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Abgasskandal erreicht Daimler: Rückruf von 280.000 Fahrzeugen - Aktiennews




06.09.18 11:15
aktiencheck.de

Nürnberg (www.aktiencheck.de) - Abgasskandal erreicht Daimler: Rückruf von 280.000 Fahrzeugen - Aktiennews

Der Abgasskandal weitet sich immer weiter aus. Jetzt hat es auch Daimler (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF) endgültig erwischt, so Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Nach Medienberichten müssen allein in Deutschland 280.000 Mercedes-Benz Fahrzeuge unterschiedlichster Modelle wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen in die Werkstätte. "Betroffene sollten sich rechtzeitig anwaltlich beraten lassen", empfehlen Dr. Marcus Hoffmann und Mirko Göpfert, Partner der im Verbraucherschutzrecht tätigen Kanzlei Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte aus Nürnberg.

Bereits ab Mitte 2017 kursierten Meldungen um vermeintliche Abgasmanipulationen bei Fahrzeugen von Mercedes-Benz, nachdem die Staatsanwaltschaft Stuttgart diesbezügliche Ermittlungen eingeleitet und auch Geschäftsräume des Herstellers durchsucht hatte. Nunmehr wurde aus den Verdachtsmomenten Gewissheit. Seit einigen Wochen ist bekannt, dass Daimler Hunderttausende Mercedes-Modelle zurückrufen muss.

Laut "Spiegel Online" sind nach einer Liste des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) die Motorenreihen OM 642 und OM 651 betroffen, die in zahlreichen Fahrzeugtypen mit unterschiedlichen Leistungsstufen verbaut worden sind. Auf der Liste finden sich demnach die Modelle Mercedes GLS 3,0 Liter-Diesel (OM 642), Mercedes GLE 3,0 Liter-Diesel (OM 642), C-Klasse Plug-in-Hybrid 2,2 Liter-Diesel (OM 651), ML 3,0 Liter-Diesel (OM 642), G- Klasse 3,0 Liter-Diesel (OM 642), CLS 3,0 Liter-Diesel (OM 642), S-Klasse 3,0 Liter-Diesel (OM 642), S-Klasse Hybrid 2,2 Liter-Diesel (OM 651), GLC 2,2 Liter-Diesel (OM 651), E-Klasse 3,0 Liter-Diesel (OM 642), GLE 3,0 Liter-Diesel (OM 642), Sprinter 2,2 Liter-Diesel (OM 651) und V-Klasse 2,2 Liter-Diesel (OM 651).

"Der Vorwurf gegenüber Daimler klingt nur allzu bekannt. Ebenso wie VW soll auch Daimler eine "Schummelsoftware" benutzt haben, um die Abgaswerte auf dem Prüfstand einzuhalten", meinen die Nürnberger Rechtsanwälte, die bereits eine Vielzahl von Geschädigten im VW-Dieselskandal vertreten. Für den Volkswagen Konzern wird es im Abgasskandal immer enger. Bundesweit geben immer mehr Gerichte den Geschädigten Recht. Allein in letzter Zeit wurde VW beispielsweise durch das LG Würzburg, Urteil vom 23.02.2018, 71 O 862/16, das LG Trier, Urteil vom 20.06.2018, 5 O 12/18 sowie in einer Entscheidungsserie des LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 05.06.2018,9 O 1916/17, sowie vom 19.06.2018, 9 O 1468/17 und 9 O 2134/17, zum Schadensersatz verurteilt.

"Entgegen so manch anderer Verlautbarung im Internet kann diese Rechtsprechung jedenfalls derzeit noch nicht eins zu eins auf Daimler übertragen werden", erläutert Rechtsanwalt Dr. Hoffmann. Denn bei Fahrzeugen des VW-Konzerns mit dem Motortyp EA 189 wird das Vorhandensein einer unzulässigen Abschalteinrichtung wegen des rechtskräftigen Bescheids des Kraftfahrt-Bundesamtes durch die Gerichte ganz überwiegend nicht mehr angezweifelt.

