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Kolumnist: S. Feuerstein

Außer Kontrolle?




14.06.22 07:58
S. Feuerstein

Die USA leiden unter einer Inflationsrate, die so hoch ist, wie seit 1981 nicht mehr. So wurde am vergangenen Freitag für den abgelaufenen Monat Mai ein Höchstwert von 8,6 Prozent bekanntgegeben. Einen nicht unerheblichen Teil dazu tragen die gestiegenen Energiekosten bei. So ist der Spritpreis im Mai um rund 17 Prozent nach oben geklettert. Damit richtet sich der Blick gespannt auf die Wochenmitte. Dann kommt die US-Notenbank zu ihrer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Während FED-Chef Jerome Powell in den letzten Wochen einer Zinsanhebung um 75 Basispunkte eine Absage erteilt hat, steigt der Druck mit den weiter kletternden Preisen. Sollte die FED tatsächlich eine Anhebung um 75 Basispunkte vollziehen, dürfte dies weitere Spuren am Aktienmarkt hinterlassen!

Ende des Bullenmarktes!

Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 ging es mit den Zinsen runter und mit den Aktienkursen nach oben. Dieses Schema hat sich auch in der Corona-Pandemie gezeigt, so dass das Geld noch billiger und die Aktien noch teurer wurden. Da die Preise für Energie über eine lange Zeit nicht nach oben zeigten, gab es über Jahre das einmalige Szenario von historisch niedrigen Zinsen bei einer sehr niedrigen Inflationsrate. Mit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine zeigen die Energiepreise nun aber nach oben, womit die Inflation mittlerweile weit über dem Korridor liegt, den die Notenbanken gerne hätten. Vor allem die Europäische Zentralbank hat dem Treiben lange Zeit teilnahmslos zugesehen. Nun ergibt sich ein Umfeld, welches die Notenbanken nicht mehr kontrollieren können, so dass die Frage bleibt, ob die Inflation mittlerweile bereits außer Kontrolle geraten ist!

Noch schlimmer, bevor es wieder besser wird?

Die Inflation ist zunächst auf die steigenden Energiepreise zurückzuführen. Daneben belastet auch die Corona-Pandemie-Politik in Form von kompromisslosen Lockdowns in China. Diese stört die globalen Lieferketten und entzieht sich ebenfalls des Einflussbereichs der US- oder Europäischen Notenbank. Ohnehin wirken sich fiskalpolitische Eingriffe erst mit einigen Monaten Verzögerung allmählich aus. Es sollte daher nicht überraschen, wenn die Inflation auch in den kommenden Monaten tendenziell weiter nach oben zeigt. Es bleibt daher spannend, welche Maßnahmen die Notenbanken in welcher Bandbreite einsetzen, um die entflohenen Preise wieder unter Kontrolle zu bringen. Bis dahin dürfte es auch am Aktienmarkt zu unruhigen Bewegungen kommen, wobei die Richtung vorerst weiter nach unten zeigen dürfte.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
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