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Banco Santander: Jahresverlust in 2020 wegen hoher Abschreibungen - Aktienanalyse




24.03.21 18:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Banco Santander-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Banco Santander-Aktie (ISIN: ES0113900J37, WKN: 858872, Ticker-Symbol: BSD2, Nasdaq OTC-Symbol: BCDRF) weiterhin zu kaufen.

Banco Santander sei geografisch hervorragend diversifiziert. Europa habe im Jahr 2020 rund 37% zum Konzerngewinn beigesteuert, Nordamerika 21% und Südamerika 42%. Dadurch sei man vergleichsweise weniger dem anhaltenden Niedrig- bzw. Negativzinsumfeld in der Eurozone ausgesetzt, wo die EZB ihre ultra-expansive Geldpolitik noch lange beibehalten dürfte.

Ertragsentwicklung 2020: Die Erträge und Kosten seien im Vorjahr gegenüber 2019 jeweils um 10% auf EUR 44,6 Mrd. bzw. EUR 21,0 Mrd. gesunken. Bereinigt um Währungseffekte hätten sich die Erträge im Jahresvergleich stabil gehalten, während sich die Kosten um 2% verringert hätten. Das Aufwands-Ertragsverhältnis liege damit bei außerordentlich niedrigen 47%, womit man im europäischen Spitzenfeld rangiere. Durch Kosteneinsparungen von zusätzlich EUR 1 Mrd. in Europa wolle Santander die Quote noch heuer auf unter 47% drücken.

Ergebnisentwicklung 2020: Neben den Covid-19 bedingt hohen Risikovorsorgen hätten im Vorjahr auch erhebliche Sondereffekte das Ergebnis verhagelt. So habe Banco Santander im zweiten Quartal Wertberichtigungen auf Firmenwerte (EUR 10,1 Mrd.) sowie latente Steueransprüche (EUR 2,5 Mrd.) verbucht. Die Firmenwertabschreibungen hätten sich vor allem auf die Niederlassungen in Großbritannien (EUR 6,1 Mrd.) und USA (EUR 2,3 Mrd.) bezogen. Im Schlussquartal seien nochmal EUR 1,15 Mrd. für Restrukturierungsrückstellungen (Stellenabbau und Filialschließungen) hinzugekommen, sodass unter dem Strich ein Jahresverlust von EUR 8,8 Mrd. zu Buche gestanden habe. Bereinigt um Sondereffekte sei ein Gewinn von EUR 5,1 Mrd. (2019: EUR 8,1 Mrd.) ausgewiesen worden.

Im Jahr 2020 habe Banco Santander Risikovorsorgen im Ausmaß von EUR 12,2 Mrd. dotiert, was gegenüber 2019 einer Steigerung von 31% entspreche. Die Quote der notleidenden Kredite sei im Jahresvergleich um 11 Basispunkte auf 3,21% gesunken. Deren Bedeckung durch Risikovorsorgen sei dagegen um sieben Prozentpunkte auf hohe 76% gestiegen und befinde sich damit auf einem komfortablen Niveau. Die Risikokosten in Summe hätten sich im Jahresvergleich um 28 Basispunkte auf 1,28% der ausstehenden Kredite erhöht und seien damit unterhalb der angestrebten Zielbandbreite von 1,40% bis 1,50% zu liegen gekommen.

Die Kernkapitalquote (CET1) habe sich im Jahresvergleich von 11,65% auf 12,34% erhöht und damit die Zielbandbreite von 11% bis 12% übertroffen. Im Einklang mit den EZB-Vorgaben beabsichtige Banco Santander für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Cash-Dividende von EUR 0,0275 je Aktie zu zahlen. Nach 7,4% Vorjahr peile das Institut für 2021 eine Eigenkapitalrentabilität von 9% bis 10% an. Mittelfristig strebe Santander hier eine Bandbreite von 13% bis 15% an und möchte 40% bis 50% des Gewinns an die Aktionäre ausschütten.
Im Jahr 2020 habe Banco Santander nahezu 45% der konzernweiten Firmenwerte abgeschrieben und - ebenso wie seine Mitbewerber - hohe Dotierungen zu Kreditrisikovorsorgen vornehmen müssen, woraus ein hoher Verlust resultiert habe. Aufgrund der starken Ausrichtung auf margenträchtigere Wachstumsmärkte (z.B. Lateinamerika) sei der Anteil der problembehafteten Kredite etwas höher, wofür Santander aber entsprechend mehr Vorsorgen gebildet habe.

Nach der vollzogenen Bilanzbereinigung sieht Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, das Institut gut aufgestellt, um vom erwarteten breiten konjunkturellen Aufschwung profitieren zu können. Des Weiteren überzeuge Alber die attraktive Bewertung, weshalb der Analyst seine Empfehlung für die Banco Santander-Aktie mit "Kauf" bestätige. Das Kursziel von EUR 3,25 (zuvor: EUR 2,73) basiere auf einem Dividend Discount-Modell, die Zahlen auf Konsensschätzungen. (Analyse vom 24.03.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Banco Santander-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Banco Santander-Aktie:
2,8495 EUR -0,21% (24.03.2021, 16:43)

Tradegate-Aktienkurs Banco Santander-Aktie:
2,8585 EUR +0,95% (24.03.2021, 17:10)

ISIN Banco Santander-Aktie:
ES0113900J37

WKN Banco Santander-Aktie:
858872

Ticker-Symbol Banco Santander-Aktie:
BSD2

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Banco Santander-Aktie:
BCDRF

Kurzprofil Banco Santander:

Banco Santander (ISIN: ES0113900J37, WKN: 858872, Ticker-Symbol: BSD2, Nasdaq OTC-Symbol: BCDRF) ist nach Börsenwert die größte Bank in der Eurozone. Als international tätige Bank verfügt Santander mit über 102 Millionen Kunden, die in rund 14.400 Filialen betreut werden, über das größte Filialnetz weltweit.

Das Geschäftsmodell der Santander Gruppe mit Banco Santander als Muttergesellschaft an der Spitze zeichnet sich durch eine breite und solide Aufstellung mit weltweiter Präsenz aus. Diese geografische Diversifizierung führt dazu, dass herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf den Märkten einzelner Länder das Gesamtergebnis der Gruppe nicht wesentlich beeinflussen.

Die einzelnen Tochtergesellschaften agieren im Hinblick auf Liquidität und Kapital autonom, unterliegen den lokalen Regeln sowie der lokalen Gesetzgebung und werden von den jeweiligen nationalen Behörden kontrolliert. Sie stellen somit Banken nach nationalem Recht dar.

Durch das verfolgte Geschäftsmodell kann Santander eine Kernkapitalquote von ca. 10% ausweisen und zählt gemäß den Kriterien der europäischen Bankenaufsicht zu den solidesten wie auch solventesten Banken in Europa.

Santander gehört zu den europäischen Banken, die zu keiner Zeit öffentliche Finanzhilfen benötigt haben bzw. in Anspruch nehmen. (24.03.2021/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
2,646 € 2,627 € 0,019 € +0,72% 18.08./21:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
ES0113900J37 858872 3,48 € 2,32 €
Werte im Artikel
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2,62 minus
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Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Xetra 2,6305 € +0,42%  18.08.22
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Düsseldorf 2,6075 € -0,48%  18.08.22
Stuttgart 2,618 € -0,55%  18.08.22
München 2,6395 € -0,85%  18.08.22
Berlin 2,597 € -1,10%  18.08.22
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