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Brasilien: Gar nicht so schlechte Wirtschaftsdaten




16.09.20 13:10
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Brasiliens Aktienmarkt gehörte im August zu den negativen Abweichlern vom positiven globalen Trend, wie nahezu alle lateinamerikanischen Märkte, so die Analysten von Raiffeisen Capital Management im aktuellen "emreport".

Fast 4% habe der Aktienindex nachgegeben und für ausländische Investoren sei noch ein abwertender Real (-5% zum US-Dollar) auf der Negativseite hinzugekommen. Dabei seien die Wirtschaftsdaten gar nicht so schlecht gewesen. Einzelhandel und Industrieproduktion hätten sich verbessert (+12,6% bzw. +8,9% gegenüber dem Vormonat), während Dienstleistungen wenig überraschend weiter hinterherhinken würden. Zunehmend Sorgen bereite Investoren und Analysten die Budgetdisziplin der Regierung. Wie nahezu alle Staaten steuere Brasilien mit großen Fiskalpaketen gegen die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. Obwohl Präsident Bolsonaro ein strikter Gegner von staatlichen Sozialleistungen sei, habe er unter den gegebenen Umständen zu monatlichen Geldtransfers von umgerechnet rund 110 US-Dollar an rund 66 Millionen Brasilianer eingewilligt. Seine Popularitätswerte seien im Zuge dessen deutlich gestiegen. Doch kaum ein anderes größeres Land habe für solche Fiskalpaketeeigentlich so wenig Spielraum wie Brasilien. Die Frage sei, ob und wie solche Staatsausgaben künftig fortgeführt würden (könnten). (Ausgabe September 2020) (16.09.2020/ac/a/m)





 
 
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