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Kolumnist: Bernd Niquet

Der Absturz im Mittelpunkt des Geschehens




06.07.19 11:37
Bernd Niquet

Manchmal passieren wirklich komische Dinge. Da steht man ganz plötzlich mitten im Zentrum des Geschehens. Und ganz anders als die Politiker, nämlich völlig überraschend und ohne jede Absicht.

Als ich am Montag vor einer Woche in den Urlaub an die Ostsee fahre, will ich auf dem Hinweg noch etwas Fahrrad fahren und eine neue Gegend kennenlernen, weil das Zimmer erst am Nachmittag frei ist.


Ich fahre am Flughafen Laage bei Rostock von der Autobahn ab und radele anschließend am Hohensprenzer See entlang. Und ich erschrecke und werde zornig, als ich höre, mit welchem Getöse hier die Flugzeuge der Bundeswehr die Bevölkerung wie die Touristen terrorisieren.


Zwei Stunden später fallen zwei dieser Vögel ganz in der Nähe vom Himmel. Es ist der größte Unfall der Bundeswehrgeschichte der letzten Jahrzehnte. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Anwohner nicht in irgendeiner Wiese froh darüber sind.


Was mich zum Absturz von Politikern bringt. Die Geschichte, die man sich da mit Manfred Weber erlaubt hat, finde ich schon echt arg. Ich weiß nicht, ob er der richtige Mann als EU-Kommissionspräsident gewesen wäre, doch ich halte ihn für eine ehrliche Haut. Und das ist ja heute schon eine ganze Menge.


Wenn Sie mich jetzt nach einem Lebensziel fragen, würde ich wahrscheinlich sagen: Den Absturz der Grünen aus ihrer Märchenwelt noch zu erleben. Denn der Knall, den es dort geben wird, wird jeden Bundeswehr-Tornado verblassen lassen.


Im Juni haben wir ja bereits drei Tage gehabt, in denen das Stromnetz hierzulande zusammengebrochen wäre, wenn die Bundesrepublik nicht sofort Strom aus dem Ausland bezogen hätte. Und wie das wird, wenn dann einmal alle Autos, die heute mit Benzin fahren, Strom brauchen, wir gleichzeitig jedoch die Kohle- und Atomkraftwerke abgeschaltet haben, das wird interessant.


Oder auch nicht, weil dann alles dunkel ist und niemand mehr etwas sehen kann.


Eine Sache soll mir auch einmal jemand erklären: Wenn wir wirklich auf Ressourcenschonung umstellen wollen, scheint mir der Weg über batteriebetriebene Autos genau das Gegenteil davon zu sein. Wenn wir umweltbewusst handeln und unsere „Mutter Erde“ schonen wollen, vergehen wir uns dann durch den dafür erforderlichen enormen zusätzlichen Abbau von Metallen nicht erneut massiv an ihr?


Ich habe unglaubliche viele Quellen dazu gefunden. In einer heißt es, in der Batterie eines BMW i3 befänden sich 35 Kilo Graphit, 12 Kilo Nickel, 12 Kilo Kobalt, 12 Kilo Mangan und viele weitere Metalle. Und in einer anderen, der Tesla Modell S benötige eine Batterie mit einem Gewicht von 700 Kilogramm.


Was diese ganzen neuen Bergwerke, die dafür weltweit entstehen müssen, wohl für Wälder kosten werden und CO2 emittieren. Und es sollte einmal jemand ausrechnen, wieviel Energie man eigentlich braucht, nur um allein diese 700-Kilogramm-Batterie in Bewegung zu bringen? Aber das kann ja heute kaum noch jemand, mich eingeschlossen.


Doch wie soll man urteilen, wenn man keine Ahnung hat? Doch genau das scheint die Strategie zu sein.




Bernd Niquet







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