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Aktienmärkte: Herbe Rückschläge, Fortsetzung der Korrektur möglich




12.02.18 08:44
Union Investment

New YorkFrankfurt (www.aktiencheck.de) - Die abgelaufene Handelswoche schockte die Anleger rund um den Globus, so die Experten von Union Investment.

Nachdem die europäischen Börsen zu Wochenbeginn bereits Verluste verzeichnet hätten, habe die Devise an den US-Märkten am Montag geheißen: "Alles muss raus". Es sei ein Tag für die Geschichtsbücher gewesen, manche Händler hätten von Kapitulation gesprochen. In Punkten gemessen sei es der stärkste Absturz des Dow Jones in seiner langen Geschichte gewesen. In einer panikartigen Verkaufswelle, verstärkt durch den Computerhandel, sei der Dow Jones um bis zu sechs Prozent oder 1.600 Punkte gefallen. Erst an der Marke von 24.000 Punkten habe er dann nach oben abgeprallt und schließlich "nur" 4,6 Prozent verloren. 29 von 30 Dow-Werten seien um mehr als drei Prozent gefallen.

Der S&P 500-Index habe am Montag erstmals seit über einem Jahr von seinem Rekordhoch mehr als 5 Prozent verloren, nachdem er zuvor mit 406 Sitzungen die längste Serie ohne einen solchen Rückschlag seit 20 Jahren geschafft habe.

Am Dienstag sei die Panik an den US-Börsen nach dem historischen Vortageseinbruch zwar verflogen, die Nervosität sei aber klar erkennbar geblieben. Abzulesen sei dies an der enormen Tagesvolatilität von über 1.000 Dow-Punkten gewesen. Letztlich hätten sich die Indices etwas von der Baisse des Vortages erholt - ein Umstand, der über weite Strecken der Sitzung nicht absehbar gewesen sei. Die US-Börsen hätten den Handel mit börsennotierten Fonds, die auf eine Verringerung der Volatilität setzen würden, ausgesetzt, um die Lage etwas zu beruhigen. Deren Papiere seien am Vortag mit der steigenden Volatilität massiv unter die Räder geraten.

Auch die europäischen Börsen hätten sich nach der Erholung an den US-Märkten zur Wochenmitte stabilisieren können, bevor am Donnerstag die nächste große Verkaufswelle eingesetzt habe. Der nervöse und damit volatile Handel der vergangenen Tage habe sich in den USA zunächst fortgesetzt, habe aber im Verlauf immer deutlicher einer heftigen Abwärtsbewegung gewichen. Der Volatilitätsindex VIX, auch "Angstbarometer" genannt, sei weiter deutlich angesprungen. Sowohl der Dow Jones, der S&P 500-Index und der Technologieindex Nasdaq 100 hätten am Donnerstag neue Jahrestiefs markiert. Der Dow Jones habe bei sehr hohen Handelsvolumina mit einem Minus von mehr als 1000 Punkten auf Tagestief geschlossen. Die europäischen Börsen hätten sich hingegen am Freitag zunächst gut gehalten, hätten im Tagesverlauf aber wieder nachgegeben.

Insgesamt hätten alle Aktienmärkte in den vergangenen Handelstagen drastische Verluste verzeichnet. Per Saldo habe der MSCI World-Index in lokaler Währung satte 5,8 Prozent an Wert verloren. Die Schwellenländer hätten 5,5 Prozent nachgegeben. Besonders schwach hätten sich regional gesehen die bis dato so gut gelaufenen US-Börsen entwickelt. Der S&P 500-Index habe um kräftige 8,5 Prozent nachgegeben. Der DAX habe 4,5 Prozent an Boden verloren, relativ gut hätten sich zudem der italienische und der britische Markt (minus 3,3 bzw. minus 3,9 Prozent) gehalten. Abermals hätten sämtliche europäische Sektoren des STOXX Europe 600 im Minus gelegen. Insbesondere hätten Bauwerte unter Verkaufsdruck gestanden. Relativ gut hätten sich Reiseveranstalter gehalten.

Als Auslöser für die Verkaufswelle an der Wall Street seien verschiedene Gründe genannt worden. Fakt sei, dass die Zeit der ultralockeren Geldpolitik der großen Notenbanken vorbei sei. Dazu komme die Angst vor steigenden Zinsen. So habe die Bank of England darauf hingewiesen, dass sie bereit sei, die Zinsen eventuell schneller als erwartet und in einer größeren Schrittzahl zu erhöhen, um die Inflation im Griff zu haben.

Die US-Börsen hätten ihre Gewinne aus dem Januar nach den jüngsten Kursverlusten komplett abgegeben. Alle drei Indices würden sich nach Kursverlusten von mehr als zehn Prozent im sogenannten "Korrektur-Modus" befinden. Auf Jahressicht würden die Anleger etwa beim Dow Jones zwar noch kräftige Gewinne von 19 Prozent verzeichnen. Aufgrund des Kursrutsches habe die Gefahr von weiteren Verkäufen jedoch zugenommen. Am Montag seien die Verkäufe in erster Linie von den zuvor genannten Volatilitätsfonds ausgelöst worden. Beim "Sell-Off" am Donnerstag seien neben technischen Reaktionen auch fundamentale Investoren für den Abwärtsdruck verantwortlich gewesen. Daher sei es gut möglich, dass der Abverkauf in der nächsten Woche weiter anhalte. (Ausgabe vom 09.02.2018) (12.02.2018/ac/a/m)






 
 
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