Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Bayer-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Chemie- und Pharmagiganten Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017, WKN: BAY001, Ticker-Symbol: BAYN, NASDAQ OTC-Symbol: BAYZF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Aktien von Bayer seien am Morgen im DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) angesichts der Gewinnbelastungen durch hohe Kosten unter Druck geraten. Mit einem Abschlag von 5,7 Prozent auf runde 47 Euro seien sie am Donnerstag zuletzt das Schlusslicht im moderat positiven Leitindex DAX gewesen. Sie seien damit auf das tiefste Niveau seit Weihnachten gerutscht, obwohl es auf den ersten Blick durchaus positives Feedback zum Gesamtbild der vorgelegten Zahlen gegeben. Bayer habe sich auch zuversichtlicher zum diesjährigen Umsatz geäußert.
Einen Wermutstropfen hätten die Anleger aber wohl in puncto Profitabilität gefunden, denn beim operativen Ergebnis sollten vom Umsatz rund 26 Prozent hängen bleiben und damit ein Prozentpunkt weniger als bislang kalkuliert. Analyst Ulrich Huwald von Warburg habe zwar gutes Wachstum der Leverkusener betont, die Gewinnentwicklung werde aber von zahlreichen Faktoren gebremst. Dazu hätten Börsianer herrschenden Währungsdruck und hohe Kosten gezählt.
Die Quartalszahlen des Chemie- und Pharmakonzerns habe Analyst Keyur Parekh von Goldman Sachs in einer ersten Reaktion als stark beurteilt. Sein Kollege Richard Vosser von J.P. Morgan hingegen habe aber von einem "gemischten Bild" mit Blick auf das operative Ergebnis (EBITDA) gesprochen, das bei Börsianern besonders stark im Fokus stehe. Hier habe Bayer im zweiten Quartal die Erwartungen nicht erfüllt und der diesbezügliche Ausblick impliziere gewisse Kürzungen an den Marktschätzungen.
Auch charttechnisch trübe sich das Bild weiter ein. Laut den Charttechnikern der UBS befänden sich die Aktien ungebrochen in einem schon jahrelangen Abwärtstrend. Nach einem Verlaufshoch Mitte Mai bei 57,73 Euro habe der Druck gereicht, um mittlerweile eine ganze Schar an charttechnischen Indikatoren zu unterschreiten. Damit seien gleich mehrere Schwächesignale generiert worden. Beim Fall unter die 50 Euro hätten sie am Morgen mit nochmals steigender Abwärtsdynamik bis zur Unterstützungszone um die 45 Euro gerechnet.
Hohe Kosten und Währungseffekte würden das Ergebnis von Bayer belasten. Die erhöhte Prognose für den Umsatz sowie das Ergebnis je Aktie würden verpuffen. Ohnehin bleibt DER AKTIONÄR bei seiner kritischen Einschätzung aufgrund der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten, die immer noch nicht endgültig vom Tisch sind. Anleger sollten vorerst weiter einen Bogen um die Bayer-Aktie machen, so Michel Doepke von "Der Aktionär". (Analyse vom 05.08.2021)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Bayer-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Bayer-Aktie:
47,48 EUR -4,92% (05.08.2021, 13:18)
Xetra-Aktienkurs Bayer-Aktie:
47,295 EUR -5,08% (05.08.2021, 13:03)
ISIN Bayer-Aktie:
DE000BAY0017
WKN Bayer-Aktie:
BAY001
Ticker-Symbol Bayer-Aktie:
BAYN
Nasdaq OTC Ticker-Symbol Bayer-Aktie:
BAYZF
Kurzprofil Bayer AG:
Bayer (ISIN: DE000BAY0017, WKN: BAY001, Ticker-Symbol: BAYN, Nasdaq OTC-Symbol: BAYZF) ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität.
Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 41,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 4,9 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de. (05.08.2021/ac/a/d)
Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Chemie- und Pharmagiganten Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017, WKN: BAY001, Ticker-Symbol: BAYN, NASDAQ OTC-Symbol: BAYZF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Aktien von Bayer seien am Morgen im DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) angesichts der Gewinnbelastungen durch hohe Kosten unter Druck geraten. Mit einem Abschlag von 5,7 Prozent auf runde 47 Euro seien sie am Donnerstag zuletzt das Schlusslicht im moderat positiven Leitindex DAX gewesen. Sie seien damit auf das tiefste Niveau seit Weihnachten gerutscht, obwohl es auf den ersten Blick durchaus positives Feedback zum Gesamtbild der vorgelegten Zahlen gegeben. Bayer habe sich auch zuversichtlicher zum diesjährigen Umsatz geäußert.
Einen Wermutstropfen hätten die Anleger aber wohl in puncto Profitabilität gefunden, denn beim operativen Ergebnis sollten vom Umsatz rund 26 Prozent hängen bleiben und damit ein Prozentpunkt weniger als bislang kalkuliert. Analyst Ulrich Huwald von Warburg habe zwar gutes Wachstum der Leverkusener betont, die Gewinnentwicklung werde aber von zahlreichen Faktoren gebremst. Dazu hätten Börsianer herrschenden Währungsdruck und hohe Kosten gezählt.
Die Quartalszahlen des Chemie- und Pharmakonzerns habe Analyst Keyur Parekh von Goldman Sachs in einer ersten Reaktion als stark beurteilt. Sein Kollege Richard Vosser von J.P. Morgan hingegen habe aber von einem "gemischten Bild" mit Blick auf das operative Ergebnis (EBITDA) gesprochen, das bei Börsianern besonders stark im Fokus stehe. Hier habe Bayer im zweiten Quartal die Erwartungen nicht erfüllt und der diesbezügliche Ausblick impliziere gewisse Kürzungen an den Marktschätzungen.
Auch charttechnisch trübe sich das Bild weiter ein. Laut den Charttechnikern der UBS befänden sich die Aktien ungebrochen in einem schon jahrelangen Abwärtstrend. Nach einem Verlaufshoch Mitte Mai bei 57,73 Euro habe der Druck gereicht, um mittlerweile eine ganze Schar an charttechnischen Indikatoren zu unterschreiten. Damit seien gleich mehrere Schwächesignale generiert worden. Beim Fall unter die 50 Euro hätten sie am Morgen mit nochmals steigender Abwärtsdynamik bis zur Unterstützungszone um die 45 Euro gerechnet.
Hohe Kosten und Währungseffekte würden das Ergebnis von Bayer belasten. Die erhöhte Prognose für den Umsatz sowie das Ergebnis je Aktie würden verpuffen. Ohnehin bleibt DER AKTIONÄR bei seiner kritischen Einschätzung aufgrund der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten, die immer noch nicht endgültig vom Tisch sind. Anleger sollten vorerst weiter einen Bogen um die Bayer-Aktie machen, so Michel Doepke von "Der Aktionär". (Analyse vom 05.08.2021)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Bayer-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Bayer-Aktie:
47,48 EUR -4,92% (05.08.2021, 13:18)
Xetra-Aktienkurs Bayer-Aktie:
47,295 EUR -5,08% (05.08.2021, 13:03)
ISIN Bayer-Aktie:
DE000BAY0017
WKN Bayer-Aktie:
BAY001
Ticker-Symbol Bayer-Aktie:
BAYN
Nasdaq OTC Ticker-Symbol Bayer-Aktie:
BAYZF
Kurzprofil Bayer AG:
Bayer (ISIN: DE000BAY0017, WKN: BAY001, Ticker-Symbol: BAYN, Nasdaq OTC-Symbol: BAYZF) ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität.
Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 41,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 4,9 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de. (05.08.2021/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 05.08.2021. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.