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Aktienmärkte: Aufwärtsbewegung etwas ins Stocken geraten




23.11.21 17:25
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten ist in den letzten Börsentagen etwas ins Stocken geraten, so die Analysten der National-Bank AG.

In Europa hätten Sorgen aufgrund der in einigen Ländern rasant zunehmenden Corona-Infektionen den grundsätzlichen Optimismus hinsichtlich der weiteren Entwicklung an den Aktienbörsen überlagert. Insbesondere die steil ansteigenden Infektionszahlen in Deutschland würden erhebliches Kopfzerbrechen bereiten. In den USA würden die Sorgen vor einem rasanten Inflationsanstieg und dem sich daraus ergebenden Druck auf die US-Notenbank, ihren gerade erst verkündeten "Tapering"-Prozess zu beschleunigen, auf den Aktienmärkten lasten.

Beruhigend habe da die Berufung des aktuellen FED-Chefs Powell für eine zweite Amtszeit gewirkt. Gerade in so schwierigen Zeiten wie momentan eine weise Entscheidung, um zusätzliche Volatilität an den Kapitalmärkten zu verhindern. Aber die Aufgaben in einer zweiten Amtszeit würden nicht leichter: Auf der einen Seite die Notwendigkeit, in ausreichendem Maße Liquidität bereitzustellen, um den US-Aufschwung und den US-Arbeitsmarkt zu stützen. Auf der anderen Seite notwendige Schritte zur Eindämmung eines sich sonst möglicherweise verfestigenden Inflationstrends einzuleiten.

Auch nach den deutlichen Kursanstiegen in diesem Jahr seien die Aktienmärkte nicht als zu teuer einzustufen. Aufgrund der in letzter Zeit signifikant gestiegenen Inflationsraten würden sich die Realzinsen weltweit im Regelfall deutlich im negativen Terrain befinden. Dieser Umstand werde sich wenigstens kurz- bzw. mittelfristig nicht ändern. Aktienmarktbewertungen würden durch ein beharrlich niedriges Zinsniveau relativiert. Dies bedeute, dass in Phasen langanhaltend niedriger Zinsen Aktienmärkten eine deutlich höhere Bewertung zugebilligt werden könne, als in Hochzinsphasen. Entscheidend sei nur, dass in der Zukunft die Gewinne der Unternehmen den zuvor gestiegenen Aktienkursen nachlaufen würden. Solange die Marktteilnehmer ein solches Szenario als wahrscheinlich annehmen würden, seien auch höhere Bewertungen unproblematisch.

Die Analysten hätten ihren Prognosehorizont erweitert und würden die von ihm betrachteten Aktienindices auf Zwölf-Monatssicht mit deutlichen Pluszeichen erwarten. Der Aufschwung werde aber sicherlich nicht so geradlinig und dynamisch verlaufen, wie das im bisherigen Jahresverlauf der Fall gewesen sei. Gerade die wieder sehr hohen Infektionszahlen in Europa würden in den nächsten Monaten das Börsensentiment belasten, ohne den grundsätzlich ansteigenden Börsentrend umzukehren.

Investoren sollten sich inhaltlich bei ihrer Depotzusammenstellung noch stärker als vielleicht bislang geschehen, an Zukunftsthemen orientieren (zum Beispiel erneuerbare Energien, künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit). Das seien die Themen, die global die inhaltlichen Schwerpunkte in den nächsten Jahrzehnten setzen würden. (23.11.2021/ac/a/m)







 
 
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