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Kolumnist: Daniel Schäfer

Aktive Fondsmanager sind oft ihr Geld nicht wert




09.02.16 14:05
Daniel Schäfer

Fondsmanager werden gut dafür bezahlt, den Wert ihrer Fonds und damit den Wohlstand der Anleger zu mehren. Doch die Halbjahresanalyse des Indexanbieters S&P Dow Jones hat es mal wieder an den Tag gebracht: Die meisten Fondsmanager sind ihr Geld nicht wert und haben in den vergangenen zehn Jahren keinen guten Job gemacht. So konnten laut der Untersuchung nur die wenigsten von ihnen auf Zehn-Jahres-Sicht ihren Vergleichsindex schlagen. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, neu ist jedoch die desaströse Bilanz.


Am schlimmsten traf es die Asset Manager von US-Fonds. Auf Sicht von einem Jahr lagen 84 Prozent unter dem Vergleichsindex S&P 500. Die Fehlerquote nahm mit längerem Anlagehorizont sogar noch zu. Auf Fünf-Jahressicht stieg die Quote auf 96 Prozent, auf Sicht von zehn Jahren sogar auf 98 Prozent.


Aber auch bei den deutschen Fonds sah es nicht viel besser aus. Über einen Anlagehorizont von zehn Jahren konnten 83 Prozent der aktiv verwalteten Fonds, die in deutschen Aktien anlegten, den S&P Germany BMI nicht übertreffen.


Ein ebenso trauriges Bild ergibt sich bei den Schwellenländerfonds, wo Fondsmanager vielleicht noch eher einen Informationssprung vor dem breiten Markt haben. Doch auch hier versagen sie kläglich. Auf Sicht von zehn Jahren schnitten 97 Prozent der Fonds schlechter als der Referenzindex ab.


Bedenkt man, dass allein im letzten Jahr laut Angaben des Bundesverbandes Investment und Asset Management e. V. (BVI) rund 170 Milliarden Euro neues Kapital in Publikum- und Spezialfonds flossen und die Branche damit rund 2,6 Billionen Euro Vermögen verwaltet, stehen den fehlenden Renditen auch noch hohe Verwaltungsgebühren für den Anleger von im Schnitt jährlich 1,5 Prozent entgegen.


Kann der Einzelne also niemals klüger als der Gesamtmarkt sein?


Schon in den 1960er Jahren fand der Ökonomie-Nobelpreisträger Eugene Fama heraus, dass sämtliche verfügbaren Informationen stets unmittelbar in den Aktienkursen enthalten sind. Somit kann niemand klüger als der Markt sein und ihn dauerhaft schlagen. Heißt die Antwort also: Passive Investments sind die bessere Lösung?


Schaut man sich die Entwicklung bei den Exchange Traded Funds (ETFs) an, also den passiv gemanagten Indexfonds, so konnten diese 2015 ein Rekordjahr verbuchen. Der Branche flossen weltweit rund 340 Mrd. Euro neue Gelder zu. Damit verwaltet die ETF-Branche per Ende 2015 die Rekordsumme von knapp 2,7 Bio. Euro, wovon rund 440 Mrd. Euro alleine auf Europa entfallen.


Glaubt man zumindest der Statistik, müssten ETFs also das Produkt der Zukunft sein. Aber auch passive Investments können gerade in volatilen Zeiten nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Betrachtet man beispielsweise die Entwicklung des DAX seit Beginn des Jahres, so musste der Leitindex seit Jahresanfang rund 13 Prozent an Wert abgeben. Besitzer von DAX-ETFs haben exakt dieselben Kursverluste zu beklagen. Zeitgleich stieg der VDAX-New, der die erwartete Schwankungsbreite des DAX für die nächsten 30 Tage misst, auf 30 Zähler an. Ein Anstieg des VDAX-New ist typisch bei derart rückläufigen Kursen. Damit nimmt das Risiko für Aktieninvestments noch einmal zu.


Was also tun, wenn aktive Fonds ihr Geld nicht wert sind und passive Strategien in volatilen Märkten ebenfalls versagen?


Intelligente marktunabhängige Long- und Short Strategien gefragt


Gefragt sind daher aktive Strategien, die sich die jeweiligen Marktphasen zu Nutze machen. So hat United Signals einen DAX Basket basierend auf drei Anlagestrategien aufgesetzt, dessen Ziel es ist, mit Long- und Short-Positionen sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten Gewinne zu erzielen. Das ihm dies gelingt, hat er in der aktuell schwierigen Börsenphase eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So stieg der Basket seit Anfang des Jahres um rund 21 Prozent (Stand 9.2.16), seit Beginn im Januar 2014 sogar um 43 Prozent. Die Volatilität ist mit rund 17 Prozent sogar geringer als die des Gesamtmarktes. Damit eignet sich die Strategie vor allem für Anleger, die unabhängig vom Markt in jeder Börsenphase Gewinne erzielen wollen, und das zu fairen Konditionen und ohne Managementgebühr oder Ausgabeaufschlag. Lediglich eine Erfolgsbeteiligung bei positiver Wertentwicklung ist zu entrichten. Bei diesem fairen Gebührenmodel muss sich also niemand sorgen, nur den Fondmanager zu zahlen, ohne selbst Gewinne zu erzielen.



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