Daimler erklärte demgegenüber, wie schon zuvor bei dem Kleintransporter Vito, gegen den Rückruf-Bescheid des Kraftfahrt-Bundesamtes vorgehen zu wollen und hält wohl damit die beanstandeten Funktionen nicht für illegal. In einem Gerichtsverfahren muss der Käufer daher derzeit substantiiert zu abweichenden Messwerten auf dem Prüfstand und unter Realbedingungen vortragen, wobei letztlich ein gerichtliches Sachverständigengutachten Klarheit bringen wird.

Gleichwohl kann man bereits jetzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit prognostizieren, wohin der Weg auch bei Daimler führen wird. Auch wenn eine Manipulation in Abrede gestellt wird, ließ der Konzern trotzdem mitteilen, dass man in "Kooperation" mit den Behörden ein Software-Update entwickeln werde, das bei dem Rückruf aufgespielt werden soll. "Auch diese Vorgehensweise ist aus der VW-Dieselaffäre ja nur allzu bekannt", meint Rechtsanwalt Göpfert.

Die Rückrufaktion führt jedenfalls im Interesse der Verbraucher zu einer schnelleren und abschließenden Klärung, soweit Schadensersatzansprüche gegen Daimler im Raum stehen. Betroffene, die sich aufgrund der mittlerweile bekannten Risiken mit einem "Software-Update" nicht zufrieden geben wollen, sollten wegen der anstehenden Rückruffristen bereits jetzt anwaltlichen Rat einholen. Gegen den Verkäufer ist insbesondere wegen der kurzen Verjährungsfristen bereits jetzt eine außergerichtliche Inanspruchnahme durch einen auf dem Gebiet des Verbraucherschutzrechts fachkundigen Rechtsanwalt dringend anzuraten.

Börsenplätze Daimler-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Daimler-Aktie:
54,90 EUR +1,14% (06.09.2018, 10:59)

Tradegate-Aktienkurs Daimler-Aktie:
54,88 EUR +0,70% (06.09.2018, 11:15)

ISIN Daimler-Aktie:
DE0007100000

WKN Daimler-Aktie:
710000

Eurex Optionskürzel Daimler-Aktienoption:
DAI

Ticker-Symbol Daimler-Aktie:
DAI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Daimler-Aktie:
DDAIF

Kurzprofil Daimler AG:

Die Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF) mit Sitz in Stuttgart ist ein deutscher Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen Ihre bekannteste Marke ist Mercedes Benz. Die Daimler AG ist außerdem Anbieter von Finanzdienstleistungen und die erste global notierte Aktiengesellschaft.

Die Daimler AG ist eines der größten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört die Daimler AG zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen und innovative Mobilitätsdienstleistungen an.

Die Firmengründer Gottlieb Daimler und Carl Benz haben mit der Erfindung des Automobils im Jahr 1886 Geschichte geschrieben. Als Pionier des Automobilbaus gestaltet die Daimler AG auch heute die Zukunft der Mobilität: Die Daimler AG setzt dabei auf innovative und grüne Technologien sowie auf sichere und hochwertige Fahrzeuge, die faszinieren und begeistern. Die Daimler AG investiert seit Jahren konsequent in die Entwicklung alternativer Antriebe mit dem Ziel, langfristig das emissionsfreie Fahren zu ermöglichen. Neben Hybridfahrzeugen bietet die Daimler AG dadurch die breiteste Palette an lokal emissionsfreien Elektrofahrzeugen mit Batterie und Brennstoffzelle. Denn die Daimler AG betrachtet es als Anspruch und Verpflichtung, ihrer Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden.

Daimler vertreibt seine Fahrzeuge und Dienstleistungen in nahezu allen Ländern der Welt und hat Produktionsstätten auf fünf Kontinenten. Zum heutigen Markenportfolio zählen neben Mercedes-Benz, der wertvollsten Premium- Automobilmarke der Welt, die Marken smart, Freightliner, Western Star, BharatBenz, Fuso, Setra und Thomas Built Busses. (06.09.2018/ac/a/d)







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007100000 710000 76,48 € 48,77 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Hannover 50,79 € -0,70%  16.11.18
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München 50,59 € -0,94%  16.11.18
Nasdaq OTC Other 57,71 $ -1,06%  16.11.18
Xetra 50,49 € -1,12%  16.11.18
Stuttgart 50,55 € -1,50%  16.11.18
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