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Kolumnist: Feingold-Research

Apple und Deutsche Bank – Rendite abgreifen




23.01.19 07:03
Feingold-Research

Sie möchten einen Test von uns, wie unsere täglichen Research-mails aussehen und was Sie exklusiv erwarten dürfen? Natürlich, bitte sehr. Am 10. Januar beispielsweise sah unsere morgendliche mail an unsere Leser wie folgt aus – siehe unten. Sie sehen – der Mix aus Anlageideen, Trading und Research hat für jeden Gewinninteressierten und Tradingaffinen etwas parat. Zuletzt beispielsweise waren es Tradingpapiere und Ideen auf Apple, Deutsche Bank und Daimler – Stichwort Discount-Warrants. Sehr geehrte Abonnenten, die Börsenturbulenzen der letzten Wochen haben einige Marktexperten dazu veranlasst, den Niedergang der Aktienmärkte anzukündigen. Laut Tilmann Galler, globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, sollten sich Anleger jedoch 2019 nicht komplett verderben lassen: „Es gilt, sich ein breites Gesamtbild zu machen, und das ist trotz aller Marktvolatilität derzeit gar nicht so übel.“  

Aktienmärkte im Zwiespalt zwischen Momentum und Fundamentaldaten



- Technische und trendbasierte Signale nur mit bedingter Aussagekraft
- Die Konjunktur kühlt sich ab – aber noch keine Rezession in Sicht
- Zu früh, um sich aus Aktien zurückzuziehen


 


Keine Bange vor technischen und trendbasierten Signalen
Technische Indikatoren schüren derzeit Ängste mit schaurigen Namen wie „Todeskreuz“ oder „Hindenburg-Omen“. Crash-Auguren werden zudem durch die partielle Invertierung der US-Zinsstrukturkurve bestätigt, wo die Zweijahresrenditen der US-Treasuries jetzt höher rentieren als die Fünfjahresrenditen – ein Phänomen, das zumindest nach den Erfahrungen der Vergangenheit oft einer nahenden Rezession voraus¬gegangen ist. „Die Crux der technischen und oft trendbasierten Signale ist, dass sie zwar in der Lage sind, vor einem Crash ein Warnsignal zu liefern, aber auch viele Fehlsignale bei kleineren Marktkorrekturen generieren. Seit Beginn des Bullenmarktes im Jahr 2009 gab es im S&P 500 vier sogenannter ‚Todeskreuze‘, und alle waren kolossale Fehlsignale“, erklärt Tilmann Galler.


Investoren, die aufgrund der Indikatoren komplett aus Aktien ausgestiegen sind, hätten bis heute zwischen 40 und 200 Prozent an Wertentwicklung verpasst. Und bei der Zinsstrukturkurve sei dahingehend Vorsicht geboten, dass es lediglich eine Indikation des Marktes ist, wann die Notenbank mit den Zinserhöhungen langsam am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Historisch hat es nach einer Invertierung im Durchschnitt 20 Monate gedauert, bis es zu einer Rezession in der US-Wirtschaft gekommen ist, wobei die Spanne zwischen 11 Monaten (September 1980) und 34 Monaten (Mai 1998) liegt.


Grafik: Anteil der öffentlichen Ausgaben am realen BIP der USA
(% im Quartalsvergleich, saisonbereinigt annualisiert. Ab dem 4. Quartal 2018 Prognose)


http://sentpressrelease.com/pressrelease/image/201201/83872/SlBNQU1fQW50ZWlsIMO2ZmZlbnRsaWNoZSBBdXNnYWJlbiBhbSBCSVAgVVNBLmpwZw==
Quelle: CBO, J.P. Morgan Multi-Asset Solutions, J.P. Morgan Asset Management per 30. November 2018.


