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Aufsichtsrat der Lufthansa lehnt staatliche Beihilfe ab - Allianz plant Verkauf des Lebensversicherungsgeschäfts




28.05.20 14:39
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es sieht so aus, als ob die Märkte immer gute Nachrichten finden, um schlechte auszugleichen, so die Experten von XTB.

Die Spannungen zwischen den USA und China würden sich weiter aufheizen, da Pompeo gestern erklärt habe, dass Hongkong nicht länger von China unabhängig sei. Darüber hinaus werde erwartet, dass China das Hongkonger Sicherheitsgesetz verabschiede, und die USA hätten mit Sanktionen gedroht, falls sie dies tun würden. Der drohende Handelskrieg sei jedoch völlig verharmlost worden, nachdem die EU-Kommission ihren Vorschlag für den Sanierungsfonds in Höhe von 750 Milliarden EUR vorgelegt habe. Die Gewinne hätten sich über Nacht fortgesetzt, doch während der europäischen Sitzung seien einige Anzeichen von Schwäche zu erkennen.

Nach dem Durchbruch der Zone zwischen 11.450 und 11.600 Punkten sei der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) auf einen weiteren wichtigen Widerstand gestoßen. Der Index habe vor der europäischen Eröffnung die Zone bei rund 11.875 Punkten gestestet, habe aber seitdem einen Teil der Gewinne wieder abgegeben. Dies sei ein wichtiger Widerstand, der in den vergangenen 20 Monaten durch zahlreiche Tests gekennzeichnet gewesen sei. Angesichts der starken Aufwärtsdynamik könnte diese Zone jedoch auch dem Kaufrausch der Bullen zum Opfer fallen. Einige harte US-Daten würden am frühen Nachmittag veröffentlicht, darunter die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der revidierte BIP-Bericht, aber die Märkte würden möglicherweise nicht viel darauf reagieren. Die Politik könnte eine wichtigere Rolle spielen. Es werde erwartet, dass Trump heute eine Executive Order unterzeichne, die auf Social-Media-Unternehmen abziele, und das könnte die Stimmung beeinflussen. Es scheine jedoch eine größere Eskalation der Spannungen zwischen China und den USA erforderlich zu sein, um an den Aktienmärkten einen stärkeren Rückgang auszulösen. Die kurzfristige Unterstützung sei die bereits erwähnte Zone von 11.450 bis 11.600 Punkten.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF) habe die staatliche Beihilfe in Höhe von 9,9 Milliarden EUR abgelehnt. Die Entscheidung falle inmitten erheblicher Widerstände von anderen europäischen Fluggesellschaften, die gegen das staatliche Rettungspaket Berufung einlegen wollten. Darüber hinaus hätten die Verantwortlichen der Lufthansa der Vorstellung widersprochen, dass die Lufthansa auf einige Start- und Landeplätze in Frankfurt und München verzichten müsse.

Die Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055, WKN: 581005, Ticker-Symbol: DB1, NASDAQ OTC-Symbol: DBOEF) sei eine Partnerschaft mit dem chinesischen Datenanbieter Wind eingegangen. Die beiden Unternehmen würden daran arbeiten, das Daten- und Dienstleistungsportfolio der Deutschen Börse AG mit dem Netz von Wind zu verbinden.

Die Allianz (ISIN: DE0008404005, WKN: 840400, Ticker-Symbol: ALV, Nasdaq OTC-Symbol: ALIZF) plane den Verkauf des Lebensversicherungsgeschäfts, um die Tatsache zu nutzen, dass die M&A-Aktivitäten in diesem Sektor trotz der Coronavirus-Pandemie recht robust bleiben würden. Der italienische Versicherer Generali (ISIN: IT0000062072, WKN: 850312, Ticker-Symbol: ASG, NASDAQ OTC-Symbol: ARZGF) erwäge einen ähnlichen Schritt. Da das Lebensversicherungsgeschäft kapitalintensiv sei, könnte der Verkauf den Versicherern eine effizientere Nutzung der Mittel an anderer Stelle ermöglichen.

Morgan Stanley habe der Aktie von Infineon (ISIN: DE0006231004, WKN: 623100, Ticker-Symbol: IFX, Nasdaq OTC-Symbol: IFNNF) ein "buy"-Rating gegeben. Die US-Bank habe gesagt, dass Infineon ihr bevorzugtes Unternehmen im europäischen Halbleitersektor sei. Die Analysten würden ein jährliches Umsatzwachstum von 23% im Zeitraum von 2019 bis 2024 erwarten. Morgan Stanley habe auch von unterstützenden Kunden und regulatorischen Trends gesprochen. Das Kursziel sei auf 24 EUR festgelegt worden, was ein Plus von über 20% gegenüber dem aktuellen Kurs bedeute. (28.05.2020/ac/a/m)






 
 
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