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BASF: Wann kommt die chinesische Wirtschaft wieder in Schwung? - Aktienanalyse




16.05.22 09:43
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - BASF-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der BASF SE (ISIN: DE000BASF111, WKN: BASF11, Ticker-Symbol: BAS, NASDAQ OTC-Symbol: BFFAF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Über Jahre hinweg hätten BASF und Covestro davon profitiert, stark in China positioniert zu sein. Denn die Lokomotive der Weltwirtschaft habe für kräftiges Wachstum gesorgt. Aktuell dürften sich die beiden deutschen Chemieriesen aber Sorgen machen, wann die dortige Wirtschaft wieder in Schwung komme. Die jüngsten Zahlen würden eher wenig Mut machen.

Denn die strikten Beschränkungen durch Chinas Null-Covid-Strategie würden die zweitgrößte Volkswirtschaft stärker als erwartet bremsen. Die Industrieproduktion sei im April überraschend um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtet habe. Auch die Einzelhandelsumsätze seien deutlicher als von Analysten vorhergesagt sogar um 11,1 Prozent eingebrochen. Zudem seien die Sachinvestitionen schwächer als erwartet ausgefallen.

Die Zahlen würden nach Ansicht von Experten darauf hindeuten, dass der Abschwung in diesem Jahr stärker als erwartet ausfalle. "Die Daten für die Aktivitäten im April haben den Schaden durch die Lockdowns in Shanghai und anderen Teilen des Landes offengelegt", hätten Chang Shu und Eric Zhu in einer Analyse der Nachrichtenagentur Bloomberg geschrieben. "Die Auswirkungen sind viel breiter und tiefer als erwartet."

Die Ankunft der sich schnell verbreitenden Omikron-Variante stelle die strikte chinesische Null-Covid-Strategie auf eine harte Probe. Zig Millionen Menschen in Metropolen wie Shanghai, Changchun oder der Provinz Jilin würden seit Wochen in Lockdowns stecken und dürften ihre Wohnungen nicht verlassen. In Peking seien zahlreiche Nachbarschaften abgeriegelt. Die meisten Geschäfte und viele U-Bahnhöfe seien geschlossen. Millionen müssten im Homeoffice arbeiten.

Durch die Beschränkungen sei der Frachtverkehr landesweit deutlich zurückgegangen. Lieferketten seien unterbrochen. Viele Betriebe hätten die Produktion einstellen oder herunterfahren müssen. Der Containertransport über den größten Hafen der Welt in Shanghai sei stark eingebrochen. Die Lieferengpässe würden auch in Deutschland über höhere Preise zu spüren sein, wie Experten vorhersagen würden. Auch in China tätige deutsche und andere europäische oder ausländische Unternehmen seien schwer betroffen.

Trotz der schlechten Zahlen habe der Sprecher des Statistikamtes, Fu Linghui, vor der Presse in Peking versucht, eher Optimismus zu verbreiten. "Der Covid-Ausbruch im April hatte große Auswirkungen auf die Wirtschaft, aber die Folgen werden kurzfristig sein." Die guten langfristigen Grundlagen der chinesischen Wirtschaft seien unverändert. Wenn die Covid-Maßnahmen Fortschritte machten und die Politik zur Stabilisierung der Wirtschaft ihre Wirkung zeige, sei zu erwarten, dass sich die Konjunktur wieder schrittweise erhole.

Die Anlageinvestitionen seien im April leicht um 0,82 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen, seien aber seit Jahresanfang um 6,8 Prozent gestiegen und liege damit im Rahmen des Plans. Experten hätten allerdings mit einem etwas stärkeren Anstieg gerechnet. Der Anstieg spiegle die Anstrengungen der Regierung wider, die Ausgaben für Infrastruktur zu erhöhen, um die Konjunktur anzukurbeln.

Die chinesische Führung habe für dieses Jahr ein Wachstumsziel von 5,5 Prozent vorgegeben. Ob die ursprünglich schon optimistische Vorgabe erreicht werden könne, werde sowohl wegen der Covid-Ausbrüche und der strikten Maßnahmen in China als auch wegen des Rückschlags für die Weltwirtschaft durch den russischen Krieg in der Ukraine immer fraglicher. (Analyse vom 16.05.2022)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

Börsenplätze BASF-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs BASF-Aktie:
49,08 EUR -0,66% (16.05.2022, 09:41)

XETRA-Aktienkurs BASF-Aktie:
49,02 EUR -0,73% (16.05.2022, 09:26)

ISIN BASF-Aktie:
DE000BASF111

WKN BASF-Aktie:
BASF11

Ticker-Symbol BASF-Aktie:
BAS

NASDAQ OTC-Symbol BASF-Aktie:
BFFAF

Kurzprofil BASF SE:

BASF (ISIN: DE000BASF111, WKN: BASF11, Ticker-Symbol: BAS, NASDAQ OTC-Symbol: BFFAF) steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Das Unternehmen verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 111.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg ihrer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Sein Portfolio hat BASF in sechs Segmenten zusammengefasst: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2021 weltweit einen Umsatz von 78,6 Milliarden Euro. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com. (16.05.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000BASF111 BASF11 69,52 € 41,08 €
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