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Bewertung statt Glück: Chancen für Europa und die Schwellenländer im Börsenjahr 2019




08.01.19 14:10
StarCapital

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Börseneinbruch des Vorjahres lässt zumindest die Erwartungen an das neue Jahr stark schrumpfen und die niedrigen Kursniveaus erleichtern eine positive Überraschung, so Dr. Manfred Schlumberger, Leiter des StarCapital-Portfoliomanagements in seinem aktuellen Marktkommentar.

In seinem Jahresausblick für 2019 sei Schlumberger optimistisch gestimmt. Gute Chancen sehe er vor allem in den Schwellenländern und Europa.

Chinas geldpolitische Lockerungsschritte könnten sich zusammen mit einer Deeskalation des Handelsstreites positiv auf die Aktienbörse auswirken, so der Kapitalmarktkenner. "Die einzig rationale Lösung des Handelsstreits ist ein zumindest vorläufiger Kompromiss. Dieser muss jedoch gesichtswahrend für die beiden ‚Egos‘ an der Spitze der beiden Großmächte ausfallen", analysiere Schlumberger die aktuelle Situation. Die chinesische Seite sei sich bewusst die schlechteren Karten zu besitzen und zeige bereits Kompromissbereitschaft mit niedrigeren Importzöllen und der Liberalisierung seiner Finanz- und Beteiligungsmärkte.

Trump indes habe verstanden, dass seine Stammwähler im agrarisch geprägten Mittleren Westen von chinesischen Importbeschränkungen für Getreide und Sojabohnen hart getroffen würden. "Das absehbare Ende der Leitzinserhöhungen in den USA wird den Aufwärtsdruck auf den US-Dollar beenden. Von aktuell bereits sinkenden Kapitalmarktzinsen in den USA, einem stabilen oder eher fallenden US-Dollar und einer Entspannung im Handelsstreit sollten die Aktienbörsen der Schwellenländer am meisten profitieren", so Schlumberger. Die relative Stärke der Emerging Markets nehme bereits seit dem vierten Quartal des letzten Jahres zu.

In Europa bestünden nun laut Schlumberger Anzeichen für eine Besserung, nachdem sich das Wachstum 2018 deutlich abgekühlt habe. Die Auswirkungen des Endes des Anleihekaufprogramms der EZB würden durch die Wiederanlage fällig werdender Papiere abgemildert. "Die Fiskalpolitik in Europa wird insgesamt deutlich ausgabenfreudiger, nicht zuletzt in der Hoffnung, damit den populistischen Strömungen in der Bevölkerung entgegenzukommen", so Schlumberger.

Die langen Aufwärtstrends der wichtigsten Aktienindices, die 2009 begonnen hätten, seien 2018 gebrochen worden. Sollten sich die Kurskorrekturen weiterhin fortsetzen, müssten institutionelle Investoren aufgrund der rapide sinkenden Risikobudgets Aktienbestände verkaufen, wie es bereits Anfang 2016 notwendig gewesen sei. Dies würde den Effekt nach sich ziehen, dass Trendfolge-Strategien in den Ausverkauf von Aktien gehen müssten. Die Börse neige zu extremen Übertreibungen in beide Richtungen. "Wo genau der Tiefpunkt ist, wissen wir nicht. Nur notorische Glückspilze und Lügner kaufen immer auf dem günstigsten Niveau. Wir orientieren uns an klassischen Bewertungskriterien und die zeigen uns an, dass die Aktienmärkte Europas und der Schwellenländer günstige Einstiegsgelegenheiten bieten. Ob sie es tatsächlich sind, werden wir erst hinterher sehen. Langfristig war es jedoch nie verkehrt, auf solchen Bewertungsniveaus mit einem entsprechenden Anlagehorizont zu investieren", resümiere Schlumberger. (08.01.2019/ac/a/m)







 
 
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