Kolumnist: Feingold-Research

Bitcoin – dieser Chart bereitet Sorgen




15.08.19 12:23
Feingold-Research

Zuletzt wurde in der Krypto-Gemeinde viel über den Bitcoin als „neuer“ sicherer Hafen oder „Gold 2.0“ in Krisenzeiten diskutiert. Kurzzeitig profitierte die bekannteste Digitalmünze tatsächlich von der Korrektur an den Aktienmärkten. In den vergangenen Tagen drehte aber nicht nur der Bitcoin abwärts. Inzwischen bringen die Altcoins nur noch ein ähnliches Gewicht auf die Börsenwaage wie die Deutschen Telekom. Setzt sich das Muster der letzten Jahre durch, könnte der Kurs noch deutlich tiefer fallen. Für Trader ist dies aber kein Problem: Über die Mini Futures von Vontobel können Sie auch von fallenden Kursen profitieren.


Wir können uns eigentlich kurz fassen: Aus fast allen risikobehafteten Anlageklassen wird derzeit verstärkt Kapital abgezogen. Auch der Krypto-Markt bleibt davon nicht verschont, inzwischen weisen die Münzen wieder einen deutlichen Gleichlauf mit dem Aktienmarkt auf. Ende Juni erreichte die gesamte Marktkapitalisierung der rund 2400 Münzen etwa 380 Mrd. Dollar, aktuell sind es mit 250 Mrd. Dollar etwa 130 Mrd. Dollar weniger. Ohne den Bitcoin gerechnet sind es sogar nur noch 80 Mrd. Dollar. oder etwa gut 70 Mrd. Euro. Ähnlich viel bringt derzeit die Deutsche Telekom auf die Börsenwaage.


Wie bereits in den vergangenen Wochen und Monaten ziehen Anleger somit vor allem bei den Altcoins die Reißleine. Vor wenigen Tagen erreichte die Bitcoin-Marktdominanz mit knapp 70 Prozent ein neues Verlaufshoch, während der Anteil der Altcoins (graue Linie) weiter sinkt.


 


Quelle: coinmarketcap

Quelle: coinmarketcap


Aus statistischer Sicht gibt es eine weitere Parallele mit dem Aktienmarkt: Ähnlich wie die Dividendenwerte verlief in der bisher noch jungen Historie des Bitcoin auch der Spätsommer meist negativ. In den vergangenen Jahren kam es meist in der ersten August-Hälfte zu einer oberen Umkehrbewegung, auf die eine Korrektur bis Anfang/Mitte Oktober folgte. Die nächste Kaufgelegenheit bietet sich gemäß der Auswertung von Seasonax zu Beginn des vierten Quartals, bis zum Jahresende zeigte der Bitcoin häufig eine Rally. Doch Vorsicht: Nicht nur auf Grund der kurzen Datenhistorie sind Abweichungen vom Idealverlauf eigentlich nur eine Frage der Zeit. Dies gilt gerade für hochvolatile Basiswerte wie dem Bitcoin.


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Technisch scheiterte der Kurs zuletzt an der oberen Begrenzung der Korrektur-Flagge (rot). Die Juli-Umkehrpunkte bei 8900/9100 stellen das nächste Ziel dar. Folgt die größte Digitalmünze hingegen dem saisonalen Muster, sollte ein Rücklauf an den unteren Randbereich des Kanals bei rund 8000 eingeplant werden. Hier eröffnet sich dann eine gute Gelegenheit für Schnäppchenjäger, die Stimmung dürfte dann auch wieder deutlich negativer sein.


Quelle: Guidants

Quelle: Guidants



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