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Allianz wird von Pensionskasse verklagt - Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek offenbar in Russland untergetaucht




22.07.20 15:51
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indices notieren am Mittwoch in den roten Zahlen, einen Tag nachdem die europäischen Staats- und Regierungschefs ihr historisches Konjunkturpaket in Höhe von 750 Milliarden EUR unterzeichnet haben, so die Experten von XTB.

Die Investoren seien nach wie vor besorgt über den sprunghaften Anstieg der COVID-19-Fälle. Die Zahl der weltweit mit dem Coronavirus infizierten Menschen habe 15,1 Millionen erreicht, von denen über 619 Tausend Menschen gestorben seien. Gestern habe Präsident Trump seine Rhetorik geändert und gesagt, der Anstieg der Infektionen werde sich "erst verschlimmern, bevor es besser wird". Der US-Präsident habe die Bürger ermutigt, Masken zu tragen. Auch die steigenden Spannungen zwischen Washington und Peking hätten die Marktstimmung belastet. Nach Angaben des Sprechers des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, habe die US-Regierung Peking angewiesen, sein Konsulat in Houston zu schließen. China habe die Entscheidung verurteilt und mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. An der Brexit-Front würden Großbritannien und die EU höchstwahrscheinlich nicht in der Lage sein, ein Handelsabkommen vor der Frist im Juli zu unterzeichnen, da die Parteien keine Einigung über die Fischereirechte, die Verwaltung des Abkommens und die Rolle des Europäischen Gerichtshofs hätten erzielen können.

Das Arkansas Teacher Retirement System verklage die Allianz (ISIN: DE0008404005, WKN: 840400, Ticker-Symbol: ALV, Nasdaq OTC-Symbol: ALIZF) mit der Behauptung, der Verwalter habe seine treuhänderischen Pflichten verletzt und die Risikokontrollen aufgegeben, als er versucht habe, die Verluste durch Verdoppelung einer Reihe von Geldverlusten umzukehren. Dadurch seien die Structured-Alpha-Fonds der Allianz "selbst dem geringsten Anstieg der Marktvolatilität oder dem Rückgang der Aktienkurse gefährlich ausgesetzt - genau die Bedingungen, vor denen Ökonomen der Allianz und viele andere gewarnt hatten". Infolgedessen habe der Pensionsfonds angeblich mindestens 774 Millionen USD verloren.

Elon Musk, der CEO von Tesla (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, Nasdaq-Symbol: TSLA, habe die zweite Tranche seines Aktienvergütungsplans freigegeben. Laut Bloomberg habe Tesla über einen Zeitraum von sechs Monaten einen durchschnittlichen Börsenwert von 150 Milliarden USD erreicht, trotz des Einbruchs des Aktienkurses. Das bedeute, dass Musk nun in der Lage sei, weitere 1,69 Millionen Aktienoptionen auszuüben, obwohl er mindestens fünf Jahre warten müsse, bevor er sie verkaufen könne. Der Autohersteller werde heute die Quartalsergebnisse vorlegen.

Die Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF) habe am Dienstag zusammen mit anderen großen Fluggesellschaften der USA und der Europäischen Union die EU und das Weiße Haus gebeten, ein gemeinsames Programm in Betracht zu ziehen, um Flugpassagiere auf COVID-19 zu testen, damit die Menschen wieder zwischen den Vereinigten Staaten und Europa reisen könnten. Der Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels habe gesagt, die Fluggesellschaft wolle "dieses Thema ansprechen, weil wir glauben, dass es die Möglichkeit gibt, Menschen am Flughafen zu testen, wie wir es in Frankfurt demonstriert haben".

Nach einem Bericht des Handelsblattes sei der ehemalige Vorstandschef von Wirecard (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF), Jan Marsalek, offenbar in Russland untergetaucht und stehe unter der Aufsicht des russischen Militärgeheimdienstes. Herr Marsalek, der höchstwahrscheinlich eine Schlüsselfigur beim Zusammenbruch der Deutschland-Abteilung des Unternehmens gewesen sei, habe "beträchtliche Summen" an Bitcoins aus Dubai nach Russland gebracht, bevor er untergetaucht sei, als Teil von "dubiosen Operationen", die von Wirecard durchgeführt worden seien. (22.07.2020/ac/a/m)






 
 
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