Kolumnist: Feingold-Research

Amazon, Wirecard, SAP – Angst macht die Runde




23.10.18 08:36
Feingold-Research

Die Sorge vor einem nachhaltigen Abwärtstrend beschäftigt Anleger. Die üblich verdächtigen Crash-Propheten werden wieder auf Startseiten zitiert. Genau das ist aber ein prima Signal. Dazu greifen Sie bitte zum Discounter auf SAP CY5ELS, Deutsche Post Capped-Bonus DS5PBE, Allianz Discounter HX3RTW, Amazon Bonus CQ6HJH oder Wirecard mit der WKN HX2HB7.

Kennen Sie den Fear and Gread-Index von CNBC? Bei Feingold Research gehört er zum unbedingten Handwerkszeug, wenn es darum geht, Märkte und Möglichkeiten für Anleger zu analysieren. Am 10. Oktober sprang er Richtung Panik und Crash-Propheten hatten auch hierzulande Hochkonjunktur. Mutige und clevere Investoren nutzen solche Tage zum einkaufen. Natürlich, das Umfeld hat sich etwas geändert – aber wirklich so stark, dass man von Sorglosigkeit zu Panik drehen muss?


Im aktuell unsicheren Umfeld hinterfragen viele Finanzprofis ihren Investitionsprozess viel konsequenter als in den Vorjahren, ehe sie sich für eine Anlagestrategie entscheiden. Dabei starten die Experten üblicherweise mit dem Anleihenmarkt, bei steigenden Renditen ohnehin. „Wenn die Zinsen stark steigen, belastet das viele hochverschuldete Volkswirtschaften, was Gegenwind für die Konjunktur und damit den Aktienmarkt bedeutet“, erklärt daher Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro. Im zweiten Schritt rückt der Währungsmarkt in den Fokus: Wenn beispielsweise der Euro gegenüber dem Dollar sinkt, dann verbessern sich die Perspektiven für die DAX-Unternehmen, weil deutsche Produkte in den USA billiger werden, während US-Produkte in der Euro-Zone teurer werden.


Ein dritter Faktor ist der Rohstoffmarkt. Zwar sind viele Experten der Überzeugung, dass ein steigender Ölpreis die Weltwirtschaft belastet. Die vergangenen Jahre haben allerdings genau das Gegenteil gezeigt wie Funda Sertkaya, Managing Partner beim Edelmetallhändler Ophirum, erklärt: „Bei steigenden Ölpreisen haben Länder, wie Saudi-Arabien, oder Russland höhere Einnahmen und können damit mehr Produkte aus Deutschland kaufen“. Gleichzeitig investieren die US-Fracking-Unternehmen mehr. Steigende Ölpreise stützen also die Weltwirtschaft.


Durch zunehmende globale Verschuldung wachsen Anlagemöglichkeiten am Anleihemarkt in vielen Ländern. Die USA ist mit einer Gesamtstaatsverschuldung von 21,5 Billionen Dollar der größte Anleihenmarkt. Auf den nächsten Plätzen liegen Staatsanleihen aus Japan mit umgerechnet 9,5 Billionen Dollar, China (4,4 Billionen), Großbritannien (2,8 Billionen) und Italien (2,3 Billionen). Die Benchmark-Anleihen in der Euro-Zone sind Bundesanleihen. Weil Deutschland keine neuen Schulden macht, emittiert der Bund im dritten Quartal Anleihen im Wert von lediglich 175 Mrd. Euro. Anders in den USA, wo die Verschuldung stark zunimmt und monatlich Anleihen von knapp 900 Mrd. Dollar emittiert werden. Abzüglich der auslaufenden Anleihen sollen laut der Prognose des US-Finanzministeriums die Schulden im dritten Quartal um 273 Mrd. Dollar steigen – deutlich mehr als hierzulande.


Dollar dominiert

USA_Börse_WallStreet_FotoliaDer weltweite Währungsmarkt wird vom Dollar dominiert, der einzigen Weltreservewährung. Das tägliche Handelsvolumen am Währungsmarkt beläuft sich auf rund 5,1 Billionen Dollar, wobei der Dollar bei 88 Prozent der Trades eine Seite des Paars ausmacht. Der Markt ist der einzige, an dem rund um die Uhr gehandelt wird. Zum Vergleich: Die Weltwirtschaft erreichte im Jahr 2017 rund 80 Billionen Dollar, bei 364 Tagen sind das 219,8 Mrd. Dollar pro Tag. Am weltweiten Währungsmarkt wird also täglich das 23,2fache der Wirtschaftsleistung gehandelt. Das Trading von Privatanlegern macht rund 5,5 Prozent des Währungsmarkts aus. Euro und US-Dollar sieht das Investmentportal Feingold Research per Saldo auf die nächsten Monate seitwärts tendieren. Für den Inline-Optionsschein DS7M71 ist das Chance-Risiko-Verhältnis – und nur darum geht es für Anleger – attraktiv. 60 Prozent locken für sehr spekulative Anleger, wenn der Euro zwischen 1,09 und 1,21 Dollar bleibt.


Öl und Gold als Aktienalternative

Der wichtigste Schmierstoff für die Weltwirtschaft ist Öl. Laut dem Branchenverband International Energy Agency (IEA) wird der Ölverbrauch im Jahr 2018 um 1,4 Mio. Barrel pro Tag gegenüber dem 2017er-Wert von 97,8 Mio. Barrel pro Tag steigen. In den Folgejahren soll sich das Wachstum auf durchschnittlich 1,2 Mio. abschwächen und im Jahr 2023 rund 104,7 Mio. Barrel pro Tag erreichen. Unser momentan favorisiertes Investmentprodukt für den Ölmarkt – ein Inlineoptionsschein mit WKN ST5E1J und Barrieren bei 60 und 95 Dollar. Auch im Ölmarkt ist eine Menge Volatilität – dies können sich mutige und spekulative Anleger zunutze machen. Natürlich sind Optionsscheine mit einem Totalverlustrisiko versehen, weshalb jene Papiere immer weniger als 1% ihres Gesamtdepots ausmachen sollten. Eine Beimischung eben.


Dies gilt auch für Gold, wo das Momentum ebenso wie bei Silber sehr negativ war in den letzten Monaten. Dies dreht sich aber gerade. Wir favorisieren Gold als Beimischung und empfehlen gegenwärtig den Turbo-Bull DGQ8J3 mit Hebel 3. In Sachen Aktienmarkt verweisen wir auf den Artikel der Vorwoche als wir Ihnen bei 11.600 Zählern im DAX das Jahr nochmals eröffnet haben. Dies gilt weiterhin, denn die Jahresendrally wartet schon. Crash-Prognosen sind da als antizyklisches Zeichen ganz hervorragend einzuschätzen.



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