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Aktienmarkt: Vonovia und Deutsche Post schlagen sich tapfer - Deutsche Börse passt Indices an




11.03.19 10:03
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Aktienmärkte - in den Vorwochen noch von positiven Vorzeichen dominiert - durchlebten in dieser Woche eine Korrektur, so die Experten von Union Investment.

Der MSCI World-Index habe im Wochenvergleich ein Minus von 1,7 Prozent verbucht. Auch in Amerika sei es für den S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) mit einem Minus von 2,7 Prozent abwärts gegangen. Der technologielastige NASDAQ (ISIN US6311011026/ WKN A0AE1X) habe mit einem Verlust von 2,9 Prozent die Gewinne der Vorwoche verloren. Im europäischen Raum hätten sich die Kurse ebenfalls Richtung Süden entwickelt. Gemessen am EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) habe die Veränderung zur Vorwoche bei minus 0,8 Prozent gelegen. Der deutsche Leitindex DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei ebenfalls nicht verschont geblieben und habe per Freitagmittag einen Rücksetzer von 1,4 Prozent verzeichnet.

Die reduzierten Wachstumsprognosen der Europäischen Zentralbank sowie der unerwartete Einbruch chinesischer Exportzahlen hätten bei den Anlegern für Konjunkturängste gesorgt. Die Exporte der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft seien um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen. Werde hingegen sowohl der Januar als auch der Februar betrachtet, liege der Rückgang nur noch bei knapp vier Prozent. Keine unerhebliche Rolle spiele dabei die angespannte Handelsbeziehung zu den Vereinigten Staaten. Allein durch den Handelskrieg seien die Exporte in die USA in den ersten beiden Monaten um knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen. Darüber hinaus habe auch die chinesische Neujahreswoche für eine Belastung im Februar gesorgt. Die Börsen im asiatischen Raum hätten daraufhin besonders empfindlich reagiert. Der Nikkei 225-Index (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) und die Börse in Hong Kong hätten sich im Wochenvergleich mit einem Minus von 2,7 und drei Prozent aus dem Handel verabschiedet.

Die Aktie des deutschen Wohnungsunternehmens Vonovia (ISIN DE000A1ML7J1/ WKN A1ML7J) habe zu den wenigen Werten gehört, die von der Abwärtsbewegung unberührt geblieben seien. Das Unternehmen habe am Donnerstag seine Zahlen präsentiert und sich am selben Nachmittag mit einem Plus von vier Prozent an der Tabellenspitze des DAX positioniert. Durch zwei Übernahmen in Schweden und Österreich habe das Unternehmen für das vergangene Jahr einen Gewinn von über einer Milliarde Euro ausweisen können. Das operative Ergebnis habe dabei um knapp 16 Prozent gesteigert werden können. Die Dividende von 1,32 Euro im Vorjahr solle auf 1,44 Euro je Aktie erhöht werden. Der Markt habe das Zahlenwerk positiv aufgenommen und die Aktie nach oben befördert.

Auch die Teilhaberpapiere der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) hätten nach Vorlage des Quartalsberichtes Kurszuwächse verbuchen können. Das operative Konzernergebnis sei nicht nur wegen den zuletzt hohen Kosten der Frühpensionierung von Postbeamten um 15,5 Prozent gesunken. Der Umsatz hingegen sei um zwei Prozent gestiegen. Die Dividende solle konstant bei 1,15 Euro gehalten werden. Die Aktie habe sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Handel verabschiedet.

In einem vierteljährlichen Rhythmus überprüfe die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) die Zusammensetzung der Indices DAX, MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741), SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) und TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327). Die zuletzt durchgeführte Überprüfung habe Änderungen in der zweiten (MDAX) und dritten deutschen Börsenliga (SDAX) ergeben. In der ersten Liga (DAX) bleibe vorerst alles beim Alten.

Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse (ISIN DE000KBX1006/ WKN KBX100) und der Chip-Produzent Dialog Semiconductor (ISIN GB0059822006/ WKN 927200) sollten in den MDAX aufsteigen. Im Gegenzug dürften der Stahlkonzern Salzgitter (ISIN DE0006202005/ WKN 620200) und der Automobilzulieferer Schaeffler (ISIN DE000SHA0159/ WKN SHA015) das Feld räumen. Auch für die Aktien des Automobilzulieferers sei es zuletzt stark bergab gegangen. Neben einem schwachen Ausblick habe das Unternehmen auch die bereits im Herbst gesenkten Ziele für 2018 verfehlt. Als Konsequenz habe das Unternehmen am Mittwoch ein Sparprogramm verkündet, bei dem auch rund 900 Stellen gestrichen werden sollten. Der trübe Geschäftsausblick des Autozulieferers verstärke einmal mehr die Bedenken der Anleger mit Blick auf die Branche. Die Aktie habe daraufhin fast neun Prozent verloren.

Im Kleinwerte-Index SDAX stünden ebenfalls Veränderungen an, darunter der Aufstieg des Batterieherstellers VARTA (ISIN DE000A0TGJ55/ WKN A0TGJ5). Die Umstrukturierung der Indices werde zum 18. März wirksam. (Ausgabe vom 08.03.2019) (11.03.2019/ac/a/m)







 
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