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Beeindruckende Aufwärtsbewegung bei europäischen Indices




09.06.21 10:17
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die globalen Aktienmärkten haben eine weitere gute Woche hinter sich, so die Analysten der National-Bank AG.

Getragen von einem wachsenden Optimismus im Hinblick auf die Überwindung der Covid-Pandemie - abzulesen auch an den deutlich gestiegenen Verimpfungszahlen - hätten DAX und EURO STOXX 50 neue historische Höchstkurse erzielt. Auffällig sei ohnehin, dass gerade die europäischen Indices in den letzten Wochen eine beeindruckende Aufwärtsbewegung vollzogen hätten.

Gerade im internationalen Vergleich seien die europäischen Aktien günstiger als ihre US-Pendants bewertet, das scheine bei vielen Investoren die Neigung in europäische Aktien mit internationaler Ausrichtung zu investieren, erhöht zu haben. Dies im Besonderen vor dem Hintergrund, dass den Investoren im Zuge des sukzessiven Anstiegs der US-Kapitalmarktzinsen in den letzten Monaten die Sensitivät des hoch bewerteten US-Technologiesektors stärker ins Bewusstsein gerückt sei.

Der Gegenwartswert zukünftiger Erträge leide erheblich unter der Verwendung höherer Diskontierungs-faktoren. Daher hätten Technologieaktien, die die US-Aktienmärkte stark determinieren würden, in den letzten Wochen grundsätzlich deutlich schlechter abgeschnitten als viele tradierte Industriezweige, wie beispielsweise die seit Jahresbeginn wieder erstarkte deutsche Automobilindustrie. Bemerkenswert sei auch der signifikante Liquiditätszufluss in Dividendentitel und -fonds - gerade in den USA - in den letzten Wochen. Auch dies sei ein Hinweis auf die relative Schwächung der Technologietitel in jüngerer Vergangenheit.

Einen deutlichen Dämpfer für die Wechselstimmung in Deutschland habe die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ergeben. Der überraschend deutliche Sieg der CDU bedeute einen erheblichen Rückenwind für den Unions-Kanzlerkandidaten und für die Kapitalmärkte stelle er eine spürbare Erleichterung dar. Unsicherheit sei Gift für die Kapitalmärkte und mit einer grünen Kanzlerschaft würden die Investoren eine erhebliche Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft verbinden. Von der morgigen EZB-Sitzung würden die Analysten eine klare Bestätigung der ultra-expansiven Geldpolitik in der Eurozone erwarten, analog zur US-Notenbank für die USA. Mittelfristig würden die US- und die europäische Geldpolitik aufgrund der Unterschiedlichkeit in der Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Überwindender Corona-Pandemie jedoch auseinanderlaufen.

Die technische Verfassung der wichtigen globalen Aktienmärkte erscheine intakt. Das zeige sich auch in der Beobachtung, dass auftretende Kursschwächen relativ schnell wieder durch einsetzende Käufe egalisiert und übertroffen würden. Oftmals sei dies ein relativ sicheres Zeichen dafür, dass eine Aufwärtsbewegung noch nicht am Ende angekommen sei. Trotz Inflations-Sorgen würden die Analysten an der zuversichtlichen Meinung zur weiteren Entwicklung der globalen Aktienmärkte festhalten und hätten daher ihre Kursziele über den gesamten Betrachtungszeitraum erhöht. (09.06.2021/ac/a/m)






 
 
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