BioNTech: Bundesgesundheitsminister Spahn hebt den Finger Richtung BioNTech/Pfizer - Aktienanalyse




24.01.21 15:03
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - BioNTech-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Leon Müller vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Biopharma-Unternehmens BioNTech SE (ISIN: US09075V1026, WKN: A2PSR2, Ticker-Symbol: 22UA, NASDAQ-Symbol: BNTX) unter die Lupe.

Die Erfüllung des Impfplans in Deutschland bleibe weiter hinter den Erwartungen zurück. Jens Spahn verteidigt die Politik: "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird." Hebt aber sogleich den Finger Richtung BioNTech/Pfizer. Unterdessen zeigen neue Zahlen eine unrühmliche Entwicklung.

Deutschland gerate immer weiter ins Hintertreffen. Im innereuropäischen Vergleich liege das Land mittlerweile ziemlich weit hinten, wenn man auf die Impfquote blicke. Die kritischen Stimmen würden sich mehren. Unterdessen warne Bundesgesundheitsminister in einem Interview mit der "Bild am Sonntag", man solle mit Schuldzuweisungen vorsichtig sein. "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird. Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen", so der Minister. Nur einen Augenblick später hebe er den Finger mahnend Richutng Pfizer/BioNtech.

Bereits zu Beginn der Pandemie im April habe Spahn um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Corona-Krise geworben. Im Bundestag habe er gesagt, "dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten". Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und die Wissenschaft eine Phase kommen, in der man feststelle, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe oder etwas korrigieren müsse. Gegenüber der "Bild am Sonntag" habe Spahn jetzt gesagt: "Wir haben mit den Pflegeheimen angefangen, das ist aufwendiger und dauert länger. Und wir legen 50 Prozent der Impfdosen für die zweite Impfung zurück. Das war eine weise Entscheidung, wie wir daran sehen, als uns Pfizer über Nacht mitgeteilt hat, dass sie die Liefermengen reduzieren." Fakt sei aber: Deutschland habe es versäumt Verträge zu schließen und ausreichend Impfstoff zu besorgen.

Unterdessen steige der Unmut. Die Stimmungen nach Lockerungen nach dem 14. Februar würden lauter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) halte die Lockerungsdiskussion aber für verfrüht. "Die Entwicklung ist verhalten positiv, aber es gibt keinen Grund, die Maßnahmen vorzeitig abzubrechen. Noch immer sind die Zahlen zu hoch", habe er der "Bild am Sonntag" gesagt. Sein niedersächsischer Kollege Stephan Weil (SPD) habe in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erklärt: "Da wir aber die wahren Ausmaße der hiesigen Mutationen nicht kennen, können wir jetzt nicht das Risiko eingehen und vorzeitig auch nur punktuelle Lockerungen ausprobieren."


BioNTech habe zuletzt Vorwürfe zurückgewiesen, man wäre nicht bereit gewesen mehr Impfstoff zu liefern. Stattdessen würde der schwarze Peter an die EU und Deutschland gehen, die von Beginn an in Relation zu anderen Staaten eine zu geringe Menge bestellt hätten. Dem widerspreche Jens Spahn. BioNTech selbst nehme bald ein neues Werk in Marburg in Betrieb und werde die Produktion hochfahren. An der flachen Impfquotenkurve ändere dies jedoch nichts. Es sei mehr Impfstoff vorhanden als verimpft werde. Die Antwort auf die Frage nach dem Grund für den langsamen Fortschritt sei der Minister bisher schuldig geblieben, so Leon Müller vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 24.01.2021)

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze BioNTech ADR-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs BioNTech ADR-Aktie:
88,94 EUR +2,76% (22.01.2021, 22:26)

NASDAQ-Aktienkurs BioNTech ADR-Aktie:
108,44 USD +2,85% (22.01.2021, 22:00)

ISIN BioNTech ADR-Aktie:
US09075V1026

WKN BioNTech ADR-Aktie:
A2PSR2

Ticker-Symbol Deutschland BioNTech ADR-Aktie:
22UA

NASDAQ-Symbol BioNTech ADR-Aktie:
BNTX

Kurzprofil BioNTech SE:

BioNTech (ISIN: US09075V1026, WKN: A2PSR2, Ticker-Symbol: 22UA, NASDAQ-Symbol: BNTX) wurde 2008 gegründet. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Entwicklung und Herstellung wegweisender Technologien und Medikamente für individualisierte Krebsimmuntherapien. (24.01.2021/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US09075V1026 A2PSR2 130,89 $ 28,00 $
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Leon Müller
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