Erweiterte Funktionen


Abgabetrend am Ölmarkt vorerst gestoppt




07.01.19 16:40
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Mit USD 54,63 pro Barrel ging die Nordseesorte Brent zum Schluss eines bewegten Jahres 2018 aus dem Handel und notierte damit, belastet durch Rohöl-Angebotsüberschüsse und Sorgen vor einem schwächeren Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum, 18% niedriger als zu Jahresbeginn und 36% unter dem Höchststand aus Anfang Oktober, so die Analysten der NORD LB.

Auch der Beschluss der OPEC+, in der ersten Jahreshälfte 2019 täglich rund 1,2 Mio. Barrel weniger Öl zu fördern, sowie erste Erfolge in der Reduktion der Förderleistungen, hätten den Abgabedruck in den letzten Wochen nicht stoppen können. Seit dem Jahreswechsel würden die Ölpreise nun wieder eine ansteigende Tendenz aufweisen, was unter anderem mit der Hoffnung auf eine Entspannung der Handelskonflikte im Rahmen der aktuellen Gespräche zwischen den USA und China zu begründen sei. Ebenfalls positiv seien die Aussagen von FED-Chef Powell aufgenommen worden, nach denen die FED bei ihren Zinsentscheidungen die Sorgen der Finanzmärkte im Auge behalten werde.

Angebotsseitig unterstütze ein Rückgang der Anzahl aktiver Bohrtürme in den USA. Gemäß einer Reuters-Umfrage in der US-amerikanischen Öl- und Gasindustrie gehe die Mehrheit der Befragten von einem Rückgang der Investitionen in 2019 aus, womit das Wachstum der US-Ölförderung gebremst würde. Angebots- und Nachfrageaussichten zusammengenommen würden die Analysten der NORD LB den Ölmarkt in H1/2019 weitestgehend ausgeglichen erwarten. Eine hohe Förderdisziplin der OPEC+ Staaten vorausgesetzt, sollten anfängliche Lagerbestandsaufbauten einem leichten Angebotsdefizit in Q2 weichen. Entsprechend würden sie festere Preise oberhalb der Marke von USD 60 pro Barrel Brent erwarten. Sollte die OPEC+ ihre Förderbeschränkungen im Sommer auf das gesamte Jahr 2019 ausdehnen, dürfte die traditionell stärkere Nachfrage im H2 sowie eine steigende Nachfrage aus dem Schifffahrtssektor im Q4 für festere Preise sorgen.

Auch in 2019 unterlägen die Ölpreise jedoch großen Auf- und Abwärtsrisiken. Allen voran sei hier die globale Konjunkturentwicklung zu nennen, aber auch die Förderpolitik und -disziplin der OPEC+, die Sanktionen gegen den Iran, die Preissensitivität der US-Schieferölproduktion, geopolitische Entwicklungen und zahlreiche weitere Faktoren würden zum Teil großes Preispotenzial bergen. (07.01.2019/ac/a/m)





 
 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.



Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...