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CENIT: Trendwende in Sicht - Aktienanalyse




03.01.19 09:38
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - CENIT-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Schröder, Redakteur des Anlegermagazins "Der Aktionär", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die CENIT-Aktie (ISIN: DE0005407100, WKN: 540710, Ticker Symbol: CSH) unter die Lupe.

Nach der größten Übernahme der Firmengeschichte seien die Umsätze bei CENIT auf ein Rekordniveau gestiegen. Die Margen seien dagegen unter Druck geraten. Der Kurs ebenfalls. Jetzt deute bei dem schwäbischen Beratungs- und Softwarespezialist auf eine nachhaltige Trendwende hin.

Am Ende sei es sicher nur Zufall. Doch in den letzten beiden Jahren habe die CENIT AG jeweils im Juli eine richtungsweisende Nachricht für ihre Investoren parat gehabt. Die Auswirkungen hätten verschiedener nicht sein können. Im Juli 2017 sei die Übernahme der französischen Keonys erfolgreich abgeschlossen worden: immerhin die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte. Die Umsatzprognose sei angehoben worden. Die Aktie sei auf ein Rekordhoch geklettert. Im Juli 2018 habe CENIT die Gewinnprognosen aufgrund der Verschiebung des Umsatzmix hin zu margenschwächeren Erlösen zurückschrauben müssen. Die Aktie sei kräftig unter Druck geraten. Es gebe gute Gründe, warum das aktuelle Kursniveau für Anleger mit Weitblick eine interessante Einstiegsgelegenheit biete.

Grundsätzlich agiere CENIT in einem stark wachsenden Marktumfeld, bei dem die Schlagworte Digitalisierung und Industrie 4.0 im Vordergrund stünden. Dabei sei die Gesellschaft in Sachen Optimierung unterwegs. Mit der Verbesserung von digitalen Geschäftsprozessen mache sie ihre Kunden wettbewerbsfähiger und erhöhe deren Profitabilität. Der Kundenstamm könne durchaus als attraktiv bewertet werden. Die Abnehmer kämen aus Schlüsselbranchen wie der Autoindustrie, dem Maschinenbau oder aus dem Bereich Finanzdienstleistung und Handel sowie der Luft- und Raumfahrt. Seit der Gründung im Jahr 1988 hätten sich die die Schwaben zu einem der führenden PLM-Beratungs- und Implementierungspartner für Fertigungsunternehmen entwickelt. CENIT wandle die langjährige Branchenerfahrung und Technologie-Expertise der Mitarbeiter in professionelle IT-Lösungen um. Dabei veredele die Gesellschaft die Lösungen der strategischen Partner Dassault Systèmes und SAP durch eigene Produkte.

Mit der Übernahme des Spezialisten für die Software-Integration Keonys sei CENIT sogar zum wichtigsten Partner des multinationalen Software-Entwicklungsunternehmens Dassault aufgestiegen und zum europäischen Marktführer im PLM-Bereich geworden. Der Umsatz habe dank der Übernahme 2017 ein neues Rekordniveau erreicht.

Nun komme das viel zitierte "Aber": Da Keonys vornehmlich als Integrator und Reseller von Dassault-PLM-Lösungen tätig sei, sei vor allem der Umsatz mit der margenschwächeren Fremdsoftware gestiegen, die ausschließlich aus dem Handelssegment stamme. Dem habe ein Rückgang bei den margenstärkeren Eigensoftware-Umsätzen gegenübergestanden. Dieses Missverhältnis drücke auf die Marge.

"Das bisher starke Umsatzwachstum wurde unseres Erachtens ausschließlich durch den Einbezug der im Vorjahr erworbenen Keonys erreicht, wohingegen die bereinigte Umsatzentwicklung leicht negativ ausgefallen sein dürfte. Auch die Ergebnisentwicklung ist etwas unter den Erwartungen ausgefallen. Grundsätzlich leidet die Gesellschaft an der rückläufigen Entwicklung der margenstarken Eigensoftware-Umsätze", stimme GBC-Research-Analyst Cosmin Filker zu. Diesem Effekt habe die Gesellschaft bislang nicht nachhaltig entgegenwirken können. Der Verkauf eigener Software habe sich in H1/2018 schlechter als erwartet entwickelt. Daher hätten die Stuttgarter im Juli ihre Ziele für das Gesamtjahr gesenkt. CENIT erwarte nun einen Umsatz zwischen 175 Mio. und 180 Mio. Euro. Für den operativen Gewinn werde ein Rückgang auf zehn Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro) prognostiziert - statt eines operativen Gewinns auf Vorjahresniveau.

