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Big Tech: Überhitzung und Blasenbildung im Welt-Index?




10.09.21 14:40
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der MSCI-World-Index gilt als Gradmesser der Verfassung von weltweiten Aktienmärkten, so Emil Jusifov von "Der Aktionär".

So seien im Welt-Index rund 1.650 Aktien enthalten, die nach Angaben des Indexanbieters damit 85 Prozent der globalen Aktienmarktkapitalisierung abdecken würden. Und die Performance des "Welt-Portfolios" könne sich durchaus sehen lassen. Der Index habe sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.

Das Problem: Big Tech sei maßgeblich für diese tolle Performance verantwortlich. Viele Anleger würden sich daher Sorgen machen, dass es aufgrund dieser Klumpenrisiken zur Überhitzung und Blasenbildung im Welt-Index kommen könnte.

Alleine die fünf größten Technologie-Unternehmen Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985), Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747), Alphabet (ISIN US02079K3059/ WKN A14Y6F), Amazon (ISIN US0231351067/ WKN 906866) und Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) kämen auf knapp 16 Prozent der Index-Gewichtung.

Die Kritiker würden in diesem Zusammenhang auf die angeblich hohe Bewertung von Big Tech hinweisen. Ein Platzen der "Tech-Blase" würde zwangsweise zu hohen Verlusten im MSCI-World-Index führen und die weltweiten Börsen stark in Bedrängnis bringen.

Die Analysten von der DZ BANK kämen in einer aktuellen Studie zu einer völlig anderen Schlussfolgerung. Obwohl die Bewertung der Aktien im Index hoch sei, könne von einer Blasenbildung keine Rede sein.

Nach den Berechnungen der Experten hätten sich die Nettogewinne der Index-Schwergewichte wie Apple, Alphabet, Microsoft, Facebook und Co. seit 2008, dem Jahr, in dem das iPhone erfunden worden sei und damit das mobile Internet seinen Siegeszug begonnen habe, mehr als verzehnfacht.

Die Aktien dieser Unternehmen seien zwar stark gestiegen, würden aber mit Bewertungsmultiplikatoren für das Jahr 2023 von unter 20 bewertet, gemessen am Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Cashflows.

Dies seien niedrige Werte angesichts des hohen Wachstums. In einer Blase würden dagegen die Bewertungen auf dreistellige Bewertungsmultiplikatoren steigen.

"Der Aktionär" schließe sich der Meinung der Analysten an und finde nicht, dass Big Tech überbewertet sei. Zumal es aktuell kaum Alternativen zum Aktienmarkt und insbesondere den oben erwähnten Top-Werten aus dem Technologiesektor gebe. Gewinne laufen lassen, rät Emil Jusifov von "Der Aktionär".

Wer nicht auf Einzelaktien setzen wolle, setze daher auf den GAFAM-Index. Hier gebe es Alphabet, Amazon, Apple, Facebook und Microsoft im Komplettpaket - für die Risikofreudigeren sogar mit Hebel.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Apple, Amazon, Facebook, Alphabet, Microsoft. (10.09.2021/ac/a/m)






 
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