Erweiterte Funktionen


Aktien: Gibt es wirklich keine Alternativen?




10.09.21 10:04
Bank Alpinum

Vaduz (www.aktiencheck.de) - TINA - "There is no Alternative" oder mit anderen Worten Aktien sind und bleiben alternativlos, so Andreas Gilgen, Leiter Portfoliomanagement bei der Bank Alpinum AG.

Dieses Thema habe die Wertpapiermärkte dominiert, denn Anleihen seien im aktuellen Umfeld unattraktiv und würden - wenn überhaupt - nur magere Renditen bieten, die kaum potenzielle Risiken entschädigen würden.

Es gebe sie - die Alternativen. Nur seien es leider wenige und viele kenne man schon länger. Immobilienanlagen seien im Höhenrausch und würden Inflationsschutz bieten, solange die Zinskosten nicht zu sehr anziehen würden. Sollten kritische Schwellenwerte überschritten werden, werde es für Immobilienbesitzer mit viel Fremdkapital sehr rasch kritisch. Auch sogenannte "Hedgefonds" versprächen oft spannende Renditen, würden nach Kosten aber kaum mit klassischen gemischten Portfolios mithalten. Private Equity sei eher etwas für Großinvestoren mit einem Anlagehorizont von zehn bis 20 Jahren, denn Liquidität sei kaum vorhanden. Somit würden noch Edelmetalle, Rohstoffe, Kryptowährungen und Sammlerstücke wie seltene Autos oder Kunstwerke bleiben, wo eine hohe Nachfrage auf ein limitiertes Angebot treffe und die Preise in schwindelerregende Höhen treiben könne, oder auch nicht. Auch da gelte es auf das richtige Pferd zu setzen, den oft würden sich tolle Themen im Rückblick als Eintagsfliegen mit dem Risiko von Totalausfällen entpuppen.

Der Hinweis, dass vergangene Performance eine Anlage oder Anlagestrategie kein Hinweis auf eine zukünftige Performance gebe, solle nicht nur als "Risikohinweis" stehen, sondern als ernstgemeinte Warnung. Der langfristige Anlageerfolg definiere sich aus dem Zusammenspiel einer guten Portfoliodiversifikation sowie einer konsequent langfristigen Anlagestrategie, die es verstehe, das Herdenverhalten der Anleger richtig zu interpretieren und entsprechend zu agieren. Auf die vergangenen Gewinner zu setzen, sei eine Strategie, nicht aber zwingend eine erfolgsversprechende.

Schlussendlich sei bei Anlagen die Qualität der entscheidende Faktor. Unternehmen, die mit einem guten Produktangebot im Markt breit diversifiziert seien und jährlich gute Gewinne einfahren würden, würden gute Unternehmen bleiben, auch wenn der Aktienkurs kurzfristig deutlich falle oder ein Quartalsresultat nicht ganz den Erwartungen entspreche. Zeichne sich jedoch ab, dass sich die Dynamik eines Unternehmens ändere, dann sei Handeln notwendig, selbst wenn schöne Dividenden locken würden. Sehr spannend werde es, wenn große Unternehmen plötzlich zum Verkauf stünden. In der Schweiz werde beispielsweise heftig über die Zukunft der Credit Suisse (CS) (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) diskutiert. Sollte die CS tatsächlich an ein amerikanisches Institut verkauft werden? Falls ja, eine große Chance für viele kleinere und agile Banken. Wir bleiben wachsam, denn ein solcher Verkauf hätte auch Auswirkungen auf den ganzen Sektor, so Andreas Gilgen von der Bank Alpinum AG.

Zum Schluss nochmals zu TINA - wir bleiben den Aktien positiv gesinnt, auch wenn viele Titel auf Höchstständen notieren; zu erwarten sind eine Seitwärtsbewegung oder Gewinnmitnahmen, mittelfristig geht die Rally weiter, so unsere aktuelle Überzeugung, so Andreas Gilgen, Leiter Portfoliomanagement bei der Bank Alpinum AG. (10.09.2021/ac/a/m)







 
 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.



Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...