Die Konjunktur kühlt sich ab – aber noch keine Rezession in Sicht
Viele Investoren waren zuletzt in Sorge, dass erstens der Höhepunkt des globalen Wachstums überschritten sein könnte und zweitens neben der normalen, zyklischen Abschwächung die zahlreichen politischen Risiken das Wachstum so weit schwächen, dass eine Rezession in Reichweite wäre. „Wenn wir in die USA schauen, sind nach unserer Einschätzung die Rezessionsrisiken für die kommenden 12 Monate relativ gering. Die Konsumnachfrage, die immerhin zu 68 Prozent des US-BIP beiträgt, sollte auch im kommenden Jahr aufgrund der positiven Effekte von Steuersenkungen, steigenden Löhnen und einem stabilen Arbeitsmarkt unterstützend wirken“, sagt Tilmann Galler.
Gleichwohl könnte jedoch die Wachstumsgeschwindigkeit bis zum Ende des kommenden Jahres auf knapp unter zwei Prozent zurückgehen. Gründe hierfür sind das Auslaufen des Fiskalstimulus 2019, ein schwächerer Immobilienmarkt und ein negativer Außenbeitrag. In China, der inzwischen zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, sollten nach Ansicht von Tilmann Galler die Lockerung der Geldpolitik, die schwächere Währung und eine expansivere Fiskalpolitik das Wachstum in der Region von 6 bis 6,5 Prozent stabilisieren.


Europa mit vielen hausgemachten Problemen
In Europa haben hausgemachte Probleme wie der Brexit, der italienische Budgetstreit und soziale Unruhen in Frankreich verbunden mit dem von der US-Regierung initiierten Handelskonflikt das Sentiment im Industriesektor deutlich abkühlen lassen. Dennoch gibt es auch in Europa von der Konsumseite positive Nachrichten. „In Europa erholt sich, wie in den USA, der Arbeitsmarkt mit entsprechend positiven Folgen für das Lohnwachstum. Steigende Löhne und der Rückgang des Ölpreises dürften die Konsumnachfrage entsprechend unterstützen“, erklärt Tilmann Galler. Sollten die politischen Risiken in den kommenden Monaten nicht weiter eskalieren, könnte die Eurozone das langjährige Trendwachstum von knapp 1,5 Prozent erreichen, wodurch 2019 eine Konvergenz in den Wachstumsraten zwischen der US-Wirtschaft und Europa möglich wäre. 


Zu früh, um sich aus Aktien zurückzuziehen
So ist nach Einschätzung von Tilmann Galler auch für die Gewinne der Unternehmen geringeres Wachstum, aber eben kein Stillstand zu erwarten: „Die Aktienmärkte versuchen nun, eine Balance zu finden zwischen der Chance auf ein schwächeres, aber positives Wachstumsumfeld und dem Risiko einer Rezession – dies ist in einer Spätphase des Konjunkturzyklus nicht unüblich“, betont Galler. Die steigende Unsicherheit führte dadurch in den letzten Wochen zu einem kräftigen Anstieg der Volatilität und einem Bewertungsabschlag bei Aktien, weshalb einige der Risiken schon eingepreist sind. Aufgrund der relativ geringen Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA in den kommenden 12 Monaten sei es nach Meinung von Tilmann Galler aber noch zu früh, sich komplett aus Aktien zurückzuziehen. „Es ist sicherlich Zeit, die Portfoliorisiken den steigenden Risiken in der Konjunktur und in der Politik anzupassen, aber man darf auch nicht außer Acht lassen, dass einige der drohenden politischen Risiken ein positives Ende nehmen können“, ergänzt Tilmann Galler.


Die Angst vor der Rezession


Umkehr der Zinsstrukturkurve wahrscheinlich


Rezession in 2021/22 möglich


Verändernde Zinspolitik der Fed könnte Rezession vermeiden


„Es scheint viel Angst über den Ausblick einer invertierten US-Zinsstrukturkurve zu herrschen. Denn es wird darüber spekuliert, wann die Kurve möglicherweise umkehrt und was passiert, wenn dies der Fall ist“, meint Ken Orchard, Portfoliomanager der Diversified Income Bond Strategy bei T.Rowe Price. Angesichts der Tatsache, dass eine invertierte Zinsstrukturkurve weithin als ‚Prophet‘ für eine Rezession angesehen werde, sei es nicht schwer zu verstehen, warum die Menschen besorgt seien. „Es lohnt sich jedoch zu verstehen, was eine invertierte Zinsstrukturkurve tatsächlich besagt und was nicht“, fügt der Experte hinzu.


