BMWi erwartet baldiges Ende der Schwächephase


10.02.12 14:18
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Berlin (aktiencheck.de AG) - Obwohl sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahresschlussquartal leicht abgeschwächt hat zeigt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für die weitere Entwicklung optimistisch.

Die Gründe für die jüngste Schwächephase lagen Ministeriumsangaben zufolge vor allem in der Verunsicherung aufgrund der Verschuldungssituation einzelner Staaten, insbesondere im Euroraum. Darüber hinaus hat sich das Wachstum in Europa und anderen Regionen der Welt merklich verlangsamt. Für die deutsche Wirtschaft gibt es allerdings bereits erste Signale einer Stabilisierung. Sie deuten darauf hin, dass die Schwächephase nur vorübergehend bleibt und die Wirtschaft in Deutschland sich bald wieder belebt. Trotz wichtiger politischer Weichenstellungen, die bei der Stabilisierung der Schuldenkrise im Eurogebiet erreicht werden konnten, bleiben die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung auch in Deutschland allerdings nach wie vor hoch. Die Entschlossenheit aller Euroländer, die bestehenden Haushaltsprobleme und Wettbewerbsschwächen konsequent und konkret anzugehen, wird entscheidend sein, wenn es um die Rückkehr zu einem dynamischeren Wachstum in ganz Europa geht.

Die deutsche Konjunktur wird sich laut BMWi auch zu Beginn dieses Jahres vorerst noch verhalten entwickeln. Allerdings sendet die spürbare Zunahme der Bestellungen in der Industrie im Dezember (+1,7 Prozent) trotz der leichten Abschwächung im vierten Quartal insgesamt (-1,4 Prozent) ein positives Signal. Zusammen mit der Aufhellung der Stimmungsindikatoren spricht dies für eine rasche Überwindung der aktuellen Schwächephase.

Die Entwicklung der Binnennachfrage wird wie bereits im vergangenen Jahr eine entscheidende Rolle für den weiteren Konjunkturverlauf in Deutschland spielen. Mit der sich allmählich wieder belebenden Weltwirtschaft dürften die Unternehmen angesichts ausgelasteter Kapazitäten in den Ersatz und die Erweiterung ihrer Anlagen investieren. Darüber hinaus spricht das anhaltend freundliche Konsumklima für eine weiterhin stabile Entwicklung der privaten Konsumausgaben. Zwar gingen die Umsätze im Einzelhandel (ohne den Handel mit Kraftfahrzeugen) im Jahresschlussquartal 2011 leicht zurück (-0,7 Prozent). Entscheidende Rahmenbedingungen für den privaten Konsum bleiben aber günstig. Dies gilt insbesondere für die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt und bei den Einkommen. So setzte sich der Beschäftigungsaufbau zum Jahresende ungeachtet der aktuellen Konjunkturschwäche ungebrochen fort. Vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst anhaltend kräftig. Im Gegenzug setzte sich der Abbau der Arbeitslosigkeit saisonbereinigt zügig fort. Die Frühindikatoren signalisieren zu Jahresbeginn eine rege Nachfrage nach Arbeitskräften in nahezu allen Branchen. Vor diesem Hintergrund werden die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte weiter spürbar zunehmen. Der sich abschwächende Preisauftrieb in Deutschland sorgt dabei für steigende Kaufkraft, hieß es weiter. (10.02.2012/ac/e/mb)




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