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Kolumnist: Feingold-Research

Aktien kaufen aber richtig




24.01.21 08:22
Feingold-Research

Brexit, Corona-Crash, Trump-Wahl – die wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre waren für Anleger spannende Chancen zum Einstieg. Wenn es brennt, muss der der Wertpapierkauf reibungslos laufen. Klappt das?


Vielen Anleger sind sowohl der Morgen nach der Brexit-Entscheidung als auch die Tage in der Corona-Krise in schlechter Erinnerung. Die Volatilität, sprich die Schwankung am Aktienmarkt, war ausgesprochen hoch und während die Zertifikate-Emittenten angesichts des Umfelds einen guten Job machten, fielen manche Broker deutlich ab. Blöder kann es für einen Anleger nicht laufen, denn genau dann, wenn es brennt, will man Aktien handeln.


Die Consorsbank hatte aus dem Brexit-Tagen gelernt und machte im Jahr 2020 einen guten Eindruck. Das Branchenportal finanz-szene.de berichtete jedoch von frustrierten Kunden beim Newcomer TradeRepublic. Ähnlich wie in den USA haben sich in Europa zahlreiche Neo-Broker einen Namen gemacht und drängen in den Markt. Robinhood in den USA war 2020 präsent, da man speziell auch jüngere Kunden anspricht. Etoro oder Smartbroker sind hierzulande jene neuen Anbieter, die Comdirect oder Flatex ziemlich Druck machen.


Mit Smartbroker wird deutlich, dass sich der deutsche Brokermarkt im Umbruch befindet. Ähnlich wie in den USA wo Anbieter wie erwähnt Robinhood mit innovativen Lösungen und de facto kostenfreien Angeboten in kurzer Zeit große Marktanteile gewonnen haben, müssen sich auch die etablierten Broker hierzulande etwas einfallen lassen. Smartbroker kommt bei den Kosten für Käufe in Fonds- und ETF-Sparplänen für den Kunden deutlich günstiger daher ehemalige Top-Anbieter wie ING.


Besonders aufpassen müssen Anleger bei vermeintlich günstigen Angeboten von CFD-Brokern wie IG. Wer dort Bestände über längere Zeit hält, zahlt immens hohe Finanzierungsgebühren. Die Briten sind damit nicht konkurrenzfähig. Für private Anleger sind Erfahrungen an hoch volatilen Tagen im Markt doppelt interessant. Zum einen erfährt man am eigenen Leib, wer guten Service und Erreichbarkeit bietet. Zum anderen führt man an solchen Tagen auch gerne einmal mehrere Trades aus. Und dann macht es sich eben durchaus bemerkbar, ob man bei einem teuren oder günstigen Anbieter ist. Der Mix aus Ausführungsqualität und Preis ist daher entscheidend und zwar sowohl beim aktiven Handeln als auch beim längerfristigen Kauf von Zertifikaten, Aktien, ETFs oder dem Anlegen von Sparplänen. Denn der nächste wacklige Handelstag kommt bestimmt.



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