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Aktienmarkt: Positives Überraschungspotenzial überwiegt




11.01.19 16:00
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung ist schlecht und das ist gut! Was auf den ersten Blick befremdlich, vielleicht sogar widersinnig wirken mag ist ein wichtiger Baustein für den Anlageerfolg, so die Analysten der Helaba.

Schließlich seien die Ertragsaussichten für Aktien umso besser, je niedriger die Bewertung sei. Dies sei meist dann der Fall, wenn die Anleger ein vergleichsweise pessimistisches Bild hinsichtlich der Wachstums- und Gewinnaussichten hegen würden. Je geringer die Erwartungshaltung, desto höher die Chance positiv überrascht zu werden. Deutsche Anleger seien schon länger vorsichtig positioniert gewesen und hätten Aktien in ihren Portfolios deutlich niedriger als im langfristigen Durchschnitt dotiert. Was aber noch wichtiger sei: Zuletzt habe sogar bei den lange optimistischen US-Investoren der Pessimismus zugenommen. Im Sinne der Kontraindikation sei dies durchaus vorteilhaft. Schließlich erleichtere die negative Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer positive Überraschungen im Jahresverlauf.

Vor einem Jahr sei die Ausgangssituation genau umgedreht: Die Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks hätten mehrheitlich positiv überrascht. Die Frühindikatoren - hierzulande das ifo-Geschäftsklima, in den USA der ISM-Index - hätten zyklische Spitzenwerte erreicht. Anleger seien fast schon euphorisch gewesen. Nichts schien Aktien aus dem Tritt bringen zu können, so die Analysten der Helaba. Doch es sei anders gekommen: Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe bereits im Januar seinen Höchststand erreicht und das Jahr mit einem Verlust von rund 18% beendet. Der S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) habe noch bis September zulegen können, aber auch er habe das Jahr 2018 mit einem Kursrückgang von gut 6% abgeschlossen.

Als gutes Omen für 2019 könne der positive Start ins neue Jahr gewertet werden. Schließlich hätten die ersten fünf Handelstage an der Wall Street mit einem Plus geendet. Dies besitze durchaus eine gewisse Indikatorfunktion für das Gesamtjahr. Immerhin habe der S&P 500 seit 1950 nach einem positiven Jahresauftakt in 80% der Fälle auch im Gesamtjahr zulegen können. Viel wichtiger als derartige statistische Spielereien sei die Bewertungssituation. Lange Zeit hatten die Analysten der Helaba neben der Gelassenheit der Anleger auch die zu hohe Bewertung als Hypothek für Aktien angeführt. Durch die Korrektur der vergangenen Monate habe sich auch hier die Lage deutlich verbessert. Der DAX sei auf Basis der wichtigsten Kennziffern inzwischen sogar unter seinen fairen Wert gefallen. Selbst US-Aktien seien mittlerweile angemessen gepreist. Dies schließe zwar weitere Kursrückgänge nicht aus. So könnte das Brexit-Chaos ebenso wie die Zwischenberichterstattung der Unternehmen kurzfristig für Verunsicherung sorgen.

Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf würden bei Aktien auf dem derzeitigen Niveau nach Erachten der Analysten allerdings klar die Chancen überwiegen. Mögliche Kursrückschläge würden daher Kaufgelegenheiten darstellen. (11.01.2019/ac/a/m)







 
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