Aktien geben nach - Anleger fliehen in sichere Häfen




16.08.19 11:58
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Aktien rund um den Globus gaben zuletzt deutlich nach, so Markus Reinwand, CFA bei der Helaba.

Zwar würden die meisten der international führenden Indices gegenüber dem Jahresultimo noch ein stattliches Plus aufweisen. Die letzten Wochen hätten jedoch deutliche Spuren im Kursbild hinterlassen. Ein sich endlos hinziehender Handelskonflikt, der bevorstehende Brexit, schwache Konjunkturdaten und Rezessionssignale von den Rentenmärkten seien in der Kombination nun doch zu viel gewesen. Daran habe auch nichts geändert, dass Trump im Handelsstreit mit China etwas zurückgerudert habe.

Nach den Tiefständen zum Jahreswechsel hätten Aktien damit begonnen, eine konjunkturelle Erholung vorwegzunehmen. Dass die Börse der Wirtschaftsentwicklung rund ein halbes Jahr vorauslaufe, habe sich in vielen früheren Zyklen gezeigt und sei völlig normal. Die Analysten der Helaba hätten jedoch bereits darauf verwiesen, dass nun die konjunkturellen Frühindikatoren wieder steigen müssten, um die Kurserholung fundamental zu untermauern. Das Gegenteil sei jedoch bis zuletzt der Fall gewesen. Die Analysten der Helaba würden daher ihre Aktienprognosen reduzieren. Im saisonal ohnehin schwierigen dritten Quartal seien weitere Kursrückschläge nicht auszuschließen. Die implizite Aktienvolatilität sei in den letzten Tagen sprunghaft gestiegen. Dies sei ein klares Indiz dafür, dass Anleger allmählich die Nerven verlieren würden. Allerdings seien die Ausschläge noch nicht so ausgeprägt wie in früheren Ausverkaufsphasen. Dies berge das Risiko, dass die Korrektur noch nicht beendet sei.

Mittelfristig würden die Analysten der Helaba mit wieder anziehenden Notierungen rechnen. So würden mit der Korrektur an den Aktienmärkten die Chancen auf eine Deeskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA steigen. Schließlich könne es sich Trump angesichts der im kommenden Jahr anstehenden Wahlen nicht leisten, dass der Aktienmarkt einbreche und die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittere. Versuche, dies einer zu wenig expansiven Geldpolitik der FED anzulasten, erscheinen nicht wirklich erfolgversprechend, so die Analysten der Helaba. Wer sich für jedes neue Hoch an den Aktienmärkten feiern lasse, könne sich bei fallenden Kursen schlecht aus der Verantwortung stehlen.

Was spreche noch für Aktien? Angesichts der expansiven Geldpolitik von FED und EZB sowie dem massiven Renditerutsch bei Staatsanleihen verschiebe sich die relative Attraktivität weiter zugunsten von Dividendentiteln. Immerhin erreiche das weltweite Volumen von Anleihen mit negativer Verzinsung immer neue Rekordstände. Um die Chance auf einigermaßen auskömmliche Renditen zu wahren, führe an Aktien kein Weg vorbei. Mögliche weitere Kursrückschläge sollten daher antizyklisch zum Aufbau von Aktienpositionen genutzt werden. (16.08.2019/ac/a/m)







 
 
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