Zum Erreichen der Prognose müsse die Gesellschaft in Q4 eine deutliche Umsatz- als auch Ergebnissteigerung vorweisen. "Dies ist insofern realistisch, da bei Cenit das letzte Jahresquartal in der Regel das mit Abstand stärkste Quartal ist", wisse Filker.

Damit sollte die Marge am Ende bei rund 5,5% liegen. Selbst wenn so am Ende des Jahres nur ein hohes einstelliges EBIT herauskommen würde, wäre das kein Beinbruch. Denn auf Quartalsbasis sei bereits ein leicht positiver Trend bei den Eigensoftware-Umsätzen zu erkennen. Die Gesellschaft dürfte bei einer nachhaltigen Steigerung der hoch skalierbaren Eigensoftware-Umsätze die Profitabilität wieder Stück für Stück verbessern können. "Forcierte Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Eigensoftware sowie die auf Rentabilitätskriterien hin ausgerichtete Auftragsannahme sollten mittelfristig wieder steigende Margen ermöglichen", sei auch Filker überzeugt. Zudem sollten die Schwaben die gesamte Klaviatur an Optimierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen herunterspulen. Bereits ab dem kommenden Geschäftsjahr könnte damit der rückläufige Margentrend gestoppt und die Rendite wieder in Richtung acht Prozent getrimmt werden.

Dabei dürften die Weiterentwicklung des eigenen Lösungs- und Produktportfolios, die Realisierung von Synergien aus Kooperationen und strategischen Partnerschaften sowie die opportunistische Wahrnehmung anorganischen Wachstums im Vordergrund stehen.

CENIT mache als Beratungs- und Softwarespezialist in der Regel seine Kunden wettbewerbsfähiger und erfolgreicher. Derzeit würden die Schwaben aber auch daran arbeiten, ihre eigene Profitabilität zu steigern. Mit einem verbesserten Produktmix sollte dies gelingen.

Ziehen die Margen wieder an, dürfte sich ein Kauf der CENIT-Aktie auf dem aktuellen Niveau bezahlt machen - möglicherweise schon im kommenden Juli, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 03.01.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze CENIT-Aktie:

Xetra-Aktienkurs CENIT-Aktie:
13,35 EUR -0,37% (03.01.2019, 09:09)

Tradegate-Aktienkurs CENIT-Aktie:
13,35 EUR -2,20% (03.01.2019, 09:27)

ISIN CENIT-Aktie:
DE0005407100

WKN CENIT-Aktie:
540710

Ticker-Symbol CENIT-Aktie:
CSH

Kurzprofil CENIT AG:

Die CENIT AG (ISIN: DE0005407100, WKN: 540710, Ticker-Symbol: CSH) ist als führender Beratungs- und Softwarespezialist für die Optimierung von Geschäftsprozessen in den Feldern Digital Factory, Product Lifecycle Management (PLM), SAP Solutions, Enterprise Information Management (EIM), Business Intelligence (BI) und Application Management Services (AMS) seit über 25 Jahren erfolgreich aktiv. Standardlösungen von strategischen Partnern wie DASSAULT SYSTEMES, SAP und IBM ergänzt CENIT um etablierte, eigene Softwareentwicklungen. Hierzu gehören u.a. die FASTSUITE Produktfamilie für Softwarelösungen im Bereich Digitale Fabrik, cenitCONNECT für Prozesse rund um SAP PLM, cenitSPIN als leistungsfähiger PLM Desktop sowie CENIT ECLISO für eine effiziente Informationsverwaltung. Das Unternehmen beschäftigt rund 800 Mitarbeiter weltweit. Diese arbeiten unter anderem für Kunden aus den Branchen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Werkzeug- und Formenbau, Finanzdienstleistungen, Handel und Konsumgüter. (03.01.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
14,35 € 14,25 € 0,10 € +0,70% 18.03./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005407100 540710 22,80 € 12,45 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Michael Schröder
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
14,60 € +2,10%  18:23
Stuttgart 14,60 € +2,46%  17:56
München 14,45 € +1,76%  12:55
Düsseldorf 14,30 € +0,70%  15:36
Xetra 14,35 € +0,70%  17:35
Frankfurt 14,30 € +0,35%  17:00
Berlin 14,20 € 0,00%  08:00
Hamburg 14,10 € -1,05%  08:09
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