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Kolumnist: Volker Schulz

Autobranche: Gewinnschub durch Euro-Abwertung




16.06.10 14:27
Volker Schulz

Die Ergebnisse der Autowerte im ersten Quartal waren erst der Vorgeschmack auf die Gewinnentwicklung in den kommenden Quartalen.
Die Autowerte glänzen mit relativer Stärke. Sowohl DAIMLER als auch BMW haben neue Jahreshochs markiert. BMW notiert sogar wieder auf den Kursniveaus von 2007. Drei Punkte sprechen für eine Fortsetzung dieser Trends:

1. 2010 werden weltweit rund 56 Millionen Autos verkauft. Damit dürften die Verkaufszahlen des Jahres 2008 sogar übertroffen werden. Das starke Wachstum in den Schwellenländern sorgt dafür, dass bereits 2011 ein neuer Rekord im weltweiten Fahrzeugverkauf erwartet wird.

2. Die Euro-Abwertung führt zu einem Gewinnschub. Dieser resultiert aus Wettbewerbsvorteilen sowie hohen Windfall-Profits. So liegt der zusätzliche Gewinn bei einer Mercedes-E-Klasse durch die Dollar-Aufwertung bei über 6000 ¤ je Auto. Da ein Großteil der Wechselkurspositionen mit Devisentermingeschäften abgesichert wurden, wird man natürlich nicht den vollen Gewinn aus der Euro-Abwertung in diesem Jahr einfahren. Dafür aber nutzen die Autobauer jetzt den billigen Euro, um Devisentermingeschäfte für die nächsten drei Jahre abzuschließen. Damit fallen in den nächsten drei Jahren deutlich höhere Gewinne aus der Euro-Abwertung an als 2010. Branchenexperten bestätigen uns dies und rechnen für das Jahr 2012 mit einem Spitzengewinn aus Währungsgewinnen von 5 Mrd ¤ für DAIMLER, BMW und VW inklusive AUDI. Für 2010 beläuft sich diese Zahl auf ca. 2 Mrd ¤.

3. Die Kostenbasis wurde signifikant gesenkt. In den vergangenen zwei Jahren wurden bei BMW, DAIMLER und VW die Kostenpositionen im zweistelligen Prozentbereich verbessert. Das sorgt dafür, dass bei steigenden Umsätzen die Gewinne überproportional steigen.

Fazit: Der deutschen Autobranche stehen ohne Zweifel in den nächsten zwei Jahren gute Zeiten ins Haus. Das nehmen die Autowerte jetzt vorweg.

Die Automobilzulieferer werden dem logischerweise folgen. In der Markttechnik hängen diese den Autoherstellern noch hinterher. Das lässt sich nutzen.

Bernecker


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