Kolumnist: Feingold-Research

Bitcoin - Angstbarometer dreht wieder aufwärts




20.08.19 13:25
Feingold-Research

Für die meisten Kryptowährungen fällt die Monatsbilanz bisher klar negativ aus. Ether liegt auf Sicht von 30 Tagen rund zehn Prozent tiefer, XRP gut 15 Prozent. Positive Vorzeichen gibt es nur bei Bitcoin und Bitcoin Cash. Am Markt keimen erneut Sorgen vor einer größeren Korrektur auf – was uns positiv stimmt. Sie kennen den bewährten Ansatz bereits vom Aktienmarkt: Je schlechter die Stimmung, desto besser das Chance-Risiko-Verhältnis, um auf eine Erholung zu setzen. Möglich ist das ganz einfach hier.


Immer wieder wird auf die zu langsame Verbreitung der Kryptowährungen im Alltag hingewiesen. Zugegeben, der Prozess schreitet nur sehr langsam voran. Aber können Sie sich vorstellen, ihr Gehalt künftig in Bitcoin zu erhalten? Nicht nur unser Bundesfinanzminister dürfte daran noch lange nicht denken. Deutlich weiter ist – mal wieder – Neuseeland. Ab dem 1. September können sich Arbeitsgeber ihr Gehalt in Bitcoin oder anderen Digitalmünzen auszahlen lassen, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind. So muss die verwendete Kryptowährung direkt in eine Fiat-Währung gewechselt werden können. Fraglich ist natürlich, ob die Neuseeländer diese Form der Bezahlung auch wirklich nutzen werden. Einige Unternehmen sowie auch Fluglinien akzeptieren inzwischen ebenfalls Kryptowährungen, allerdings wird das Angebot bisher kaum in Anspruch genommen. Viele halten ihre Bitcoins in der Hoffnung auf weiter steigende Kurse.


Und damit kommen wir zur aktuellen Ausgangslage. Die gute Nachricht: An der runden 10.000er-Schwelle wurde der Bitcoin zuletzt wieder gekauft und damit deutlich oberhalb der Juli-Tiefs. Seitdem kletterte der Kurs wieder auf 10.800, die gesamte Marktkapitalisierung stabilisierte sich im Bereich um 280 Mrd. Dollar.


Unter dem Strich ist daher nicht viel passiert. Übergeordnet bleibt die mit Abstand größte Kryptowährung weiter in einer Korrekturflagge gefangen (rot). Solange das Kursmuster nicht auf der Oberseite durchbrochen wird, geht die Reise tendenziell abwärts. Aktuell verläuft die nördliche Randzone bei 12.000 und somit am Monatshoch. Bei einem Ausbruch wäre zügig Platz bis mindestens 14.000. Richtung Süden verlaufen die nächsten Nachkaufzonen um 10.000 und 9000/9200.


Quelle: Guidants


Quelle: Guidants


 


Angesichts der negativen Saisonalität bis Anfang Oktober sollte ein erneuter Test der 10.000er-Region nur eine Frage der Zeit sein. Der Fear & Greed-Index als Stimmungsbarometer dürfte daher seine laufende Erholung bald wieder beenden und auf zehn bis 20 Punkten fallen – und so zugleich ein gutes Einstiegssignal für Trader liefern. Die jüngsten Umkehrpunkte wurden jeweils gut getroffen. Wir werden den Indikator künftig verstärkt mit in unsere Analysen einbeziehen.


Quelle: alternative.me


Quelle: alternative.me


 



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