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Kolumnist: Bernd Raschkowski

Baumwolle auf Talfahrt - aber wie lange noch?




20.06.19 09:44
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Im Zuge des allgemeinen Abwärtssogs bei den Agrar-Rohstoffen erging es auch Baumwolle nicht viel besser. Insbesondere der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China drückte den Kurs kräftig nach unten. Belastend wirkte zudem eine Meldung, wonach in Mali mit einer neuen Rekordernte von etwa 800.000 Tonnen zu rechnen sei – ein Anstieg um rund 22 Prozent. Das erhöhte Angebot auf dem Weltmarkt lässt den Preis sinken.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung von Baumwolle seit Mitte 2018 dargestellt (in US-Cent, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Seit dem Hoch aus dem Juni 2018, als Baumwolle noch mit 100 US-Cent gehandelt wurde, ging es ordentlich nach unten. Aktuell kostet Baumwolle auf dem Weltmarkt nur noch etwa 65 US-Cent. Doch wie geht es weiter?


Produzenten erwarten steigende Notierungen

Interessant ist die Positionierung der Commercials, also der Produzenten des Rohstoffs. Diese Gruppe ist stark Long positioniert, sie erwarten demnach steigende Kurse. Häufig zeigt eine solche Positionierung eine mögliche Trendumkehr an, insbesondere dann, wenn ein Rohstoff schon längerfristig gefallen ist. Was wissen die, was wir nicht wissen?


Interessant ist aus charttechnischer Sicht auch, dass mit dem gestrigen Tag ein sogenanntes „Outside-Muster“ generiert wurde. Also ein Tag, der die Vortagskerze komplett verschlingt. Dieses Muster sieht schrecklich aus, erweckt es doch den Eindruck, dass der Himmel über einem zusammenbricht und es weiter ordentlich nach unten geht. Doch meistens folgt dann genau das Gegenteil von dem, was die allermeisten Markteilnehmer erwarten. Denn der Markt dreht dann häufig in die andere Richtung, eben anders als alle erwarten. Ich rate hier bestimmt nicht zum sofortigen Einstieg, aber Baumwolle gehört nach der Talfahrt durchaus auf die Liste für eine mögliche Trendumkehr nach oben.


Chartmarken beachten

Ein Anstieg über 70 US-Dollar dürfte auf jeden Fall schon als positives Signal gesehen werden. Etwas vorsichtigere Anleger sollten einen Anstieg bis über 72 US-Cent abwarten. Abgesichert wird das ganze natürlich immer mit unserem schützenden Stopp-Kurs, den man gut unter dem letzten Tief ansetzen kann, also bei etwa 63-64 US-Cent. Alternativ können Trader den Ausbruch über die Marke von rund 70 US-Cent abwarten und dann den Stopp-Kurs direkt unter das letzte Verlaufstief setzen.


Freundliche Grüße aus Köln


Ihr



Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-dienst.de



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