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Aktienmarkt: Wurde in Buenos Aires der Startschuss für eine Weihnachtsrally abgegeben?




03.12.18 17:45
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Rückenwind für die Aktienbörsen kam in der abgelaufenen Woche von Äußerungen des US-Notenbankchefs Powell, die als Hinweis darauf gedeutet wurden, dass die Fed bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik im kommenden Jahr ein langsameres Tempo als bisher angenommen vorlegen könnte, so die Analysten der Nord LB.

Das habe vor allem die US-Börsen beflügelt. Viele Anleger hätten sich aber vor dem mit Spannung erwarteten Treffen von US-Präsident Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi am Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires noch nicht aus der Deckung getraut. Das dürfte sich zu Beginn der neuen Woche ändern. Die von den beiden Hauptkontrahenten im Handelsstreit zwischen den USA und China vereinbarte Frist von 90 Tagen, in denen auf weitere angedrohte Zollerhöhungen verzichte, und die für Verhandlungen zur Beilegung der Streitigkeiten genutzt werden sollten, werde an den Börsen mit Erleichterung aufgenommen werden. Zeichen der Annäherung habe es zuletzt auch zwischen Italien und der EU im Haushaltsstreit gegeben. Wie es der italienischen Regierung allerdings gelingen solle, das Haushaltsdefizit zu senken, gleichzeitig aber die den Wählern versprochenen finanziellen Erleichterungen in Milliardenhöhe umzusetzen, bleibe vorerst ein Rätsel. Die Märkte könnte es aber erst einmal beruhigen, dass Verhandlungen zur Abwendung eines Defizitverfahrens stattfinden sollten.

Mit der Abstimmung im britischen Parlament über die mit der EU ausgehandelte Brexit-Vereinbarung in der kommenden Woche (11.12.) und der möglichen Eskalation der Spannungen zwischen der Ukraine und Russland würden jedoch zwei schwerwiegende politische Risiken bestehen bleiben. Ob es eine von vielen Börsianern erhoffte Weihnachtsrally in nächster Zeit gebe, bleibe vor diesem Hintergrund offen. Am Freitag stehe die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts im Fokus. Der Weg sei vorgezeichnet für eine erneute Leitzinsanhebung. Die Märkte dürfte dies aber weniger bewegen als die Aussichten für 2019. Die Analysten der Nord LB halten eine Pause im Zinszyklus für realistisch, diese Einschätzung hat sich aber noch nicht bei allen Marktteilnehmern durchgesetzt. Somit bleibe Raum für entsprechende Reaktionen an den Börsen. Gründe genug also, die für eine weiter hoch bleibende Schwankungsanfälligkeit der Aktienmärkte sprechen würden. (03.12.2018/ac/a/m)





 
 
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