechnet sich ein Kurs-Gewinnwachstums-Verhältnis (PEG) von lächerlich niedrigen 0,23.


 


Am 25.04.2013 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 14.06.2013


vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,25 Euro je Aktie auszuschütten. Dies entspricht 58 Prozent des erzielten Gewinns 2012 und bedeutet eine Dividendenerhöhung um 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


Die Anleger werden also am Geschäftserfolg und auch am Gewinnwachstum beteiligt, mit einer Dividendenrendite in Höhe von immerhin 2 Prozent.


 


Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) liegt für das Jahr 2012 bei moderaten 1,34.


 


Das Eigenkapital betrug zum Ende des 1. Quartals 2013 rund 255 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ist mit 65,6 Prozent extrem solide.


 


Die liquiden Mittel belaufen sich auf etwas mehr als 34,8 Mio. Euro.


 


Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liegt bei einem prognostizierten Umsatz von 405 Mio. Euro bei vorsichtig berechneten 1,45. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist aber wenig aussagekräftig, weil Aktionäre auf Gewinne abzielen. Der Umsatz sagt wenig über die Ertragskraft eines Unternehmens aus. Lediglich die Umsatzentwicklung wäre einen Blick wert. Lagen die Umsätze 2011noch bei nur 229 Mio. Euro, so könnten sie sich in diesem Jahr auf 425 Mio. Euro erhöhen, womit sie in nur 2 Jahren um 85 Prozent gestiegen wären.


 


 


Chartanalyse


 


Der Kursverlauf der Aktie ist ähnlich berauschend wie die Geschäftsentwicklung. Stand die Aktie Mitte April noch bei nur rund 7 Euro, so legte sie innerhalb von nur gut 2,5 Monaten bis heute auf über 12 Euro bzw. um mehr als 70 Prozent zu.


 



 



Ist bei einem solchen Kursanstieg überhaupt noch Luft nach oben? Hier hilft ein Blick auf einen längerfristigen Chart. Im Jahre 2007 stand der Kurs schon einmal bei über 25 Euro, weshalb auch jetzt noch eine Kursverdopplung nötig wäre um dieses Niveau zu erreichen.


 



 



Lange lief der Kurs nach einem dramatischen Absturz nur seitwärts. Doch dann beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung und es kam zu einem wichtigen Ausbruch über die Marke von rund 9 Euro.


Wenn man sich nun für einen Kauf der Aktie entscheiden sollte, dann wäre eine Absicherung unterhalb dieser Marke sinnvoll.


 


Zwar könnte es durchaus noch im Rahmen der aktuellen Gesamtmarktschwäche zu einem Rückfall auf dieses Niveau kommen, im Idealfall würde sich dort aber nur der Ausbruch bestätigen und sich die Aufwärtsbewegung dann fortsetzen.


 


Defensive Anleger können einen solchen Rückfall abwarten, grundsätzlich bietet sich ein Kauf aber wegen der günstigen Bewertung auch jetzt schon an.


 


Alternative Investments


 


Auf diesen Basiswert gibt es leider nur gehebelte Knock-Out-Produkte. Wer also einen spekulativen Charakter hat, der kann auch gehebelt auf steigende Kurse setzen.


 


Anbieten könnte sich ein Zertifikat, welches eine Knock-Out-Schwelle unterhalb des Ausbruchsniveaus (9,19 Euro) hat. Hier könnte das Open-End-Turbo-Zertifikat von HSBC Trinkaus & Burkhardt mit der ISIN DE000TB55RK0 in Frage kommen. Die Knock-Out-Schwelle liegt derzeit bei 8,0285 Euro. Der Hebel beträgt 2,84.


 


Handeln Sie solche Wertpapiere aber nur, wenn Sie sich genau mit deren Funktionsweise auskennen, da hier ein hohes Verlustrisiko vorhanden ist bis hin zum Totalverlust!


 


Fazit


 


Das Unternehmen tummelt sich in einem interessanten Markt, welcher über die nächsten Jahre trotz der Tendenz zu regenerativen Energien weiterhin stetiges Wachstum verspricht. Zudem erscheint das Geschäft wenig konjunkturabhängig.


Die Bewertung des Unternehmens ist angesichts des geplanten Wachstums fast lächerlich niedrig. Und charttechnisch ist gerade erst ein Ausbruch über einen wichtigen Widerstand erfolgt.


Es gibt also kaum Argumente, die gegen einen Kauf sprechen.


 


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse


Ihr


Sven Weisenhaus


 




 




 





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
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Xetra 5,10 € 0,00%  18.04.19
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Hamburg 4,95 € -0,40%  18.04.19
Hannover 4,95 € -0,40%  18.04.19
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