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Aktienbörsen: Turbulenter Jahresauftakt




07.01.19 15:34
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Mit erheblichen Schwankungen gingen die Aktienmärkte in das neue Jahr, so die Analysten der NordLB.

Nach dem insgesamt schwachen Jahr 2018 hätten die wichtigsten Aktienindices die erste - allerdings wegen diverser Feiertage noch unvollständige - Handelswoche des Jahres 2019 aber immerhin mit leichten Gewinnen beenden können. Dabei habe der Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) -Schock, der zugleich Konjunktursorgen ausgelöst habe, schnell überwunden werden können. Das US-Technologieunternehmen habe seine Umsatzprognose für das Weihnachtsquartal drastisch reduziert und dies insbesondere mit geringeren iPhone-Verkäufen in China, für die unter anderem die Handelsstreitigkeiten mit den USA als Ursache angeführt worden seien, begründet.

Daneben seien wieder vor allem politische Themen die Kurstreiber gewesen. Ein Medienbericht, dem zufolge eine US-Delegation ab dem 7. Januar in Peking mit chinesischen Regierungsvertretern Handelsgespräche führen werde, habe die Hoffnung auf eine Annäherung im Handelskonflikt genährt. Zudem habe US-Notenbankchef Powell Sorgen der Marktteilnehmer vor einem zu straffen geldpolitischen Kurs gedämpft, indem er Flexibilität bei der Zinspolitik signalisiert habe. Die jüngsten Inflationsdaten aus der Euro-Zone, nach denen die Jahresteuerung im Dezember auf 1,6% zurückgegangen sei und sich damit deutlich vom Inflationsziel der EZB entfernt habe, dürften es zudem für die EZB schwieriger machen, im Herbst die Leitzinswende einzuleiten.

Noch ungelöst sei dagegen das Problem der unvereinbaren Positionen von US-Präsident Trump und den Demokraten im Streit um den US-Haushalt. Trump habe mit seiner Forderung, USD 5 Milliarden zur Errichtung einer Grenzmauer zu Mexiko in den Haushalt einzustellen, einen government shutdown herbeigeführt. Inzwischen habe es aber auch hier leichte Zeichen für ein Entgegenkommen Trumps gegeben. In der laufenden Woche könnte die zuletzt freundliche Börsenstimmung durch einige Wirtschaftsdaten aus Deutschland (beispielsweise zur Entwicklung von Auftragseingang, Einzelhandelsumsätzen und Industrieproduktion im November) einen leichten Dämpfer erhalten.

Mit Blick auf die insbesondere in der ersten Jahreshälfte abzuarbeitenden politischen Themen wie Brexit oder Europa-Wahl sowie die bereits in Kürze beginnende Berichtssaison der Unternehmen dürfte die Volatilität an den Aktienbörsen in den nächsten Wochen hoch bleiben. (07.01.2019/ac/a/m)






 
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