Kolumnist: Feingold-Research

„Bitcoins innerer Wert bei null“




16.03.18 09:00
Feingold-Research

Die Achterbahnfahrt bei den Kryptowährungen hält an. In nur wenigen Tagen hat etwa Bitcoin rund 20 Prozent an Wert verloren. In den vergangenen zehn Tagen endeten acht im Minus. Immerhin konnte die 8.000 Dollarmarke zurückerobert werden. Aber hält die Marke? Wenn es nach der Allianz geht, dann nicht mehr lange…


… denn Europas größter Versicherer hat typische Blasenmerkmale bei der größten digitalen Währung der Welt ausgemacht. „Die hyperbolischen Preisbewegungen von Bitcoin seit Anfang 2009 waren sehr blasenartig“, schreibt Stefan Hofrichter, Leiter der globalen Wirtschaft und Strategie. Und er setzt noch einen drauf: „Und unter den jüngeren Beispielen übertrifft Bitcoin die IT-Blase der 1990er Jahre und die Japan-Blase der 1980er Jahre bei weitem.“


Der Mangel an Regulierung, die Einführung neuer Produkte, der schnelle Anstieg der Handelsvolumina und die Nutzung für kriminelle Aktivitäten sind einige der Kriterien, die Bitcoin in die Kategorie eines Blasenaktivums einreihen. Aus unserer Sicht muss der innere Wert Null sein, meint Hofrichter: „Ein Bitcoin ist eine Forderung an niemanden – im Gegensatz etwa zu Staatsanleihen, Aktien oder Papiergeld – und es generiert keinen Einkommensstrom.“


 


Keine Ansteckungsgefahr

Die Technik hinter Bitcoin verdammt Hofrichter aber nicht. Er meint, dass die Technologie, die den Kryptowährungen – Blockchain und Distributed Ledger – zugrunde liegt, insbesondere im Finanzdienstleistungssektor Vorteile bringen könnte, da Unternehmen versuchen, die Transaktionskosten zu senken. Dieser Aspekt von Kryptowährungen im Allgemeinen ist das, was den Vermögensverwalter interessiert. Während Krypto-Anleger kräftig unter die Räder kommen könnten, wäre ein Crash am Kryptomarkt für andere Assetklassen, Hofrichter zufolge, kein Problem. Die Gefahr einer Ansteckung sei gering.


Weil der Markt für Bitcoin trotz seines Wachstums immer noch recht klein sei, dürfte ein Kursverfall von Bitcoin nur geringe Auswirkungen auf die reale Welt haben. Hofrichter ergänzt: „Daher sind wir der Ansicht, dass die Risiken für die Finanzstabilität aufgrund von Bitcoin vernachlässigbar sind – zumindest Stand heute.“



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