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Abwärtsrisiken des Südafrikanischen Rand sind größer als Aufwärtspotenzial




08.11.19 16:05
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - Südafrika ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen - zumindest vorerst, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Statt der befürchteten Herabstufung der Bonität auf Ramschniveau habe die Ratingagentur Moody's vorige Woche "nur" den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Südafrikas von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Die Bonitätsprüfer von S&P und Fitch würden die Kreditwürdigkeit Südafrikas bereits im Non-Investment-Grade-Bereich einstufen.

Dass der Südafrikanische Rand in der Folge zum Euro Boden habe gutmachen können, überrasche nicht wirklich. Schließlich wären die Finanzierungskosten Südafrikas bei einem Verlust des Investment-Grade-Status wohl kräftig angestiegen. Zwar liege der Rand zum Euro auch seit Jahresbeginn im Plus, angesichts des deutlichen Zinsvorteils - in Südafrika liege der Leitzins bei 6,5 Prozent - falle die Rand-Aufwertung aber äußerst bescheiden aus. Und ob der Rand auch am Jahresende noch ein Plus zum Euro aufweise, bleibe abzuwarten. Denn: Das prognostizierte Wachstum von 0,7 Prozent für 2019 sei zu gering, die Arbeitslosigkeit mit rund 29 Prozent viel zu hoch, und zu allem Übel habe Finanzminister Tito Mboweni jüngst die Prognose für das 2019er-Haushaltsdefizit von 4,5 auf 5,9 Prozent angehoben. Sollte Präsident Cyril Ramaphosa die Probleme nicht zeitnah lösen, werde wohl bald auch Moody's das Rating Südafrikas auf Non-Investment-Grade-Niveau senken - mit entsprechenden Folgen für den Rand. (08.11.2019/ac/a/m)





 
 
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