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Bricht ein "Tech-Krieg" aus?




21.05.19 13:30
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Hoffnungen auf eine baldige Lösung beim Handelsstreit zwischen den USA und China wurden aufgeben, daher ist die Angst vor einer weiteren Eskalation berechtigterweise groß, so die Experten von XTB.

Insbesondere die von US-Präsident Donald Trump eingeleiteten Restriktionen gegen den chinesischen Handyhersteller Huawei hätten am Montag die Finanzmärkte belastet und auch während der heutigen Asien-Sitzung für ein gemischtes Stimmungsbild gesorgt. Die Futures des marktbreiten S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) hätten vor allem nach der gestrigen Eröffnung in Europa an Boden verloren, sodass die Käufer während der US-Sitzung hauptsächlich damit beschäftigt gewesen seien, den Schaden zu begrenzen. Am Ende habe der US-Aktienindex mit einem überschaubaren Verlust von 0,67% bei 2.840 Punkten geschlossen.

Der technologielastige NASDAQ (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) sei mit einer Performance von -1,46% wiederum der große Verlierer des Tages gewesen, der sich mit etwas mehr Abwärtsdruck schnell den Tiefs der Vorwoche annähern könnte. Die Futures würden im heutigen frühen Handel eine leichte Aufwärtstendenz aufweisen und hätten bei 7.430 Punkten notiert.

"Mit den Nachrichten rund um die USA und Huawei, die sich verschlechtern, scheint es, dass der Handelskrieg zunehmend Anzeichen dafür zeigt, dass er sich zu einem Technologiekrieg entwickelt", habe Seema Shah, Senior Global Investment Strategist bei Principal Global Investors in London, gesagt. US-Präsident Donald Trump habe in diesem Kontext gesagt, dass er "sehr glücklich" mit dem Handelsstreit sei, und dass China unter seiner Führung nicht die führende Supermacht der Welt werden würde. Das US-Handelsministerium habe jedoch bestimmten US-Breitbandunternehmen und Mobilfunkkunden gewährt, die Huawei-Geräte nutzen würden, eine 90-tägige Befreiung, wie US-Handelsminister Wilbur Ross am Montag gesagt habe: "Diese Lizenz wird es ermöglichen, den Betrieb für bestehende Huawei-Handy-Nutzer und ländliche Breitbandnetze fortzusetzen".

China werde sich den Angriff auf seinen Tech-Giganten sicherlich nicht gefallen lassen und mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren. Dies könnte die Tech-Branche in den USA hart treffen. Der ungelöste Handelskonflikt mit anhaltenden Strafzöllen und einem zunehmenden Protektionismus würde zu höheren Preisen führen und könnte die Nachfrage nach US-Produkten belasten. Morgan Stanley habe in diesem Zusammenhang insbesondere vor einer Entwicklung hin zu einer Rezession für die Weltwirtschaft gewarnt. Bisher scheine keine neue Verhandlungsrunde zwischen Washington und Peking geplant zu sein und der Ton könnte sich in naher Zukunft weiter verschärfen.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) versuche sich am heutigen frühen Handel etwas von den Verlusten vom Wochenbeginn zu erholen. Die charttechnische Grundlage für eine Ausdehnung scheinen nicht schlecht zu sein, allerdings könnte der ungelöste Handelskonflikt sowie eine weitere Zuspitzung nicht nur das Aufwärtspotenzial begrenzen, sondern den Trend auch schnell wieder umdrehen. Am heutigen Vormittag könnte sich der Markt dem gestern unüberwindbaren Widerstand bei 12.250 Punkte annähern. Unterhalb der 12.000 Punkte-Marke werde es wiederum kritisch. (21.05.2019/ac/a/m)






 
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