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Ausblick auf das Jahr 2019: Drei entscheidende Fragen




10.10.18 10:35
Janus Henderson Investors

London (www.aktiencheck.de) - Paul O'Connor, Leiter des Multi-Asset-Teams von Janus Henderson Investors, wagt einen ersten Ausblick auf das Jahr 2019.

Die drei entscheidenden Fragen würden seiner Ansicht nach lauten:

1. Wann ende der Bullenmarkt für Risikoaktiva?

Es herrsche weitgehender Konsens darüber, dass die Marktaussichten anhand von Fundamentaldaten wie anhaltend solidem Gewinnwachstum, niedrigen Kreditausfallquoten und moderater Inflation unverändert positiv seien. Keine verlässliche Antwort gebe es aber auf die Frage, welchen Einfluss der Ausstieg aus dem Quantitative Easing auf die Finanzmärkte haben werde, weil es sich um ein historisch beispielloses Experiment handle. Nach Einschätzung des Multi-Asset-Teams von Janus Henderson sei mit sinkenden Erträgen, höherer Volatilität und einer größeren Performancestreuung zu rechnen. Ein möglicher Risikofaktor könnten Lohnerhöhungen sein, falls sie nicht mit steigender Produktivität einhergehen würden. Dann könnten sie die Profitabilität schmälern und Inflation und Zinsen treiben.

2. Welchen Einfluss würden die Handelskonflikte noch haben?

Nach Ansicht von Paul O'Connor und seinem Team sei ein Großteil des Risikos zukünftiger schlechter Nachrichten an dieser Front bereits eingepreist. Sollten sich die bislang moderaten Auswirkungen auf die US-amerikanische Wirtschaft verschärfen, sei davon auszugehen, dass Präsident Trump - auch unter dem Druck der amerikanischen Unternehmen - die Lust auf eine weitere Eskalation vergehe.

3. Würden sich der US-Markt und die Schwellenländer weiter auseinander bewegen?

Die bisherige Auseinanderbewegung des US-Markts, Europas und der Schwellenländer sei zu einem gewissen Teil abweichenden Fundamentaldaten geschuldet. Es sei wahrscheinlich, dass das Wirtschaftswachstum in den USA Anfang des kommenden Jahres aufgrund verschiedener Faktoren seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht habe und danach abflaue.

Alle diese Themen seien miteinander verbunden und würden sich gegenseitig beeinflussen. Abhängig von den eintretenden Szenarios - einem "FED-Schock", einer Eskalation des Handelsstreits oder auch einer Einigung in selbigem - seien viele mögliche Ergebnisse denkbar. Das Janus Henderson-Multi Asset-Team bleibe vorsichtig optimistisch, habe sich aber zu einem gewissen Grad gegen weniger günstige Entwicklungen abgesichert. Ein krisenfestes, diversifiziertes und flexibles Portfolio sei jetzt entscheidend, da vermutlich bedeutende Allokationsentscheidungen anstünden. (10.10.2018/ac/a/m)







 
 
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