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Brexometer Index von State Street offenbart aktuelle Stimmung der Anleger in Bezug auf Brexit




06.09.18 14:55
State Street

Boston (www.aktiencheck.de) - State Street Corporation (NYSE: STT) hat heute die neuesten Ergebnisse des Brexometer-Index veröffentlicht; die vierteljährliche Impulserhebung gibt ein Stimmungsbild der institutionellen Anleger über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden State Street-Pressemitteilung:

Die Umfrage für das dritte Quartal 20181 weist darauf hin, dass die Zahl der institutionellen Anleger, die ihren Bestand an britischen Finanzanlagen erhöhen wollen, auf ein Rekordhoch von 21 Prozent gestiegen ist; dies entspricht einem Plus von acht Prozent gegenüber 13 Prozent im zweiten Quartal 20182 und übertrifft sogar den bisherigen Rekord von 16 Prozent im dritten Quartal 20173.

Darüber hinaus ist die Stimmung trotz eines starken Rückgangs der positiven Aussichten für die Weltwirtschaft zwischen dem ersten Quartal 20184 und dem zweiten Quartal 2018, als der Anteil der Anleger mit einer positiven Prognose von 55 Prozent auf 36 Prozent zurückging, nunmehr auf 43 Prozent gestiegen. Die Zahl der Investoren mit einer negativen Prognose für das Weltwirtschaftswachstum sank dadurch auf 15 Prozent, was einem Rückgang von acht Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2018 entspricht.

Abgesehen vom optimistischeren Ausblick gingen immer mehr Anleger im dritten Quartal 2018 davon aus, dass der Brexit großen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell haben wird, wobei 26 Prozent der Befragten glauben, dass dieser Einfluss "beträchtlich" sein wird, was einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2018 entspricht. Dies ist der höchste Wert seit Beginn des Index, wenn auch der Gesamtanteil der Anleger, die überhaupt einen Einfluss erwarten (83 Prozent), niedriger ist als der Rekordwert von 87 Prozent im ersten Quartal 2018.

Weitere wichtige Erkenntnisse des Index für das dritte Quartal 2018 sind insbesondere:

- 40% der institutionellen Anleger gehen davon aus, dass sich an ihrem Anlagerisiko in den nächsten drei bis fünf Jahren nichts ändern wird, das sind 10% mehr als im zweiten Quartal 2018.

- Fragen der aufsichtsrechtlichen Meldepflicht wie zum Beispiel nach Solvency II und der AIFMRichtlinie bleiben die am häufigsten benötigten Leistungen (28%), obwohl diese seit dem ersten Quartal 2018 um fast 10% zurückgegangen sind.

- 17% der Befragten glauben, dass die Fonds-Neuausrichtung ein weiterer Bereich ist, in dem die Unternehmen nach dem Brexit am häufigsten Hilfe benötigen werden; er überholt damit die Bereiche Performance und Risikoanalyse, die auf 8% gesunken sind.

- Mehr als ein Drittel (37%) der institutionellen Anleger glauben, dass ihr Unternehmen mehr grenzüberschreitende Fonds-Standorte nutzen wird, wobei die Manager Länder wie Luxemburg (57%) und Irland (54%) als am interessantesten einstufen.

"Die Stimmung der Anleger in Bezug auf britische Anlagen spaltet sich zunehmend, da die Fristen für den Brexit eine immer größere Rolle spielen," sagte Michael Metcalfe, Leiter Global Macro Strategy bei State Street Global Markets. "Insgesamt sind die Optimisten, also diejenigen, die ihren Bestand zu erhöhen planen, immer noch - gerade so - in der Überzahl. Die Ende August veröffentlichten Daten der britischen Notenbank - die den größten Rückgang der ausländischen Bestände an britischen Staatsanleihen (Gilts) seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982 aufweisen - zeigen jedoch, dass dies nicht bei allen Anlegergruppen der Fall sein dürfte."

"Bisher sah es beim Brexit so aus, dass die Angst vor wirtschaftlichen Störungen und einer Kapitalflucht unbegründet ist und die Investoren bereit sind, dem Land einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Je weiter wir uns aber den wichtigen Brexit-Terminen nähern, ohne dass es Anzeichen dafür gibt, dass ein Deal erreicht werden kann, desto wahrscheinlicher wird es, dass diese Angst für die Anleger auch Realität wird," so Metcalfe weiter.

"Das Pfund Sterling bleibt unter Druck und spiegelt damit die geringen Erwartungen der Devisenmärkte in Bezug auf die Brexit-Verhandlungen wider, wobei sich die Zinssätze aufgrund von Zinserhöhungen nur kurz erholt haben," sagte Bill Street, Leiter Investments EMEA bei State Street Global Advisors. "Das Ausmaß der negativen Stimmung in Verbindung mit einer Unterbewertung bedeutet, dass die Währung bei positiveren Schlagzeilen eher stark anzieht." (06.09.2018/ac/a/m)






 
 
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