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Bank Austria-Mutter UniCredit streicht 8.000 Stellen - Aktiennews




03.12.19 14:50
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Die börsenotierte italienische Großbank UniCredit (ISIN: IT0005239360, WKN: A2DJV6, Ticker-Symbol: CRIN, Nasdaq OTC-Symbol: UNCFF) hat die Details zu dem angekündigten Vierjahresplan "Team 23" veröffentlicht, so die Experten von "FONDS professionell".

Einmal mehr streiche die Mutter der österreichischen Bank Austria tausende Job. Rund 8.000 Vollzeitstellen sollten wegfallen, habe Vorstandschef Jean Pierre Mustier in einer Aussendung angekündigt. Das entspreche rund neun Prozent der Belegschaft. Ziel sei es, die Kosten in Westeuropa bis 2023 um eine Milliarde Euro zu senken. 500 Filialen würden geschlossen. Bereits im Jahr 2016 habe Mustier nach seinem Amtsantritt 16.000 Stellen gestrichen.

Hintergrund für das Sparpaket seien Faktoren, mit denen auch andere Institute kämpfen würden: das Tiefzinsumfeld, die sich eintrübende Konjunktur, harter Wettbewerb und ein immer aufwändiger werdendes regulatorisches Umfeld. Gleichzeitig sollten die Aktionäre zufrieden gestellt werden. Bis 2023 würden laut Mustier rund acht Milliarden Euro an die Aktionäre zurückfließen - zwei Milliarden davon über Aktienrückkäufe, sechs durch Dividenden.

Bis 2023 werde ein bereinigter Nettogewinn von fünf Milliarden Euro angepeilt. Das Ergebnis je Aktie solle bis dahin um zwölf Prozent im Jahr zulegen. Die Einnahmen sollten jährlich um 0,8 Prozent bis auf 19,3 Milliarden Euro steigen, während die Kosten um 0,2 Prozent pro Jahr sinken sollten.

Wie weit der Posten- und Filialabbau Österreich betreffe, sei nicht kommuniziert worden. Die Bank Austria habe sich zwischen 2017 und 2019 bereits von rund 2.000 Mitarbeitern getrennt.

Fest stehe, dass die Mutter UniCredit weiter an dem Projekt einer nicht-börsenotierten Subholding arbeite, unter deren Dach auch die österreichische Bank Austria kommen solle. Diese Gesellschaft solle laut Plan in Italien firmieren. Sie umfasse demnach die UniCredit Bank AG, die UniCredit Bank Austria AG und die CEE-Banken, heiße es. Zweck der Zusammenfassung in dieser Einheit sei ein optimiertes Vorgehen bei den MREL-Erfordernissen (Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities). Die Banken müssten im neuen europäischen Aufsichtsregime ein ausreichendes Maß an Eigenmitteln und wandelbarem Fremdkapital für den Abwicklungsfall vorhalten.

Ebenfalls vorangetrieben werden solle die Digitalisierung: Der Konzern plane ab Mitte 2020 (Start in Italien) den Auftritt als papierlose Retail-Bank. Kunden und Bank sollten dann Dokumente vorwiegend auf digitalem Weg austauschen. In Deutschland und Österreich solle das Konzept im Jahr 2021 für Kernprodukte ausgerollt werden, in CEE im Jahr 2023. Der Konzern erhoffe sich dadurch bis 2023 Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro pro Jahr.

Börsenplätze UniCredit-Aktie:

Xetra-Aktienkurs UniCredit-Aktie:
12,47 EUR +0,82% (03.12.2019, 13:44)

Borsa Italiana-Aktienkurs UniCredit-Aktie:
12,448 EUR +0,65% (03.12.2019, 13:59)

ISIN UniCredit-Aktie:
IT0005239360

WKN UniCredit-Aktie:
A2DJV6

Ticker-Symbol UniCredit-Aktie:
CRIN

Nasdaq OTC Ticker-Symbol UniCredit-Aktie:
UNCFF

Kurzprofil UniCredit S.p.A.:

UniCredit S.p.A. (ISIN: IT0005239360, WKN: A2DJV6, Ticker-Symbol: CRIN, Nasdaq OTC-Symbol: UNCFF) ist eine paneuropäische Geschäftsbank und bietet ein einzigartiges Netzwerk in West-, Mittel- und Osteuropa sowie ein voll integriertes Corporate & Investment Banking. Entstanden aus der Fusion von Credito Italiano mit mehreren anderen italienischen Banken, unterhält sie heute eines der größten europäischen Finanznetzwerke. UniCredit bietet das volle Spektrum des Privatkunden- und Firmenkundengeschäfts mit Kontenverwaltung, Zahlungsverkehrsabwicklung, Vermögensverwaltung sowie Investment Banking und Management.

2005 übernahm die UniCredit S.p.A. den deutschen Hypothekenspezialisten HVB und damit auch deren Tochter Bank Austria. Damit gelang der UniCredit als erster ausländischer Bank der Aufkauf einer deutschen Bank. Er erfolgte in Form einer freundschaftlichen Übernahme mittels Aktientausch. Die ehemalige HypoVereinsbank ist heute als UniCredit Bank aktiv und bietet Finanzdienstleitungen für Privat- und Geschäftskunden und Vermögensverwaltung. (03.12.2019/ac/a/a)







 
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IT0005239360 A2DJV6 13,66 € 9,09 €
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