Kolumnist: Feingold-Research

Bitcoin – Kursziel 3000?




18.09.18 15:38
Feingold-Research

Knapp 70 Prozent hat der Bitcoin ausgehend vom Rekordhoch verloren und damit deutlich weniger als viele Altcoins. Längerfristig betrachtet ist die Nummer eins auch weiterhin eine Erfolgsstory: Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Kurs gut 50 Prozent im Plus. Damit kann der Bitcoin eine bessere Bilanz vorweisen als rund 90 Prozent der Aktien im S&P 500.


Keine Frage: Krypto-Neulinge, die zum Jahreswechsel vom Hype ergriffen wurden und noch immer investiert sind, sitzen derzeit auf teilweise sehr hohen Buchverlusten und dürften sich inzwischen vom Markt wieder verabschiedet haben. Wer mit den Digitalwährungen schnell reich werden wollte, hat zumindest in den vergangenen Monaten viel Lehrgeld bezahlt.


Freuen dürfen sich hingegen weiterhin Investoren, die schon seit länger dabei sind. Auch wenn der Bitcoin rund 70 Prozent seit der Bestmarke Ende 2017 wieder verloren hat, liegt die Nummer eins auf Sicht von zwölf Monaten noch rund 55 Prozent im Plus. Selbst am erfolgsverwöhnten amerikanischen Aktienmarkt gibt es nur wenige Titel, die seitdem mehr Freude bereitet haben. Rund 90 Prozent der 500 größten US-Titel, die im S&P 500 gelistet sind, weisen eine schlechtere Performance auf. Ganz zu schweigen von den Blue Chips im DAX: Gegenüber dem Vorjahr liegt die Aktie der Deutschen Börse derzeit mit Gewinnen von 27 Prozent an der Spitze. Mit Linde, Vonovia und SAP weisen nur drei andere Werte prozentual zweistellig Pluszeichen auf. Selbst im starken TecDAX gibt es nur fünf Mitglieder (Wirecard, Nemetschek, Carl Zeiss Meditec, Sartorius und Isra Vision), die im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent zulegten.


Gerade für überzeugte Bitcoin-Anhänger lohnt es sich, noch tiefer in den Rückspiegel zu schauen. Der hier abgebildete Wochenchart seit Mitte 2013 liefert uns das übergeordnete Bild. Im Fokus steht nicht die Charttechnik, sondern die Einordnung der laufenden Korrektur.


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Seit dem Rekordhoch im Dezember büßte Bitcoin um rund 70 Prozent ein. Ist das viel? Nicht unbedingt, wenn die letzte größere Korrektur 2013/2014 herangezogen wird. Damals erreichte der Kurs im November 2013 ein Hoch und fiel rund 14 Monate bis Januar 2015. In der Spitze korrigierte Bitcoin um rund 85 Prozent. Übertragen auf die aktuelle Ausgangslage würde dies auf eine Fortsetzung der Kursmisere bis mindestens Februar 2019 deuten und auf einen Test der 3000er-Region hinauslaufen – rund 55 Prozent unter dem derzeitigen Kurs. Zuletzt kostete der Bitcoin übrigens vor genau 12 Monaten kurzzeitig rund 3000 Euro.


Wird sich die Geschichte wiederholen? Sehr wahrscheinlich nicht. Die bisherigen Korrekturen beim Bitcoin haben sich hinsichtlich Dauer und Umfang immer unterschieden. Aber der Vergleich mit 2013/2014 gibt ein gutes Gefühl, wie kräftig Abwärtsphasen am Krypto-Markt ausfallen können. Ebenfalls wichtig zu wissen: Trotz der deutlichen Rückschläge hat sich der Preis mittel- bis langfristig immer zu neuen Höhen aufgeschwungen. Daran dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern.



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