„Ist eine umgekehrte Zinsstrukturkurve ein verlässliches Indiz für eine Rezession? Generell ja – aber wohl nicht genau so, wie vermuten lässt“, so Orchard. Invertierte Zinskurven würden keine Rezessionen verursachen. Sie seien jedoch ein gutes Indiz für die relative Straffheit der Geldpolitik, die sich im Laufe der Zeit auf die Realwirtschaft auswirke. Die Daten zeigten, dass den letzten fünf Rezessionen seit 1976 ausnahmslos eine umgekehrte Zinsstrukturkurve vorausgegangen sei und die Inversion über einen längeren Zeitraum bestanden habe (typischerweise mindestens 10 Monate). Die Zinsstrukturkurven würden dann jeweils vor der Rezession steiler werden.


„Es ist auch erwähnenswert, dass die Verzögerung zwischen einer Inversion der Zinsstrukturkurve und dem Beginn einer Rezession historisch variierte und zwischen sechs und 24 Monaten lag. Die Ursachen für Rezessionen sind vielfältig. Andere wirtschaftliche Schocks wie die hohen Energiepreise, die Hypothekenkrise in den USA im Jahr 2007 oder der Zusammenbruch der Dotcom-Blase im Jahr 2000 spielen häufig eine Rolle“, führt der Portfoliomanager weiter aus. Wenn sich die Kurve umkehre, könne es immer noch einige Zeit dauern, bis die US-Wirtschaft in eine Rezession gerate. Daher sei es wichtig, andere Wirtschafts- und Marktindikatoren wie Rohstoffpreise und Kreditspreads zu überwachen, um Hinweise darauf zu erhalten, dass sich die wirtschaftliche Dynamik negativ entwickle. 


„Wird sich die Zinsstrukturkurve also bald ändern? Alles in allem sei dies wahrscheinlich. Die Differenz zwischen zwei- und fünfjährigen Renditen der US-Staatsanleihen beträgt bereits null. Wenn sich die US-Notenbank (Fed) noch ein oder zwei Mal die Zinsen erhöht, werden sich die Auswirkungen auf die Realwirtschaft im Laufe des Jahres 2019 ändern, da auch der fiskalische Anreiz nachlässt“, schätzt Orchard ein. Unter diesen Umständen dürfte sich die Kurve zu Beginn des nächsten Jahres zu einem gewissen Zeitpunkt umkehren, was wahrscheinlich eine Rezession im Jahr 2021/22 nach sich ziehen werde.


Eine Umkehrung der Kurve und eine Rezession seien jedoch nicht unvermeidlich: „Die Fed könnte sich entschließen, die Zinsanhebungen zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Die Indikatoren für den Wohnungsmarkt haben sich zur Jahresmitte negativ entwickelt, und in anderen Sektoren sind leichte Anzeichen einer Abschwächung zu erkennen. Wenn sich die schlechten Nachrichten auf dem Arbeitsmarkt ausbreiten, könnte die Fed dazu gebracht werden, ihre Haltung gegenüber den Zinserhöhungen abzuschwächen.“


All dies bleibe abzuwarten. Für den Moment täte sich jeder, der über die Aussicht auf eine invertierte Renditekurve ins Schwitzen gerate, gut daran, sich an zwei Dinge zu erinnern: „Erstens ist es noch nicht geschehen und wird es möglicherweise auch nicht. Und zweitens ist es sehr schwierig, den Zeitpunkt einer nachfolgenden Rezession zu nennen, selbst wenn sich die Kurve umkehrt“, so Orchard.



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